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Ein wohliger Schauer, der schleichend über den Rücken zieht - und das nicht nur an Halloween. Diese Horror Edition ist dafür hervorragend geeignet, bietet sie doch gleich drei herausragende und schaurige Werke, die gerade deshalb so gruselig sind, weil sie genau so im echten Leben passiert sind!
BTK – diese drei Buchstaben stehen für folgende englische Begriffe: Bind, Torture und Kill. Was übersetzt so viel bedeutet wie Fesseln, Foltern und Töten. Damit ist klar gestellt, worum es sich bei dem Streifen B.T.K. aus dem Jahre 2008 handelt: Um einen Horrorfilm par excellence! Besser gesagt um eine blutige Reise in die albtraumhafte Welt eines gestörten Killers. Denn B.T.K greift, nach einer wahren Begebenheit, die Geschichte des US-amerikanischen Serienkillers Dennis Rader auf, der zwischen 1974 und 1991 mindestens zehn Menschen umgebracht hat. Seine Lieblingsmethode: Erst Fesseln, dann Foltern und Töten.






Regisseur Michael Feifer bringt die Story um den psychopathischen Mörder aus Kansas extrem spannend und voller Grusel- und Horroreffekte auf die Leinwand. Für den Part als Serienmörder Dennis Rader gelang Feifer ein wahrer Besetzungscoup: Horror-Ikone Kane Hodder, bekannt aus Klassikern des Genres wie Freitag, der 13. oder Hatchet, darf sich als B.T.K-Killer hier so richtig austoben. Wie bei vielen psychisch gestörten Mördern, stammt auch Dennis Rader (Kane Hodder) aus einem eigentlich intakten sozialen Umfeld: Er ist treu sorgender Ehemann und Vater, nennt ein Universitätsabschluss sein eigen und arbeitet in einem- im wahrsten Sinne des Wortes sicheren - Job bei einer Sicherheitsfirma. Obendrein ist er über 30 Jahre lang Mitglied in einer Kirchengruppe in Wichita und gleichfalls deren Präsident. Auch die örtliche Pfadfindergruppe leitet er. Ein scheinbar ganz normales Leben, auch seine Frau Susan (Amy Lyndon) ahnt nichts. Doch hinter der gutbürgerlichen Fassade versteckt sich das Grauen: Sein Durst nach Blut lässt Rader die schlimmsten Verbrechen begehen. So greift er sich mal eben eine vierköpfige Familie aus der Nachbarschaft, doch hauptsächlich hat er es auf jüngere Frauen abgesehen.
Weiter geht es mit The Lost: Ein kleiner Camping-Ausflug. Ein paar Bier mit Freunden. Ein entspanntes Wochenende verbringen. Nichts wirklich Außergewöhnliches, auf den ersten Blick. Für viele Menschen ganz normal. Doch dann, ganz plötzlich, bricht das Grauen in die Idylle: The Lost mutiert schnell zu einem wirklich beklemmenden Psycho-Schocker, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Und am Ende des Trips sind zwei Mädchen tot. Erschossen von einem psychopathischen jungen Killer. Doch man kann ihm nichts nachweisen, denn der Polizei fehlen die Beweise. Was tun? Da hilft nur eins: Man muss den Täter provozieren, es wieder zu tun...
The Lost aus dem Jahre 2005 ist der Regie-Erstling von Chris Sivertson (Ich weiß, wer mich getötet hat) und gleich ein großer Erfolg. Auf mehreren Independent-Filmfestivals aufgeführt, zeigte sich das Publikum durchweg begeistert von dem packenden Streifen und gewann gleich mehrere Preise, u.a. für die beste Action. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von US-Horror-Autor Jack Ketchum (Offspring, Joyride) von dem bereits weitere Werke wie Red und Evil verfilmt wurden, schafft es Sivertson eine beklemmende Story mit exzellenter Bildsprache auf die Leinwand zu zaubern. The Lost ist angelehnt an den Fall des US-Serienmörders Charles Howard Schmid jr., der in den 60er Jahren drei junge Frauen tötete und sie danach in der Wüste verscharrte.
Einem besonders perversen Exemplar der Gattung Serienkiller widmet sich eindrucksvoll der Horrorstreifen The Boston Strangler: The Untold Story aus dem Jahre 2008. US-Regisseur Michael Feifer begibt sich hier auf die blutige Spur von Albert Henry DeSalvo (1931-73), dem legendären Boston Strangler, der zwischen 1962 und 1964 mindestens 13 Frauen vergewaltigte und erdrosselte. Bereits 1968 wurde das Leben dieses Mörders erstmals verfilmt: Neben Tony Curtis, der DeSalvo verkörperte und sogar für einen Golden Globe nominiert wurde, spielten auch Henry Fonda und George Kennedy in Der Frauenmörder von Boston mit. Doch dieser Film muss sich dahinter keineswegs verstecken. Ganz im Gegenteil. David Faustino, der als Bud Bundy in der Kult-Comedyreihe Eine schrecklich nette Familie brillierte, gibt hier einen eindrucksvollen, wahnsinnigen Killer, der nach immer weiteren Opfern dürstet. Eine geschundene Seele, die zum Serienmörder mutiert: In einem gewalttätigen Elternhaus aufgewachsen, begeht DeSalvo schon in jungen Jahren eine Reihe von kleineren Verbrechen, sitzt im Knast wegen eines Einbruchs und hat bereits die ersten sexuellen Belästigungen auf dem Buckel. Doch der Gefängnisaufenthalt trägt nicht zu seiner Mäßigung bei. In ihm brodelt es wie ein Vulkan. Gleich nach seiner Entlassung begeht er 1962 seinen ersten Mord an der 55-jährigen Anna Slessers (Linda DeMetrick). In den folgenden zwei Jahren müssen mindestens weiter zwölf Frauen, alle alleinstehend, dran glauben. Er schlägt am helllichten Tage zu, hinterlässt keine Spuren, dafür aber brutal erdrosselte Frauenleichen. Und obwohl sein Hirn nicht richtig tickt, ist er doch zu clever, die Polizei tappt im Dunkeln, während er – der Boston Strangler - umher streicht und weitere Opfer sucht. Die Zahl der ermordeten Frauen steigt uns steigt, und die ehrgeizige Staatsanwaltschaft würde nur zu gerne irgendeinen Verdächtigen präsentieren. Bis ein labiler Sexualstraftäter aus dem Knast heraus ein Geständnis ablegt. Detective Marsden (Andrew Divoff, Wishmaster 1 und 2) glaubt aber nicht so recht, dass dies der wahre Täter ist. Er stellt zum Ärger der Vorgesetzten weitere Nachforschungen an. Wird er den wahren Täter überführen?
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