Kurzbeschreibung
So ist das nun mal seien wir doch ganz ehrlich wenn Bands aus Skandinavien den Weg nach Deutschland finden und jeder einen Hype zu riechen scheint. Und das Ganze ist an dieser Stelle auch nachvollziehbar, denn das vorliegende Album ist schlicht und ergreifend wundervoll! Doch gehen wir die Dinge mal ganz nüchtern an. Diese Scheibe hat es gar nicht nötig, als das Maß der Dinge bezeichnet zu werden. Sie spricht für sich selber - und das mit einer immensen Kraft. Mit einer Seele, wie man sie auf vielen Indie-Platten manchmal ein bißchen vermißt. Mit dem Charakter, der Bands wie Television oder Velvet Underground so unsterblich gemacht hat. Geschaffen haben diese Musik The Horror The Horror aus Stockholm - die uns in den nächsten Jahren unweigerlich verfolgen, ergreifen und beglücken werden! Schon auf ihrer ersten Deutschlandtour Anfang November zeichnete sich live ab, was die kurz zuvor erschienene Single Sound of Sirens versprochen hatte: Da steht eine Band vor einer ganz großen Zeit, bereit, dieser mit allem Charme und Losgelöstheit und Kompromißlosigkeit entgegenzutreten. Angefangen beim Bandnamen (ein Zitat Marlon Brandos in Apocalypse Now) machen die 5 Schweden eigentlich alles richtig, was man nur richtig machen kann. Ihre Melodien sind Ohrwürmer. Ihre Texte zwingen zum Mitschreien. Der Basslauf ein Genuss! Und dazu Joel Lindströms rotzig-direkte, manchmal trotzig-verzweifelte und doch kultivierte Art des Singens! Der Gesamtauftritt der Band kann den interessierten Musikfreund eigentlich nur zu einem Fazit bringen: energiegeladen und groß! Nun liegt also das selbstbetitelte Debut-Album von THE HORROR THE HORROR vor euch. Eine Ansammlung von 11 Songs, die man doch irgendwie schon seit langer Zeit in sich trägt. Die tief gehen und glücklich machen. Die Wut und Melancholie in sich haben und doch nie den Hoffnungsschimmer vermissen lassen, der das Leben wieder erträglich macht. Lieder, zu denen man tanzen, lieben, lachen, weinen und selbst auf die Bühne springen will. Was sind schon Hypes, wenn man von einer Bereicherung seines eigenen Lebens sprechen kann?