Diese Botschaft, in Blut geschrieben, erwartet den Polizisten Aidan Breslin(Dennis Quaid) an jedem Tatort einer grausamen Mordserie. Die Opfer sind gefoltert und grausam getötet worden. Dabei spielen Angelhaken und Metallgestelle eine wesentliche Rolle. Breslin, der nach dem Tod seiner Frau die beiden Söhne Alex(Lou Taylor Pucci) und Sean(Liam James) allein erziehen muss und dabei reichlich Probleme hat, kommt mit dem Fall nicht klar. Es gibt einfach keine zusammenhängenden Spuren. Aber dann machen die Ermittlungen Fortschritte. Kristen(Ziyi Zhang), die Adoptivtochter eines der Opfer, stellt sich der Polizei. Sie gehört zur Tätergruppe, aber das ist auch schon alles, was sie Breslin Preis gibt. Der muss ziemlich schnell erfahren, dass ihm das nicht weiterhilft. Denn hinter der Serie steckt weitaus mehr. So gelangt Breslin zur Einsicht, dass die Bibel, vor allem das Johannes Evangelium und die Geschichte der Apokalyptischen Reiter eine Rolle bei den Morden spielt. Nach und nach kommt Breslin den Mördern auf die Spur. Aber als er erkennt, was wirklich gespielt wird, ist es fast zu spät...
Es hätte nicht viel gefehlt, und ich hätte mir -Horsemen- gar nicht angeschaut. Zu viele negative Kritiken wirkten abschreckend. Es wurden Vergleiche mit Mysteryfilmen gezogen und Jonas Akerlunds -Horsemen- wurde in Grund und Boden geschrieben. Aber da man nicht immer nur auf andere hören soll, fand der Film doch noch den Weg in meinen Player. Mein Fazit: Das hätte ein richtig guter Film werden können...hätte. In den ersten 30 Minuten macht Akerlund alles richtig. Klar ist die Rolle Breslins plakativ und es wird kein Klischee des überarbeiteten Polizisten augelassen, aber die Story ist wirklich gut. Als sich Kristen stellt, gibt es einen Bruch in der Story. Die glaubhafte Mordserie driftet urplötzlich in diffuse Bibeltheorien ab. Das tut der Geschichte nicht gut. Nach einer Stunde gibt es den zweiten Break. Da überlässt uns Akerlund derart gewalttätigen Darstellungen, dass ich mich fragte: Was soll das? Diese Bilder, die eine FSK18-Freigabe wirklich rechtfertigen, hat der Film überhaupt nicht nötig und sie bewirken außer Ekel nichts.
Dann findet -Horsemen- wieder in die Spur, gewinnt an Fahrt und...reißt am Ende wieder alles um. Das Ende ist nicht gut gewählt und es bleiben schlichtweg zu viele offene Fragen übrig, bzw. es werden angefangene Ermittlungsstränge überhaupt nicht mehr beachtet. Das ist so schade, wie enttäuschend.
Wie gesagt, das hätte ein richtig guter Film werden können. Allerdings ist -Horsemen- auch nicht so schlecht, wie in den meisten Kritiken beschrieben. Dennis Quaid spielt die Rolle des Aidan Breslin so, wie sie im Drehbuch steht. Ihm dafür Langeweile vorzuwerfen, kann ich nicht nachvollziehen, denn der Charakter Breslin ist ordentlich getroffen. Ziyi Zhang spielt hervorragend, allerdings werde ich aus dem Charakter, den sie verkörpert, nicht so recht schlau. Die Nebenrollen sind mit Clifton Collins jr., Patrick Fugit und Peter Stormare sehr gut besetzt.
Bleibt festzuhalten: Mit weniger Gewalt, mehr Logik und einem besseren Schluss wäre -Horsemen- ein Kandidat für einen wirklich guten Thriller gewesen. So ist der Film leider nur Durchschnitt. Die 81 Minuten, die man benötigt, um Dennis Quaid bei der Mörderjagd zu begleiten, sind nicht verschenkt. Es ist nur ärgerlich, dass Akerlund eine Vielzahl von Chancen schlichtweg vertan hat.