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Gang der Untersuchung: Im ersten Teil der Arbeit werden zunächst relevante Themen rund um das Horrorgenre und den Spielfilm an sich erörtert, um einen Interpretationsrahmen für die dann folgende Analyse zu stecken. In Kapitel 2 wird die historische Entwicklung des Horrorgenres allgemein, also vor allem im Kino, und im Besonderen die Entwicklung des Horrorgenres auf Video und im Fernsehen dargestellt. Kapitel 3 beschäftigt sich mit den verschiedenen Möglichkeiten, einen Film für den Kinomarkt, den Videomarkt oder den Fernsehmarkt zu produzieren. Außerdem werden hier die Vertriebswege für einen Kinofilm aufgezeigt. Von besonderer Bedeutung für die Analyse ist auch das vierte Kapitel, in dem die rechtlichen Bedingungen von Jugendschutz und Filmzensur für Kino, Video und Fernsehen erläutert werden. Im darauffolgenden Kapitel werden die Begriffe Horror und Genre vor dem Hintergrund des Phantastischen Films definiert und nach einem kurzen Überblick über die Genrebezeichnungen in der Literatur eine eigene Einteilung in Subgenres des Horrorfilms vorgenommen, welche dann auch in der Analyse verwendet werden soll. Der zweite Teil der Arbeit gliedert sich in zwei Analysen. Analyse I ist die Auswertung des Spielfilmprogramms der Jahre 1997 bis 1999. Nach einer Beschreibung der Methodik der Analyse werden die einzelnen Ergebnisse vorgestellt. Ausgewertet werden die in Teil 1 der Arbeit erörterten Themen wie Genre und Subgenre, Produktionsland oder Sendezeit nach ihrer jeweiligen Dominanz. In Analyse II werden die Horrorfilme des Monats Mai 2003 untersucht. Nach einem kurzen Vergleich mit Analyse I werden die geschnittenen Filme der Stichprobe mit den auf dem deutschen Markt erhältlichen Videoversionen auf abweichende Altersfreigabe und Laufzeit überprüft. Zuletzt wird die Fernsehversion des Films Hellraiser einem Schnittvergleich mit der Videoversion unterzogen. Kapitel 8 schließt mit einer Bewertung der gewonnenen Ergebnisse sowie einer zusammenfassenden Darstellung des gesamten Inhalts die vorliegende Arbeit ab. Zusammenfassung: Die Arbeit untersucht, in welcher Form der Horrorfilm im deutschen Fernsehen zu sehen ist. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob es sich um dieselben Filme handelt wie auf dem Videomarkt oder ob aus rechtlichen Gründen nur harmlose oder gekürzte Filme gezeigt werden. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung, mit der ökonomischen Dimension, mit Jugendschutz und Filmzensur sowie mit der Definition des Horrorgenres und steckt einen theoretischer Rahmen für die Analyse. Der empirische Teil beginnt mit einer Inhaltsanalyse der Fernsehprogrammzeitschrift TV Spielfilm der Jahrgänge 1997 bis 1999 und untersucht Sendetag, Sendezeit, Sender, Schnitt, Altersfreigabe, Subgenre sowie Produktionsland, -jahr und -art. Die zweite empirische Studie widmet sich anhand einer neuen Stichprobe der Frage, ob und wie die Fernsehausstrahlungen gegenüber der Video- oder der Originalversionen gekürzt wurden. Abschließend wird der Film Hellraiser auf RTL 2 in einer szenengenauen Analyse mit der indizierten Videoversion verglichen. Im Durchschnitt wird ein Horrorfilm am Tag, vor allem am Wochenende, im Spätprogramm und vornehmlich bei Kabel 1, PRO 7 und RTL 2 gezeigt. Von den Sendern wird eine bewusste Auswahl des Grauens getroffen, indem bestimmte Produktionsarten und Subgenres ausgespart werden. Bei etwa einem Drittel der Filme sind besonders grausame Szenen herausgeschnitten. Der detaillierte Schnittvergleich zeigt aber auch, dass der Schnitt nicht das einzige Beurteilungskriterium sein sollte, da beim untersuchten Film die Fernsehversion heller war als die Videoversion, so dass der Horror klarer zu erkennen war. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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