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Horus: Roman [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Hohlbein
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1 (12. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785722575
  • ISBN-13: 978-3785722572
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.147 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Hohlbein
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

London, 1888. Ein Schiff läuft in den Hafen ein. Der einzige Passagier an Bord ist eine Frau ═ rätselhaft, anmutig wie eine Katze und mit einer Haut schwarz wie die Nacht.Sie nennt sich Bast und sagt, sie sei nach London gekommen, um ihre Schwester zu suchen. Doch das Rätsel um Bastet, so ihr eigentlicher Name, geht viel tiefer. Ihre Familie ist alt, sehr alt. Einst hat man sie als Götter verehrt, noch immer sind sie mehr als gewöhnliche Sterbliche, und ihre Gefühle sind übermenschlich. Liebe treibt sie, Hunger brennt in ihnen, und Hass legt sich über die Stadt wie die dunklen Schwingen eines riesigen Falken. Und während des Nachts ein Mörder durch die nebligen Gassen von London schleicht, entbrennt in den unterirdischen Kanälen ein Kampf zwischen Mächten, die so alt sind wie die Menschheit.Vergessen Sie alles, was Sie bislang über Jack the Ripper und die altägyptischen Götter wussten! Wolfgang Hohlbein gibt auf unnachahmliche Weise Einblick in seine ganz eigene Interpretation beider Legenden.

Klappentext

Irgendwo im Nordatlantik. In der Nacht vom 13. auf den 14. April 1912 stößt die RMS Titanic, das größte Passagierschiff seiner Zeit, mit einem treibenden Eisberg zusammen. An Bord bricht Panik aus. Besatzung und Passagiere versuchen, sich in die wenigen Boote zu retten. Von den 2208 Menschen an Bord überleben nur 704. Unter den Vermissten ist auch Mogens Van Andt, ein amerikanischer Professor für Archäologie, der von seinen Forschungen am Britischen Museum zurückkehrt. Aber Van Andt ist nicht tot. Zusammen mit einer Gruppe von Passagieren ist es ihm gelungen, sich auf den Eisberg zu retten, mit dem das havarierte Schiff zusammenstieß. Während der Berg durch Nacht und Nebel einem unbekannten Ziel entgegentreibt, entdeckt Mogens einen Weg in das Innere des Eises. Und dort, seit Jahrtausenden eingehauen im Eis, findet er Zeichen von einer Art, die es hier nicht geben dürfte. Zeichen, die an ägyptische Hieroglyphen erinnern. Unter ihnen ist das Zeichen des Horus.

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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enttäuschend 18. Oktober 2007
Von Modus TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin eigentlich ein großer Hohlbein-Fan, habe viele seiner Bücher in meinem Regal stehen. In den letzten Jahren ist mir jedoch zunehmend eine schwankende Qualität in seinen Werken aufgefallen.
Zwischen atmosphärischen Highlights, die man am liebsten nicht mehr aus der Hand legen will, finden sich immer wieder auch Romane, bei denen ich den Eindruck habe, dass die treibende Kraft nicht der künstlerische Qualitätsanspruch war, sondern vielmehr die Jagd nach schnellem Geld. Gemäß der Prämisse - Verlagsvertrag steht, Abgabe ist in zwei Monaten, und der gute Name wird's schon richten. Also auf und los geschrieben.

So ein Buch ist auch dieses hier. Ich gestehe, ich habe es nicht zu Ende gelesen, denn ich bin jetzt ca. auf Seite 273 und jede weitere Seite erscheint mir als Zeitverschwendung.
Sollte also sich also die Story auf den kommenden 400 Seiten noch als Meisterwerk unter seinesgleichen entpuppen, so bitte ich im Voraus um Verzeihung für meinen Verriss.

Wie in der Kurzzusammenfassung bereits beschrieben, betritt Bast(et), eine ägyptische Göttin, das London des 19.Jh., vorgeblich, um ihre Schwester Isis zu suchen.
Bastet ist ein mächtiges Wesen, das macht Hohlbein gleich auf den ersten Seiten klar. Sie weiß die Gedanken und Wahrnehmungen gewöhnlicher Menschen zu manipulieren, sie verfügt über 'uraltes Wissen' (was allerdings nicht näher ausgeführt wird) und zeigt sich darüber hinaus als Meisterin des bewaffneten Kampfes.
Ein Teil ihrer Macht nährt sich aus Sachmet, dem dunklen Aspekt ihrer Persönlichkeit, ein 'Ungeheuer, das an seinen Ketten reißt' und jeden Moment droht, die Oberhand in Basts Körper zu erhalten. Dieses Ungeheuer, das auf 200 Seiten immer wieder vollmundig angekündigt wird, man aber nie wirklich zu sehen bekommt (und als es dann endlich hervorbricht, in einem Kampf, ebenfalls jämmerlich versagt), nährt sich offenbar von Menschen.
Aufgrund unglücklicher Umstände kommt es jedoch nie dazu, sich mal so richtig sattzufressen, was eine kontinuierliche Abnahme von Basts übermächtigen Kräften zur Folge hat.
Das ist allerdings schlecht, denn wie es der Zufall will, weilt auch der Rest des ägyptischen Götterpantheons in London; Sobek und Horus sowie einen original ägyptischen Nildrachen lernen wir bei einem Kampf in der Kanalisation unter einem Londoner Museum kennen. Bast hat also mächtige Feinde (auch wenn die behaupten, sie wollten nichts Böses), weshalb sie ihre göttlichen Kräfte in der Tat gut brauchen könnte...
Ach ja, und dann kommt auch noch Jack the Ripper ins Spiel.

Wenn man sich nicht daran stört, dass hier zwei völlig verschiedene Mythenwelten zusammengemixt werden, könnte das eigentlich ein interessantes Setup ergeben.
ABER -
Nach ungefähr dreißig Seiten fühlte ich mich als Leser permanent für dumm verkauft, und dieses Gefühl hat nicht nachgelassen.
Bast, dieses mächtige Wesen, stolpert desorientiert, für ihre Verhältnisse reichlich hilflos und permanent von bösen Vorahnungen geplagt durch die anrüchigeren Stadtbezirke Londons. In ihrem inneren Monolog beklagt sie dabei mindestens dreißig Mal (und zwar vom Moment an, da das Buch beginnt, bis zur Seite 273), dass ihr inneres Ungeheuer an den Ketten zerrt und sie ihm seine Beute zugestehen müßte, damit sie ihre Kräfte behält (so lange, bis man ihr zuschreien möchte - 'Hergott, jetzt lass es halt endlich los und friss den nächstbesten Passanten, ist ja nicht auszuhalten das Gejammer'). Desweiteren referiert sie voll ohnmächtigen Entsetzens (auch etwa dreißig Mal), dass sie "beginnt, Fehler zu machen". Ja, ich setze es als Zitat, denn diese Wortwendung wird immer und immer wieder bemüht. Auch hier denkt sich der Leser, dass man auf Seite 273 ja wohl nicht mehr davon sprechen kann, dass sie damit 'begann'. Laut eigener Aussage ist sie quasi schon mitten drin im Fehler machen.
Nun ja. Vielleicht bin ich kleinlich. Vielleicht auch nur gereizt von den vielen dunklen Ahnungen und anderen bedrohlichen Vorzeichen, die alle naselang bemüht werden, um eine bedrohliche Atmosphäre zu schaffen - und dann nie näher erklärt werden. Fast könnte man meinen, der Autor greife hier zu einem kleinen Kunstgriff und wisse selbst nicht, was genau dort Gefährliches für den Bruchteil einer Sekunde zu sehen war.
Und an dieser Stelle beginne ich dann das Vertrauen in den Erzähler zu verlieren.

Fazit: Das Extrakt an Handlung, das da auf fast dreihundert Seiten bislang ausgewälzt wurde, hätte man spannender und weniger entnervend auch in einem Fünftel der Länge erzählen können, von gewissen logischen Schwächen einmal ganz zu schweigen.

Ich bin im höchsten Maß enttäuscht von dem Buch - trotz oder vielleicht gerade, weil ich Hohlbein stets gern gelesen habe.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Yoogy
Format:Gebundene Ausgabe
als eingefleischter Hohlbein-Fan, der fast alle Bücher vom (ehemaligen bzw. strauchelnden)Meister gelesen hat, fühle ich mich nun berufen, hier auf diesem Wege meinen Unmut kund zutun.
Ich habe in letzter Zeit die Werke Das Paulus-Evangelium", Unheil", Sturm" und Horus" gelesen. Ich muss sagen, dass ich von dem gezeigten Niveau bitter enttäuscht bin. Das einzige Buch was mit (einigen) Abstrichen zu ertragen war, trägt den Titel Unheil". Der Rest ist meiner Meinung nach Indiskutabel und mit Werken von früher nicht mehr zu vergleichen. Man fragt sich ernsthaft, ob Hohlbein seine Werke wirklich noch selber schreibt...

Nun zu Horus:
Die Hauptfigur Bast(et) erinnert schon auf den ersten Seiten immer wieder an den Hauptdarsteller Andrej Delany aus Chronik der Unsterblichen. Wie Andrej verspürt auch Bast einen ständigen Hunger der Bestie" in sich, die an ihren Ketten zerrt und nur mit Mühe zurück gehalten werden kann". Häufig (ca. 30 Mal) kann Bast die Bestie aber ein letztes Mal besänftigen und verhindert so eine Katastrophe. Außerdem kann Bast die Gedanken und das Handeln von Menschen kontrollieren (was aber nicht immer gelingt, warum ist unbekannt), außerdem verfügt sie über starke Selbstheilungskräfte (Andrej lässt Grüßen).

Bast ist allerdings kein Vampir oder transsilvanischer Schwertkämpfer, sondern eine Art ägyptischere Göttin, die aber doch menschlich ist, nur extrem lange auf Erden weilt und sich von den Lebensgeistern anderer Manschen zu ernähren scheint.
Die Handlung ist undurchsichtig, es gibt keinen klaren Grund, warum Bast überhaupt nach London gekommen ist. Zwar gibt Hohlbein ihr den Auftrag nach ihrer Schwester zu suchen mit auf den Weg, doch bei zwei Treffen haben sich die beiden nichts wirklich Wichtiges zusagen.
Auch die Frage, warum mit Horus und Sobek noch zwei weitere ägyptische Götter ausgerechnet in London ihr Unwesen treiben wird nicht beantwortet.
Achja und Jack the Ripper ist natürlich auch noch mit von der Partie.

Die Figur Bast" ist insgesamt unglaubwürdig. Es wird immer wieder fantastisches angedeutet und auch in Gedanken erinnert sich Bast an ihre Zeit an der Seite diverser Pharaonen, an Weltreiche die sie kommen und gehen sah und an menschliche Wesen, die ihr nie etwas bedeutet haben. Und nebenbei: Jesus Christus hat sie natürlich auch persönlich gekannt. Warum sie aber plötzlich ihr Leben für einige Londoner Dirnen, einen seltsamen Kapitän und eine alte Frau riskiert, wo ihr nicht mal Jesus etwas bedeutete, bleibt schleierhaft.

Das Buch ist außerdem mit Fehlern gespickt. Zum einen sind dort Rasiermesser, die zu Klappmessern und Stiletts werden. Zum anderen kann Bast Stahlketten locker zerreißen, nur um zwei Seiten weiter beinahe vor einer eben mit einer solchen Kette verrammelten Tür beinahe zu verbrennen (sie löst das Problem, indem sie die Kette mit einem 2000 Jahre alten Schwert zerschlägt, welches dabei zerbricht).
Neben reichlich Tippfehlern ist besonders in Erinnerung geblieben, dass in Londons Untergrund im Jahre 1888 sehr alte und ewig nicht benutzte Rohrleitungen und Elektrokabel (!!) von der Decke hängen....atemberaubend!

Als negativer Höhepunkt lässt sich die Hauptfigur auch noch von zwei Rowdies vergewaltigen, nur um während dessen in Ruhe ihre Lebensenergie zu stehlen...Respekt!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Horus" ist - wie sollte man es anders erwarten? - ein typischer Hohlbein. Wieder bedient der Autor sich heiter seinen Lieblingsphrasen, die der routinierte Hohlbeinleser aus Büchern wie der Chronik der Unsterblichen zur Genüge kennt - das "Ungeheuer zerrt an seinen Ketten", das "Raubtier erwacht" und alles "ist falsch". Selbst für jemanden, der bisher auf dem Gebiet Hohlbein eher unbewandelt ist, werden diese Phrasen ungesund strapaziert - sie verlieren ihre Wirkung, wenn sie zu oft eingesetzt werden, und das stört den Spannungsaufbau enorm.

Den Umfang des Romans fand ich in diesem Fall angebracht - es gibt Füllstoff, aber auch ausgepolsterte Geschichten können ein großes Vergnügen sein. Ich für meinen Teil finde knappe 700 Seiten angebracht, um sich in die Welt von "Horus" einzuleben.

Die Protagonistin war mir absolut unsympathisch. Für gewöhnlich gelingt es Hohlbein, Charaktere zu schaffen, die nicht nur perfekt ausgearbeitet sind, sondern zu denen man im Laufe der Geschichte auch eine tiefe Verbindung aufbaut. Das war bei Bast leider nicht der Fall - fast schien es mir, als hätte Hohlbein sich stark an früheren Charakteren angelehnt, die jedoch alle männlich waren und deren Eigenschaften sich nur schwer auf die weibliche Protagonistin übertragen ließen. Möglicherweise liegt die fehlende Sympathie auch einfach daran, dass Bast als ägyptische Göttin unnahbar und übermächtig dargestellt wird, was ja im Grunde durchaus passt.

Die Geschichte an sich ist gut, wenn auch in der Durchführung etwas wirr.

Das Ende ist - mit Verlaub - vollkommen lächerlich und war eine große Enttäuschung. Nicht nur absolut unerwartet, sondern auch unzusammenhängend klärt sich das Geheimnis über den Ripper auf. Hier wurde einfach nicht ausreichend nachgedacht.

Aufgrund dieser Schwächen ist "Horus" für mich nur ein wenig besser als mittelmäßig, was ich mehr als schade finde - denn trotz allem war es ein großes Vergnügen, mich in das London des Jahres 1888 einzufühlen. Dunkle Gassen, zwielichtige Gestalten und eine Fehde zwischen Göttern - eine herrliche Welt, die, wie ich meine, wie geschaffen für eine hohlbein'sche Handlung ist. Umso mehr leid tut es mir, dass hier doch einiges an Potenzial sinnlos verschenkt wurde.

Übrigens: Horus ist keine Fortsetzung von Anubis, wie man aufgrund des ähnlichen Covers vielleicht annehmen mag. Das einzige, was diese beiden Werke verbindet, ist die Zeit, in der sie spielen. Die Handlung ist eine völlig andere.
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