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Horrorfilme im Fernsehen - Eine harmlose Auswahl des Grauens?: Eine Analyse des Fernsehprogramms der 90er im Vergleich zum Videomarkt
 
 
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Horrorfilme im Fernsehen - Eine harmlose Auswahl des Grauens?: Eine Analyse des Fernsehprogramms der 90er im Vergleich zum Videomarkt [Taschenbuch]

Elena Hahn

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Problemstellung: Der Horrorfilm ist ein viel diskutiertes Thema in der Medienwelt. Vor allem unter dem Oberbegriff ‚Gewalt in den Medien‘ macht er immer wieder negative Schlagzeilen. Jugendschützer und hilflose Eltern machen neben Videospielen oder Rockbands gerne einzelne Filme verantwortlich für grausame Amokläufe von Schülern wie 1999 in Littleton oder 2002 in Erfurt. Auch die Medienforschung beschäftigt sich in einer unüberschaubaren Vielfalt von Veröffentlichungen immer wieder mit der Frage: „Macht Gewalt in den Medien Kinder und Jugendliche aggressiv und gewaltbereit?“ Angesichts der Vielzahl an Untersuchungen der Wirkungsforschung zur Mediengewalt soll in dieser Arbeit auf das Thema nicht eingegangen werden. Vielmehr wird hier das Medium an sich, genauer gesagt der Horrorfilm, untersucht. Es ist keine Frage, dass der Horrorfilm ein Genre ist, welches gewalttätige und blutrünstige Szenen enthalten kann. Horrorfilme kann man in Deutschland im Kino sehen und vor allem über Videotheken beziehen. Zwar gibt es gesetzliche Regelungen, die eine Abgabe solcher Filme an Jugendliche verbieten, aber wer unbedingt will, kommt trotzdem an die Filme heran, sei es durch den Austausch von Raubkopien unter Freunden und auf dem Schulhof oder durch Internetbestellungen aus dem Ausland. Ein Thema, dem im Vergleich zum Videohorror bisher weniger nachgegangen wurde, ist die Frage, wie das Fernsehen eigentlich mit dem Horrorfilm umgeht. Das Fernsehen (mit Ausnahme von verschlüsselten Pay-TV-Sendern) ist ein Medium, auf das Kinder, Jugendliche und Erwachsene normalerweise zu jeder Zeit ungehindert Zugriff haben. Das Programm wird in nahezu jedes Wohnzimmer in Deutschland ausgestrahlt. Gibt es unter diesen Bedingungen überhaupt Horrorfilme im deutschen Fernsehen? Welche Form des Grauens ist auf der Mattscheibe zu sehen? Ist es vorwiegend harmloser Grusel oder laufen sogar die ‚Metzelfilme‘ aus den Videotheken im Fernsehen? Die vorliegende Arbeit versucht, diese und weitere Fragen, zum Beispiel nach der Sendezeit für Horrorfilme oder nach Schnitt und Altersfreigaben, zu erörtern und anhand einer Analyse zu beantworten. Analysiert wird das Fernsehprogramm der späten 90er mit Hilfe der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm. Zusätzlich wird eine Auswahl an Horrorfilmen, die im Mai 2003 im deutschen Free-TV liefen, auf ihre Übereinstimmungen und Abweichungen zur Videoversion überprüft. Ziel der Arbeit ist es also zu untersuchen, wie das Medium Fernsehen mit dem Genre Horrorfilm umgeht. Die Ergebnisse der Arbeit sollen die Frage des Titels beantworten: Sind Horrorfilme im Fernsehen im Vergleich zum Videomarkt nur „eine harmlose Auswahl des Grauens“ oder stellen sie die komplette Bandbreite des Genres dar?

Gang der Untersuchung: Im ersten Teil der Arbeit werden zunächst relevante Themen rund um das Horrorgenre und den Spielfilm an sich erörtert, um einen Interpretationsrahmen für die dann folgende Analyse zu stecken. In Kapitel 2 wird die historische Entwicklung des Horrorgenres allgemein, also vor allem im Kino, und im Besonderen die Entwicklung des Horrorgenres auf Video und im Fernsehen dargestellt. Kapitel 3 beschäftigt sich mit den verschiedenen Möglichkeiten, einen Film für den Kinomarkt, den Videomarkt oder den Fernsehmarkt zu produzieren. Außerdem werden hier die Vertriebswege für einen Kinofilm aufgezeigt. Von besonderer Bedeutung für die Analyse ist auch das vierte Kapitel, in dem die rechtlichen Bedingungen von Jugendschutz und Filmzensur für Kino, Video und Fernsehen erläutert werden. Im darauffolgenden Kapitel werden die Begriffe Horror und Genre vor dem Hintergrund des Phantastischen Films definiert und nach einem kurzen Überblick über die Genrebezeichnungen in der Literatur eine eigene Einteilung in Subgenres des Horrorfilms vorgenommen, welche dann auch in der Analyse verwendet werden soll. Der zweite Teil der Arbeit gliedert sich in zwei Analysen. Analyse I ist die Auswertung des Spielfilmprogramms der Jahre 1997 bis 1999. Nach einer Beschreibung der Methodik der Analyse werden die einzelnen Ergebnisse vorgestellt. Ausgewertet werden die in Teil 1 der Arbeit erörterten Themen wie Genre und Subgenre, Produktionsland oder Sendezeit nach ihrer jeweiligen Dominanz. In Analyse II werden die Horrorfilme des Monats Mai 2003 untersucht. Nach einem kurzen Vergleich mit Analyse I werden die geschnittenen Filme der Stichprobe mit den auf dem deutschen Markt erhältlichen Videoversionen auf abweichende Altersfreigabe und Laufzeit überprüft. Zuletzt wird die Fernsehversion des Films „Hellraiser“ einem Schnittvergleich mit der Videoversion unterzogen. Kapitel 8 schließt mit einer Bewertung der gewonnenen Ergebnisse sowie einer zusammenfassenden Darstellung des gesamten Inhalts die vorliegende Arbeit ab. Zusammenfassung: Die Arbeit untersucht, in welcher Form der Horrorfilm im deutschen Fernsehen zu sehen ist. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob es sich um dieselben Filme handelt wie auf dem Videomarkt oder ob aus rechtlichen Gründen nur harmlose oder gekürzte Filme gezeigt werden. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung, mit der ökonomischen Dimension, mit Jugendschutz und Filmzensur sowie mit der Definition des Horrorgenres und steckt einen theoretischer Rahmen für die Analyse. Der empirische Teil beginnt mit einer Inhaltsanalyse der Fernsehprogrammzeitschrift TV Spielfilm der Jahrgänge 1997 bis 1999 und untersucht Sendetag, Sendezeit, Sender, Schnitt, Altersfreigabe, Subgenre sowie Produktionsland, -jahr und -art. Die zweite empirische Studie widmet sich anhand einer neuen Stichprobe der Frage, ob und wie die Fernsehausstrahlungen gegenüber der Video- oder der Originalversionen gekürzt wurden. Abschließend wird der Film „Hellraiser“ auf RTL 2 in einer szenengenauen Analyse mit der indizierten Videoversion verglichen. Im Durchschnitt wird ein Horrorfilm am Tag, vor allem am Wochenende, im Spätprogramm und vornehmlich bei Kabel 1, PRO 7 und RTL 2 gezeigt. Von den Sendern wird eine bewusste „Auswahl des Grauens“ getroffen, indem bestimmte Produktionsarten und Subgenres ausgespart werden. Bei etwa einem Drittel der Filme sind besonders grausame Szenen herausgeschnitten. Der detaillierte Schnittvergleich zeigt aber auch, dass der Schnitt nicht das einzige Beurteilungskriterium sein sollte, da beim untersuchten Film die Fernsehversion heller war als die Videoversion, so dass der Horror klarer zu erkennen war. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Magisterarbeit die am 29.07.2003 erfolgreich an einer Universität in DEUTSCHLAND im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften eingereicht wurde. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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