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Horror: Grundlagen des populären Films [Gebundene Ausgabe]

Georg Seeßlen , Fernand Jung
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

25. Juni 2004
In diesem umfangreichen zweibändigen Werk gibt Georg Seeßlen einen umfassenden Überblick über das Genre des Horrorfilms. Dabei beschränkt sich seine Untersuchung keineswegs nur auf den klassischen Horrorfilm, sondern schließt auch dessen Vorläufer, den phantastischen Film als ihm verwandtes Genre mit ein.
Gewalt und Angst kommen seit jeher gesellschaftliche und psychologische Funktionen zu, die sich auch die unterhaltenden Medien wie Literatur und Film zu Nutze machen. Woher aber kommt die Lust an dieser Angst?
Seeßlen beschäftigt sich eingehend mit dem Phänomen Horror als Unterhaltungssujet und tut dies unter Einbeziehung unterschiedlicher Gesichtspunkte. Ausgehend von den literarischen Wurzeln der Gothic Novels im 19. Jahrhundert erläutert Seeßlen einige Angstmuster und deren mediale Umsetzung in Muster der Angsterzeugung. Desweiteren ergeben sich in diesem Licht wiederkehrende Figuren, Gegenstände und Handlungsorte, die genretypisch sind und fast schon ikonenhafte Züge tragen: Vampire und Wiedergänger, die Burg des Schreckens oder Blut sind nur einige davon.
Das Werk bietet zudem einen umfangreichen chronologischen Abriss der Geschichte des Horrorfilms, beginnend beim frühen deutschen phantastischen Stummfilm der 10er und 20er Jahre und dem klassischen Horrorfilm Hollywoods, über die ab Mitte des Jahrhunderts immer drastischer werdenden Monster-, Zombie- und Teenage-Horrorfilmen hin zu den Trash-, Gore- und Splatterfilmen, die sich ab den 70-er Jahren im Wesentlichen nur noch auf das genaue Zeigen blutiger Gewalt und wahrer Schlachtszenen spezialisieren.
Darüber hinaus gibt Der Horrorfilm einen motivischen Querschnitt durch das Horror-Genre, der unter anderem wiederkehrende Themen wie Teufel und Dämonen, Tiere als Akteure des Terrors oder die Familie als Ort des Schreckens untersucht.
Anhand vieler Filmbeispiele verfolgt Seeßlen die Zyklen und Wellen des Horror-Genres bis zur Jahrtausendwende. Das Werk erschließt somit in umfassender Weise sämtliche Phasen und thematischen Aspekte des Horrorfilms.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1135 Seiten
  • Verlag: Schüren Verlag; Auflage: 1., Aufl. (25. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894724307
  • ISBN-13: 978-3894724306
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 6,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.165.263 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fundiert aber nicht ohne Fehler 21. Februar 2006
Hier handelt es sich unbestritten um ein in Deutschland fast einzigartiges Werk. Leider gibt es aber doch einige Kritikpunkte, die man anbringen kann...

Zum einen hätte sorgfältiger redigiert werden müssen; die Druckfehler sind zahlreich (wenn auch nicht sinnentstellend wie bei den diversen Bethmann-Büchern) und einmal wird z. B. ein längerer Abschnitt zweimal in identischer Form abgedruckt (vielleicht als Ausgleich zur dritten Auflage des Edgar Wallace-Buches von Joachim Kramp, bei der ganze Abschnitte fehlen). Darüber hinaus hätte sich das Lektorat die längeren Sätze nochmal vornehmen müssen, scheinbar hat einer der Autoren ein Problem damit, Sätze nach dem zweiten Nebensatz korrekt zu Ende zu bringen.

Dies zu den formalen Kritikpunkten.
Schwerer wiegen vielleicht die inhaltlichen, wobei ich allerdings gleich sagen muss, dass die Fachkenntnisse der Autoren immens und nicht anzustreiten sind.

Dennoch: Die Inhaltsbeschreibungen von einigen Filmen sind nur teilweise richtig, einige Filme werden vollständig besprochen, andere Inhaltsangaben lassen Auflösungen weg. Hier hätte man sich einigen sollen, ob man den Filminhalt vollständig wiedergeben will, oder ob man den LeserInnen Plot Twists und Auflösungen zwecks Steigerung des Filmgenusses vorenthalten will.
Die Autoren unternehmen den an sich lobenswerten Ansatz, Filme zu typisieren und dabei (sub)genreübergreifend Motive herauszuarbeiten. Dies führt dazu, dass manche Filme mehrmals besprochen werden, aber auch mehrmals die Filminhalte beschrieben werden. Querverweise wären hier sinnvoller gewesen.

Schade ist auch, dass z. B. "Elvira - Mistress of the Dark" nicht besprochen wird, wo sich doch ganze Kapitel um Genreparodien und humorvolle Horrorfilme drehen (ok, vielleicht stehe ich aber mit meiner Meinung, dass "Elvira" mit die gelungenste Horrorfilmparodie ist auch alleine da).
Man liest auch (berechtigterweise) immer und immer wieder über sozialkritische Tendenzen verschiedener Filme (allen voran natürlich Romeros Zombiefilme), aber leider wird über die als Slasher verpackte Franco-Kritik in z. B. "The Cannibal Man" leichtfertig hinweg gegangen.

Soweit meine Kritikpunkte, vielleicht könnten die Autoren und der Verlag einige davon in einer eventuellen zweiten Auflage berücksichtigen, denn dann würde aus einem sehr guten Buch ein weit überdurchschnittliches.

Von mir gibt es eine Kaufempfehlung mit kleinen Vorbehalten, denn für den nicht gerade geringen Preis kann man doch zumindes erwarten, dass der Text in korrekter Form und ohne ärgerliche Druckfehler vorliegt.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas fragwürdiger Klassiker 31. Mai 2009
Von Honoré
Viele deutschsprachige Geschichten des Horrorfilms gibt es nicht - und so führt, zumindest hier zu Lande, kaum ein Weg an Seeßlens Buch vorbei. Wer einen ausführlichen Überblick mit zahlreichen Interpretationsvorschlägen sucht, dürfte mit dieser Monographie gut fahren. Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieses Buch allerdings (vorsichtig ausgedrückt) nicht unproblematisch. Die trotz allem bewundernswerte Quantität geht immer wieder auf Kosten der Qualität (bei Seeßlens Publikationsgeschwindigkeit kein Wunder) und auch die theoretischen Überlegungen sind nicht unbedingt sattelfest. Wer sich wissenschaftlich mit Horrorfilm beschäftigt und Englisch spricht, sollte sich eher im angelsächsischen Raum umschauen, denn dort haben die "Horror Studies" bedeutend mehr Tradition als in Deutschland und entsprechend üppig sieht dort die Literatur-Lage aus.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute Einführung 8. März 2007
Das Buch von Seeßlen und Jung ist eine gute Einführung in den Horrorfilm. Ich habe es im Rahmen meines Studiums als Grundlagenmaterial für eine Arbeit über David Cronenberg verwendet, für die ich aus Zeitgründen schnell zugängliche Literatur benötigte. Und da kam mir dieser Text gerade recht.

Seitdem lese ich es systematisch durch und finde es sehr hilfreich. Natürlich hängt es überwiegend ein wenig hinter dem Stand der Diskurse zurück, weshalb man es kritisieren kann. Aber wer belegt, dass das angebliche "Soziologengelaber" auf schlechtem Fundament steht? Und nur darauf kommt es an. Nicht darauf, dass es modischen Diskursen nicht den für nötig gehaltenen Platz gibt.
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