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Honkytonk Man (1982) (Region 2) [Skandinavische Fassung mit deutscher Sprache]

 Nicht geprüft   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Sprache: Englisch
  • Untertitel: Englisch, Deutsch
  • Region: Region 2
  • Anzahl Disks: 1
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0046EOPQ6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 84.926 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rührend , traurig, aber auch witzig 3. Juni 2007
Format:DVD
Clint Eastwood in einer ungewohnten Rolle als todkranker Countrysänger.Der Film ist dramaturgisch exzellent, einfach berührend erzählt.Als Fan von Eastwood muss man ihn sowieso kennen, aber auch jedem anderen Cineasten möchte ich HONKY TONK MAN empfehlen.Trauriger Höhepunkt des Films ist die Szene, in der der von Eastwood verkörperte Sänger mit letzter Kraft ins Aufnahmestudio geht und seine letzten Lieder vorsingt, nur um kurze Zeit später seinen Durchbruch nicht mehr miterleben zu können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Holy shit, I'm going to Nashville!" 16. Februar 2008
Von Hugo Humpelbein TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Mensch, an dem Clint Eastwood ist ja ein Sänger verloren gegangen! Richtig gut singt er die herrlichen Titel "Honkytonk Man" und "When I Sing About You".
Als Filmneffe mit von der Partie ist Eastwoods Sohn Kyle, aus dem wirklich ein Musiker geworden ist, der sogar CDs veröffentlicht. Vor der Kamera glänzt Charmebolzen Clint als erfolgloser Countrysänger, der seinen heranwachsenden Neffen auf die Reise seines Lebens mitnimmt. Hinter der Kamera überzeugt Eastwood ebenfalls - als Regisseur eines musikalischen Roadmovies mit Seele, das in 118 min Laufzeit nur in der Mitte mal ein paar Längen aufweist.
Mageres Zusatzmaterial auf der DVD: 1 Kinotrailer.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Eine etwas heruntergekommene Farm in der US-Provinz. In gedeckten Brauntönen, die schon die wehmütige Schönheit dieses Filmes vorwegnehmen, sehen wir einen aufkommenden Sturm. Oftmals begannen (ältere) Eastwood-Filme damit, dass ein Fremder in einen Mikrokosmos eindrang, mit der Ur-Gewalt der Natur, manchmal gar aus dem Jenseits, um "aufzuräumen". "Honkytonk Man" erinnert im Aufbau der Eröffnungsszene ein bißchen daran - um dann aber radikal mit diesem Bild zu brechen. Aus dem Staub schält sich kein Reiter heraus, sondern ein ungewöhnlich schickes Auto, es schlingert, fährt Teile der Farm zu Bruch, und heraus kippt der kaputte, besoffene Country-Sänger Red Stovall (Eastwood), dessen Verwandte hier leben.

Wir befinden uns in den USA der 1930er Jahre zur Zeit der Wirtschaftskrise. Das Land ist (auch wörtlich) ausgetrocknet, das Projekt "Farm" gescheitert - wie ein paar Jahrzehnte zuvor zieht es die Menschen nach Kalifornien und haben sie kaum Geld, um dorthin zu kommen. Nur Red, der durch Tingeltangel in Provinzkneipen mehr schlecht als recht lebt, soll eine Chance bekommen: Er ist eingeladen zum Vorsingen in der "Grand Ole Opry" in Nashville, einer echten Institution in der Country&Western-Szene. Doch auch hierfür muss erst einmal das nötige Kleingeld vorhanden sein.

Schließlich macht sich eine bunte Truppe auf den Weg, wieder einmal eine von Eastwoods Ersatzfamilien liebenswerter Außenseiter, die es schon in "Bronco Billy" und "Der Texaner" gab. Red reist mit seinem vierzehnjährigen Neffen Whit (Kyle Eastwood) und dessen Großvater, später gesellt sich die ca. sechzehnjährige Marlene hinzu. Der Film führt diese Truppe mitten ins Herz Amerikas. Es ist kein hochkomplexer Film, aber in seiner schnörkellosen Erzählung über einfache Dinge und einfache Menschen hat er eine elementare Kraft, die alles auf das Wesentliche reduziert. "Während ich ihn anschaute, bekam ich ein zärtliches Gefühl für Amerika", sagte Norman Mailer. Mit Recht, und Eastwood, dessen Filme nicht selten typisch amerikanische Themen behandeln, hat hier vielleicht seinen amerikanischsten Film gedreht. Die Landschaften, die Kleinstädte, die Country Music, all das sind Elemente, so uramerikanisch wie der American Dream, um den es hier jede Sekunde geht. Dieser Traum ist so zeitlos, dass er drei Generationen verbindet (und am Ende wird noch zudem auf eine Schwangerschaft Marlenes hingewiesen). Enkel Whit möchte vom Großvater wissen, "wie es war", damals im "wilden Westen", bei der "Landnahme" von den "Indianern". Auch wenn diese Begriffe etwas ungute Gefühle wecken - der Großvater wird darauf hinweisen, dass sich seine Träume nicht erfüllt haben. Ja, das eigene Stück Land im Garten Eden zu bestellen, das sei ein Traum gewesen, aber (...siehe Titelzeile). Wir sehen einen Film, in dem der Amerikanische Traum zwar noch präsent ist (und in dem Eastwood keinen Zweifel lässt, dass ihn zu träumen sich lohnt), aber in das Bild schleichen sich bereits Risse ein, so wie in die ausgedörrte Erde. Zwar spielt alles in einem verklärten ländlichen Amerika, in dem man noch in Wildwestmanier aus dem Knast ausbrechen, Sheriffs bestechen, als Kind Auto fahren und liebevoll im Puff entjungfert werden kann sowie sich keine Gedanken um Aids machen muss, wenn man mal jemanden "aufgabelt". Aber es gibt eben auch die geplatzten Träume des Großvaters, die völlig verschwundenen Indianer und die an den Rand gedrängten Farbigen, ferner die schmierigen Geldhaie, die betrügen und das junge Mädchen Marlene wie Vieh behandeln. Der Film führt an schöne Orte, aber wenn man tief in etwas eindringt, ins innerste Herz, dann kann dies auch ein dunkler Ort sein. Nicht nur in den schummrigen Kneipen zeigt sich Eastwoods Vorliebe für dunkle Fotografie und Gesichter, von denen sich nur ein Teil aus dem Schatten herausschälen kann - eigentlich erst ein Markenzeichen des späteren Eastwood. Doch schon dieser Film ist in Licht, Ton und Rhythmus von einer tiefen Melancholie, die die Kritiker 1982 nicht erwarteten und die Fans nicht wollten - leider!

Und nun die Warnung, im nächsten Absatz werde ich den Ausgang der Geschichte verraten...

...denn man kann über diesen Film ansonsten nicht angemessen schreiben. Das tragische Ende deutet sich ausgerechnet in einer Szene an, die verhaltene Komik in sich trägt. Marlene ist eigentlich ein naives Mädchen, das mit ihrer penetranten Art, sich der Gruppe aufzudrängen, Red gehörig auf die Nerven geht. Doch der Regisseur Eastwood nimmt sie sehr ernst und behandelt sie nicht nur als Sidekick, wenngleich es einen Moment lang so scheint: Auch Marlene möchte in Nashville Sängerin werden, und als sie eine Kostprobe von "My Bonnie Is Over The Ocean" gibt, ist das jämmerlich schlecht. Aber auch dies ist der Amerikanische Traum, Marlene ist eine Art Ed Wood des Country Songs, ignorant gegenüber ihren musikalischen Grenzen und in festem Glauben an sich selbst und ihr Talent. Nein, wir können höchstens ein bißchen lachen über diesen Act. Red, dem eigentlich schon die Ohren wehtun müssten, hält tapfer aus und möchte dieses Mädchen nicht brüskieren. Doch dann wird sie die weise Närrin, der allwissende White Trash, die Prophetin der Kleinen Leute: "My Bonnie Has Tuberculosis", singt sie, und erst da schnappt Red ihr wütend die Gitarre weg. Vordergründig, weil sie so erbärmlich singt und sich immer mehr hineinsteigert. Doch in Wirklichkeit, weil sie Recht hat. Red ist todkrank - und er wird am Ende sterben. Nicht, ohne mit letzter Kraft ein paar Platten aufgenommen zu haben und durch sie weiterleben zu können. Er hätte sich eigentlich schonen und in ein Sanatorium gehen sollen. Aber wenn er in einer für die Dreißiger erstaunlich modernen Horrorvision seine Vorstellung der Apparatemedizin beschreibt, und dass er lieber sterben als so leben wolle - dann weckt das Assoziationen zu einem viel jüngeren Eastwood-Film, bei dem die Zeit reif war, dass so etwas nicht verschmäht, sondern mit Oscars geehrt wurde: "Million Dollar Baby" (2004), in dem eine junge Frau genau das nicht mehr kann, sterben, und in dem Eastwoods Charakter diese Frau - für ihn mittlerweise eine zärtlich geliebte Ersatztochter - für immer von der Apparatemedizin erlösen wird. Vielleicht nicht ganz zufällig gehören "Million Dollar Baby" und "Honkytonk Man" zu den eher wenigen Filmen Eastwoods, die massives Tränen-Potenzial haben. Ein Mensch und sein Traum, auch wenn es das Leben kostet... Man muss schon sehr hartgesotten sein, um von den Gefühlen des jungen Whit nicht tief gerührt zu sein, dem Red ein Ersatz-Vater ist und der viel zu früh für ihn Verantwortung übernehmen musste. Von intimer, aber nicht kitschiger Innigkeit ist auch die Beerdigungsszene: Whit spielt - noch fehlerhaft - auf Reds Gitarre "Swing Low, Sweet Chariot", er und Marlene singen, die Kamera rückt auffällig einen Farbigen ins Bild (der Totengräber? ein Friedhofsgärtner?), der mitzusingen beginnt. Auch er darf seinen Traum träumen. Die beiden Teenager werden versuchen, sich allein nach Kalifornien durchzuschlagen. Ganz allein? Am Ende hält sich Marlene den Bauch und klagt, dass ihr schon seit ein paar Tagen übel sei: "Es sind wohl die Nerven." Wir wissen es besser. Red wird nicht nur durch seine Musik in Marlene weiterleben. Marlene hatte also doch Recht, dass zwischen ihr und Red eine schicksalhafte Verbindung besteht, wie sie in ihrer etwas spinnert wirkenden Art öfter einmal gesagt hatte. Blindheit gibt es nie bei Eastwood, aber Hoffnung auch noch in Momenten des Abschieds und des Verlassen-Seins. Ein im positiven Sinne herzzerreißender Film. Vielleicht verdienen andere Eastwoods mehr Bewunderung. Dieser hier hat meine Liebe.
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