Man muss sich anstrengen, um Gerd Langguth in der politischen Debatte zu übersehen. Der Bonner Politikwissenschaftler gehört zu den besten Analytikern des Demokratiebetriebs. Das geht so weit, dass Medien von der russischen ›Moskoswskij Komsomolez‹ bis zu ›La Libre Belgique‹ erst bei Langguth anrufen, wenn sie Deutschland erklären möchten. Langguths wahre Leidenschaft aber sind die Leben der Mächtigen.
Der Politikwissenschaftler Gerd Langguth zeichnet einen atemberaubenden und sehr deutschen Lebenslauf nach.
Mit wissenschaftlicher Akribie verbindet Gerd Langguth Zeitgeschichte und Politikessay.
Langguth porträtiert Köhler mit großer Fairness. Er schildert dessen Lebensweg mit Sympahtie, aber verschweigt auch Defizite und Schwächen nicht ... Insgesamt ist Langguth eine lesenswerte Biografie über den Mann an der Spitze des Staates gelungen ...
Der Autor legt mit dieser Veröffentlichung die erste umfangreiche Biografie des Mannes vor, der vor seinem Amtsantritt am 1. Juli 2004 vielen Deutschen noch unbekannt war, laut Umfragen jedoch inzwischen einer der beliebtesten Politiker Deutschlands ist.
Gerd Langguth bilanziert Horst Köhlers Werdegang kritisch, ohne es dabei an Respekt fehlen zu lassen. Ein Mensch ist mehr als die Summe der Vorurteile, die andere von ihm haben. Diesem Diktum wird er in seiner Biografie gerecht.
Politische Biografien gehen in der Regel mit ihrem Sujet eher beschönigend um. Bemerkenswert ehrlich ist jedoch die erste Biografie von Bundespräsident Horst Köhler ausgefallen, die jetzt in Berlin vorgestellt worden ist - und sich in der Polit-Szene seither regen Interesses erfreut. Geschrieben hat das lesenswerte Buch Gerd Langguth, Professor für politische Wissenschaften in Bonn und früher CDU-Bundestagsabgeordneter, der 134 Zeitzeugen und Weggefährten Köhlers befragt hat.
Gerd Langguth legt mit der Biografie - der ersten übrigens über die Nummer eins im Staat - ein sehr detailreich recherchiertes Sachbuch vor, das den Werdegang des Bundespräsidenten von der Kindheit in Polen bis zu seinem Einzug ins Schloss Bellevue beschreibt. Ein Buch nicht nur für Köhler-Fans, sondern für alle, die Interesse an der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte haben.
Es ist eine faszinierende Aufgabe, eine Biografie über den Bundespräsidenten zu schreiben, wie es jetzt Gerd Langguth getan hat. Denn es scheint nicht einen, sondern zwei Horst Köhler zu geben ... Auch der Autor der neuen Biografie sieht zwei Köhler: ›Im Volk beliebt, in der Politik nie angekommen‹, überschreibt er sein wichtigstes Kapitel.
Diese Biografie ist politisch spannend ...
Langguth ist das detaillierte Nachzeichnen eines interessanten Lebenslaufs gelungen.
Der Autor hat sich bei der Vorstellungen dessen, was er da zusammengetragen hat an Nachdenkenswertem, redlich bemüht, Respekt zu bewahren, vor dem Amt wie auch vor der Person, der er viele positive Züge abgewinnt.
Der heutige Bundespräsident ist war das siebte von acht Kindern. Langguth schildert in seinem Buch die schwierige Odyssee der Familie von Rumänien nach Ludwigsburg und den hart erarbeiteten Aufstieg Horst Köhlers zum Staatssekretär und Geschäftsführenden Direktor des Internationalen Währungsfonds sowie die überraschende Wahl zum Bundespräsidenten. Köhler ist der erste Volkswirt in diesem Amt und der Erste, der keine klassische Politikerlaufbahn hinter sich hat.
Nummer eins auf Nummer sicher: Die erste gründliche Biographie über Horst Köhler beschreibt die lebenslange Risikoscheu unseres obersten Reformers.
Anregend sind die Thesen zu Köhler, die Langguth am Schluss aufstellt ...
... erweist sich Langguth als virtuoser Chronist und Analytiker ... ein höchst lesenswertes Stück deutscher Politikgeschichte ...