Dieses Album erschien bereits 1975, in der musikalisch vielleicht erfolgreichsten Phase von Barclay James Harvest (BJH). Dementsprechend spiegelt die CD den typischen Sound der 70er Jahre, allerdings nie ganz dem Mainstream der damaligen Zeit angepaßt, sondern in der für BJH so typischen und hochgeschätzten eigenständigen Verwandlung. Allerdings läßt sich kaum überhören, wie sehr die damals noch vierköpfige Band die Beatles zum Vorbild hatte. Das gilt besonders für die mehrstimmigen Gesangspassagen wie auch für einige Texte oder Fragmente, die sich an Beatlessongs orientieren - explizit im 3. Song "Titles", einer Hommage an mehrere Hits der Beatles.
Die Texte dieses Albums sind (noch) sehr ideenreich und poetisch. Sie haben zum Teil klare Aussagen, ohne platt zu wirken. Sie erzählen aus dem Leben, fragen nach Sinn, handeln von Liebe.
Die Stücke sind sehr abwechslungsreich und bestehen zum Teil selbst aus mehreren Parts, so daß eine Vielfalt von Stilen, Rhythmen und Klangatmosphären auf der CD enthalten ist. Alle Stücke sind sehr melodisch, gesanglich, harmonisch, gefällig, aber nie langweilig. Es wechseln ruhigere und lebhaftere Stücke ab. Mit den Effekten der damaligen Zeit wird nicht gespart: E-Gitarren, erklingen mit Flanger, Phaser, Overdrive, Pitch-Shifter, und die damals modernen Synthesizersounds mit Delay-Effekt und anderen tun ihr Übriges. Das vor 20 Jahren ausgeschiedene Bandmitglied W. Wolstenholme bringt einen ganz eigenen, an Kirchenmusik erinnernden Einfluß in das Album ein, am stärksten hörbar im 5. Stück "Beyond The Grave", das auch von einem Chor begleitet wird. Er spielt auch die so typische Hammondorgel, teils wie eine Kirchenorgel, teils rauh aufkreischend mit rotierendem Lautsprecher (Lesley-Effekt).
Ein sehr gelungenes Album, vielleicht sogar das beste von BJH.