Es war sicherlich nicht der beste Roman der Honar Harrington-Reihe, soviel ist wohl jedem klar. Weber kann das besser, und muss das auch wieder besser machen, wenn er Leute bei der Stang halten möchte. Dennoch hat mich das Buch in einer gewissen Weise fasziniert, wie selten.
von den knapp 500 Seiten, sind 300 wohl wirklich sehr langatmig und nur schwer zu lesen. Es ist einfach zu Langatmig und zu dröge. Auch hab ich immer noch nicht begriffen, warum in SciFi-Romanen bei David Weber alle Leute Namen haben müssen, die a) kein Mensch aussprechen kann und b) man die Eltern am liebsten zu Verantwortung ziehen möchte. Wo sind nur die "Jim Kirks" hingekmmen. Schade eigentlich...
Inhaltlich ist das ganze ein gewaltiger Aufgalopp zu größerem. Jeder (außer haven, die ja jetzt zu klump verarbeitet wurden), darf seine Welt bzw. Universumspolitische Sicht präsentieren, seine truppen in Stellung bringen und kurz bevor es kracht, blenden wir mit einem unverschämten Cliffhanger ab.
Rückblickend ist mir durch deses Konzept durchaus der Ursrpung der Langwierigkeit klar, und für mich soar vertretbar. Wir wissen jetzt wirklich alle, wer welche Position hat. Bis ins kleinste Detail. Da sind die "Sollys", mit ihrem gewohnten "Viel hilft viel", die kleinen "evil Masterminds", die eine "ultragemeine Weltuntergangsmanschiene haben" und die guten Mantys, die mal wieder mit "zu viel bällen auf einmal jonglieren müssen". Alles in allem ist es eine sehr gute Präsentation der Ausgangslage, die uns zwar allen schon vor den letzten Romanen bewusst war, aber jetzt eben noch einmal vorgeführt wurde.
und eben auf dem Höhepunkt endet dieser Teaser-Roman, und ich hoffe wirklich inständig, dass e nur eine Einleitung war, in eine recht interessante Dreieckskonstellation, die doch hoffentlich schön explodiert und Spaß macht. Es ist zumindest alles in Stellung gebracht.
Was ich vermisst hab, ist dass Weber uns wenigstens nicht die geringe Befriedung zuteil werden lässt, dass überhaupt ein Strang endet. Das man wenigstens in einer Hinsicht, das Gefühl hat, der Roman ist zu Ende. So wird man in der Mitte mit allem alleine gelassen, was am Ende eine gewisse Unbefriedungung zurück lässt.