Wer sein Pferd barfuß - oder besser : barhuf laufen lässt, gilt in manchen Reiterkreisen (aber auch bei manchen Tierärzten und Schmieden) als Barbar und Pferdeschinder. Dort gilt oft noch: Nur das beschlagene Pferd ist ein gutes Pferd!
Jackson, langjähriger Schmied und heute absoluter Barhufspezialist, bietet all denjenigen, die sich eine eigene Meinung zu diesem Thema bilden wollen, zahlreiche Fakten, Daten, Fotos, Röntgenaufnahmen und andere Hilfen. Unbarmherzig zeigt er auf, welchen Schaden Pferdehufe durch Beschläge erleiden, welche Erkrankungen daraus resultieren können, welche Schmerzen Pferden dadurch bereitet werden. All dies ist in sehr präziser Sprache mit auffälliger Wortgewandtheit dargestellt. Das bedeutet einerseits, dass die Informationen kaum noch besser formuliert werden könnten. Andererseits fordert diese eloquente Sprache auch beim Leser mit mehr als nur Basiskenntnissen der englischen Sprache den ein oder anderen Griff zum Wörterbuch. Aber diese kleine Mühe ist es wert. Jackson ist hier das absolute Plädoyer dafür gelungen, Pferde nicht mehr länger mit aufgenagelten oder geklebten Beschlägen einzuengen und oft auch zu maltätieren. Keine seiner Forderungen und Handlungsempfehlungen bleibt ohne Begründung. Und damit gibt er auch denjenigen, die ihre Pferde gegen den Widerstand mancher Zeitgenossen schon barhuf laufen lassen, viele überzeugende Argumente an die Hand - zur Diskussion mit den Beschlagsbefürwortern und zum Wohl jedes einzelnen Pferdes, dass in Zukunft barhuf laufen darf.
Braucht noch jemand ein paar alte Hufeisen? Ich habe jetzt welche übrig... ;-))