Klappentext
Das satirische Hoppla, wir leben ist ein Chanson Walter Mehrings entnommen. Was Toller erstrebte, war nicht weniger als ein Drama über die verratene deutsche Revolution und die aus ihr entstandene Weimarer Republik. Die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Erwin Piscator machte aus der Primäre 1927 eine große politische Revue.
Über den Autor
Ernst Toller, 1. 12. 1893 Samotschin bei Bromberg (Posen) - 22. 5. 1939 New York.
Der Sohn eines jüdischen Kaufmanns begann im Februar 1914 mit dem Jurastudium an der Ausländeruniversität Grenoble, kehrte dann bei Kriegsbeginn über die Schweiz nach Deutschland zurück und meldete sich freiwillig. In München beteiligte er sich an der Antikriegsbewegung und als Mitglied der USPD an der bayerischen Revolution und der Räteregierung. Nach der Ermordung Kurt Eisners 1919 wurde er Vorsitzender des Zentralrats und Abschnittskommandeur der Roten Garde bei Dachau. Nach dem Scheitern der Revolution wurde T. verhaftet und wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt.
1933 emigrierte er und gelangte über die Schweiz, Frankreich und England schließlich in die USA. Im Exil gründete er eine Hilfsaktion für die span. Zivilbevölkerung. Kurz nach dem Sieg Francos erhängte sich Toller in seinem New Yorker Hotelzimmer. Während seiner Haftzeit entwickelte sich Toller mit Stücken, die die Problematik revolutionären Handelns reflektieren, zu einem der bedeutendsten Dramatiker der Weimarer Republik.