Lange habe ich auf den vierten Band gewartet, aber auch befürchtet, dass es keinen fünften mehr geben wird. Denn der vierte Band ist definitiv der letzte Band. Wie man an "Umschwärmt", der übrigens farblich zu nunmehr allen Hauptfarben vertretenen Bänden passend, erkennen kann, ist es vielleicht auch besser, dass es keinen fünften Band geben wird. Drei Bände lang haben wir uns über die Sexkapaden des Rammlers erfreuen dürfen. Nunmehr gelangen wir zur bitteren Erkenntnis: Auch im Hause Bruckner ist die Luft raus. Wäre dieser Band zuerst erschienen, wäre sicherlich mein Rat für die restlichen drei Bände gewesen: Lasst es. Aber so ist es nun mal... In Horst Bruckner lauern ungeahnte Möglichkeiten. Auf seiner Homepage witzelte der Zeichner, dass man Horst vielleicht als Barbar sehen könnte. Und ehrlich gesagt sollte man auch erkunden, wo man den Rammler noch hinstecken könnte als in den Körper von paarungswilligen Frauen. In Deutschland herrscht da eine Comiclücke und realitätsbezogene Comics mit Tieren mit dem Zeichenstil kommen da sehr gut an. Zotige Gags mit nem Hasenbarbaren: Horst, der Hasar?? Das wäre doch was...
Nunmehr zu "Horst umschwärmt": Es liegt vielleicht am Titelthema, dass der Band nur im Mittelfeld liegt. Horst Bruckner zieht eine Wrestlingshow auf. Die hat hierzulande eher weniger Interessenten und so wundert es mich auch, dass dieses Fernsehgeschaft einen Großteil des Bandes einnimmt. Wie er als "Der Bestrafer" auf Laberkopf macht, nach einem vergeigten gemischten Fußballspiel mit Frauen, die in die Dusche der Männer gingen zu alles bereit sind (war etwas klischeereich und passte zum Softporno, wo gibts denn sowas???), er sich es aber verkneifen muss um gegen den eisbärigen Gegner anzukämpfen... die Geschichte stank etwas ab. Da konnte nicht mal mehr sein Gammelbruder was rausreißen.
Witziger war die Story, in der er die bescheuerte Schwedin kennenlernte. Die war mir allerdings schon - ich glaube aus dem Gratis Comic Tag - Comic aus dem letzten Jahr - bekannt. Auch seine Italienreise zu den Studenten in die Pampas ist leidlich witzig. Sein Oneshot in die Menschenwelt an der Tanke war mies. Schließlich beinhaltete der Band einige neue Seiten in seiner Geschichte um einen Sexsuchtrückfall. Aber die war auch mau. Da war der Info-Teil am Ende des Bandes wieder weitaus erfreulicher.