"Glory Hope Mountain" ist seit langem das Beste, was ich als Musikliebhaber gehört habe. Diese kanadische Band schafft es, intelligente Texte mit einer ungeheuren und dynamischen Klangvielfalt zu verbinden, wie sehr wenige andere.
Das Album ist benannt nach Sänger Rolf Klauseners in Honduras geborenen Mutter Gloria Esperanza Montoya ("Glory Hope Mountain") und handelt von ihrem Leben. Man bekommt sehr schnell Fernweh beim Hören. Die Musik kann man wohl als "Indie-Folk" bezeichnen.
Natürlich reicht meine Eloquenz bei weitem nicht aus, um einen akkuraten Klangeindruck darzulegen, trotzdem versuche ich es:
Geleitet von zum Teil wilden Percussions werden tolle Akustikgitarren-Riffs aus dem Ärmel geschüttelt, bis zu einem furiosen Finale, woraufhin es wieder ganz ruhig weitergeht. Das Ganze wird nie eingängig oder langweilig. Die Lieder sind aber auch keineswegs unzugänglich oder zu kompliziert zum einfach nur schön sein.
Bei den bittersüßen Texten geht einem das Herz auf. Sie sind auf eine romantische Weise sehr naturverbunden, trotzdem intelligent und kryptisch, sowie auch die Melodien.
Achtung: Wegen der hohen Dynamik und der vielschichtigen Percussions sollten Sie die Platte (zumindest das erste Mal) unbedingt LAUT auf einer guten Anlage hören, damit Gänsehaut garantiert ist.
Meine Anspieltipps sind der Hit "Crooked Legs" und das explosive "Low Gravity".