Auf Keane wurde ich im vergangenen Jahr als Tour-Support von Starsailor aufmerksam - und habe mich gleich in diese wunderschöne, herzergreifende Musik verliebt.
Die sensationelle Stimme von Sänger Tom Chaplin, wird nur von Piano und Drums begleitet - keine Gitarre - aber die vermisst man wirklich keine Sekunde lang.
Die einfachen, klar gegliederten Kompositionen, geschrieben von Pianist Time Rice-Oakley sind schnörkellos, gehen sofort ins Ohr und betören die Seele.
Refrains der Extraklasse, Texte mit denen sich jeder identifizieren kann.
Die Band spielt bereits seit etlichen Jahren zusammen und man kann das auf Album und Bühne deutlich spüren.
Keane sind absolute Profis - "Hopes and Fears" ein sorgsam zusammengestelltes Album für die Ewigkeit.
Nicht einen einzigen Ausfall gibt es unter den 11 Titeln, dafür 6,7 lupenreine Singlehits, die in einer gerechten Welt allesamt die Pole-Position der Charts dieser Welt einnehmen würden.
Neben den bekannten Singles "Somewhere only we know", die erfreulicherweise auch das deutsche Radio im Stum erobert hat, "This is the last Time" und "Everybody's changing" sind auch "Can't stop now", "Bedshaped" und "Beds and breaks" absolute Knüller, mit etwas schnellerer Gangart.
Die britische Musikpresse hat Keane schon Anfang des Jahres als DEN Newcomer 2004 gefeiert - und zwar vollkommen zurecht.
Vorbilder oder Parallelen? Ja, man kann Coldplay nennen, Travis vielleicht oder auch Starsailor.
Aber ich gehe soweit zu sagen, dass diese Band sogar besser ist, als alle Genannten und "Hopes and Fears" ein Meilenstein werden wird, den Keane nur mit Mühe jemals toppen können.
Für mich schon jetzt unumstößlich das Album des Jahres und eine Wachablösung im Bereich des melancholischen, emotionalen Pop.
Unbedingt kaufen - und diese sympathischen Ausnahmetalente live ansehen, wenn die nächsten Termine anstehen!