hier mal die einzeltrackbewertung beim ersten hören, danach meine meinung:
01 Intro - ganz cool, nichts besonderes, aber gefällt mir eigentlich
02 The Siren's Song - Übergang passt irgendwie gar nicht so gut, auch wenn das Lied an sich ganz cool ist. die typischen breakdowns und riffs drin, PWD halt. dennoch nicht der erhoffte opener-reißer den ich mir gewünscht hätte(ala "Gimme a D"). außerdem muss ich anmerken dass sich winston's vocals geändert haben. es klingt an manchen stellen nicht mehr wie früher als würde er normal shouten, sondern als würde er normal shouten aber seine stimme wäre tiefer gestimmt worden oder mehrmals übereinander gelegt worden. sehr schade, so geht einiges an flair verloren, bzw man muss sich sicherlich erstmal daran gewöhnen.
03 Feed them to the Pigs - nicht schlecht, aber wieder etwas seelenlos. die breakdowns wirken etwas aufgesetzt, sind aber wieder PWD-pur. leider auch sehr kurz der track. na mal weiterhören, noch gebe ich die hoffnung nicht auf.
04 Carrion - na da ist doch die innovation die ich mir gewünscht habe. etwas ruhigerer track, mehr melodie und effekte(fades) - super. so kann es doch weitergehen jungs. auch endlich mal wieder das drumming etwas besser in den vordergrund gerückt als bei den vorherigen beiden tracks - gut so.
05 Five Months - cooler riff, nimmt gleich mit. auch das drumming stimmt, so langsam scheinen sie sich eingespielt zu haben! ;) ich bemerke das erste _wahre_ mitnicken beim neuen album =) man variiert zusätzlich auch endlich mal schön den speed, es kommt zum einsatz von PWD typischen gesprochenen stellen, fades und ein tolles solo - bisher klar der beste track. sehr geil. five months - thumbs up.
06 Boneyards - der härteste Track bisher, jetzt soll er kommen, der "rausschmeißér"^^ die blastbeats am anfang klingen erst etwas aufgesetzt, dann aber cool. der breakdown ist der erste des albums der einen RICHTIG mitnimmt, stark. mittlerweile hat man sich auch an die tiefer gestimmten vocals halbwegs gewöhnt(auch wenn es schade um die alten ist) und man "erträgt" sie. so langsam kommt auch richtiger groove auf. man merkt ihnen die spielfreude wirklich an. oha, böser moshpart kurz nach hälfte des tracks, das könnte die erste möglichkeit sein live eine "PWD-wall of death" zu etablieren(was man ja bei den alten tracks nicht getan hat) ;) dazu noch ein krasser breakdown gegen liedende - stark.
07 Idols and Anchors - geil, wirklich. mittlerweile kommt richtiges PWD-flair aus alten tagen auf! die riffs sind stark und exakt das, für was PWD stehen! endgeile stelle in der mitte des tracks die man meint schonmal gehört zu haben - dennoch super. dazu noch gespickt mit einem PWD-solo der oberklasse das in einem stimmigen schluss mündet - ich danke euch jungs, ihr seid zurück.
08 Moments of Oblivion - sehr kurzer song den man sicherlich mehrmals hören muss um ihn perfekt beurteilen zu können(wie natürlich das ganze album --> man sollte alles mehrmals hören. das hier ist auch nur eine vorab-meinung aufs erste hören ;) ), dient wahrscheinlich nur als bindegleid zum nächsten brecher.
09 Breaking Point - ^^, da hatte ich wohl recht. "breaking point" zieht in sachen tempo ganz schön an und beginnt mit endschnellem riffing und einem fast schon powermetal-anmutenden solo. es folgt ein breakdown wie er nur von PWD kommen könnte, auf den ein erneuter breakdown folgt. krass, sowas habe ich auch selten gehört. nun gut - PWD eben ;) der song geht im midtempo weiter und verliert nun etwas an dynamik, findet aber mit einem weiteren solo wieder den anschluss ans start-motiv und führt zu einem sehr brachialen ende, wohl dem besten auf dem ganzen album. die letzten 35 sekunden sind wohl eine der stärksten der PWD-geschichte, wenn ich das mal so sagen darf.
10 Dead Man's Chest - mal ein ganz anderer sound von PWD. sehr slow geht es in den track und fast durchgehende sehr tiefe growls anstatt der üblichen "mid-tiefen". okay, nach einer minute dreht man auch wieder auf und bringt die normalen vocs gepaart mit sprechgesang. tja, und was wäre ein richtiger PWD-song ohne wenigstens einen breakdown? daher: MOSH GUYS, mosh. auch der schluss des tracks ist wieder sehr slow, mal ein anderes bild von PWD meiner meinung nach, dennoch nicht schlecht.
11 Frostbite - gibt nicht soo viel zu dem song zu sagen - cool, catchy, geile riffs, schöner breakdown, einfach PWD. leider etwas kurz und mit, naja sagen wir, mäßigem schluss. setzt sich auch nicht so sehr in die gehörgänge fest wie 05/06/07.
12 Horizons - akustik-gitarrenklänge leiten den letzten track und damit auch den titeltrack des albums ein - horizons. er beginnt im midtempo und explodiert nach 1:20min was ihm auch sehr gut tut. schöner breakdown zwischendurch und weiter gehts. jawoll. sehr sehr cooler breakdown bei hälfte des tracks der direkt in eine sehr melodische, leicht melancholische stelle übergeht. gut gemacht, gefällt auch, wenn auch etwas slow gehalten. es folgen sehr sehr starke gitarren, genau das was ich gehofft hatte. so muss PWD klingen. absolute spitze die letzte minute. erinnert mich an "elegy"(das letzte lied von AILD auf "frail words collapse) oder an "redemption"(dem letzten track von august burns red's neuem album "messengers").
Fazit:
Alles in Allem ist es schon eine Art Weiterentwicklung - eine Weiterentwicklung die sie "erwachsener" erscheinen lässt. die vocals sind noch böser und es wird mehr tief gegrowlt, es gibt kaum noch cleane einschübe und die Zitat-Flut alter Tage vermisst man auch etwas schmerzlich("So cry me a fuckin' river - BITCH", "Yippie ya yeah motherfucker." etc), aber dennoch bleiben die starken breakdowns und die PWD-typischen riffs, allgemein das gesamte Gittarrenspiel der super combo ling/kilpatrick erhalten. das PWD-"gesamtflair" bleibt also erhalten, wenn auch etwas gedämmt. ich denke man möchte sich mit diesem album von den übermäßig vielen jungen PWD-hörenden damen bzw der allgemein etwas sehr "jugendlich-geprägten" PWD-hörerschaft abwenden und mit dem album auch ältere, reifere hörer für sich gewinnen. ob dies gelingt kann ich nicht versprechen, aber ich denke schon. denn auch wenn PWD ein kleines bisschen ihres charmes eingebüßt haben, gewinnen sie um so mehr an reife - und das trotz ihrer entscheidung dem metalcore-genre voll und ganz treu zu bleiben(was ich nur gutheißen kann). allzu viele bands gehen meienr meinung nach in den heutigen tagen vom metalcore weg(hsb/neaera teils zum death, cataract und jüngst AILD teils zum thrash, usw), wobei Parkway Drive ihrem Ur-Genre die Treue halten, was ich wie gesagt sehr bewundere und auch schätze. Alles in Allem vergebe ich 4 Sterne, weil das Album zwar wirklich gut und erwachsen ist, aber etwas weniger Charme der alten Tage hat und die Tracks dann doch nicht ganz an das Hitpotential eines starken "Killing with a smile"-Songs herankommen. Dennoch lohnt sich der Kauf natürlich sowohl für Fans als auch für Quereinsteiger oder Neulinge :)
Ich hoffe meine frühe Rezension war etwas hilfreich beim Kauf oder der Bewertung des Albums, vielleicht ändere ich meine meinung über den ein oder anderen Song auch noch, dann schreibe ich höchstwahrscheinlich aber eine neue Rezension ;)
MfG
Anspieltipps: auf jeden Fall --> "Five Months"(05), "Idols and Anchors"(07), dann als Rausschmeißer wohl "Boneyards"(06) (für mich klar die drei besten Tracks, heben sich auch ein Stück von der Platte ab)