Da ist es also, das (zumindest für mich) langerwartete Solo-Album des coolsten Schnautzträgers im Rock. Und wie ist es denn nun?
Erstaunlich gut um ehrlich zu sein. Als ich die erste Single-Auskopplung des Boots Electric Themes hörte, war ich noch nicht so begeistert, allerdings muss ich sagen, dass das Album als Ganzes durchaus zu gefallen weiss.
Auch wenn, nicht wie bei EoDM die Gitarren den Ton angeben, hat es der Devil trotzdem geschafft den EoDM-Charme und natürlich die Sexyness ;-) mit den Synthies einzufangen. Gewürtz natürlich mit der üblichen Prise Selbstdarstellung und Ironie. Man merkt auf der Platte auch wieviel die EoDM eigentlich von Jesse leben. Es sind sehr viele Paralelen zwischen Boots und EoDM-Tracks zu ziehen, wobei man sagen muss, dass die Boots Platte eine etwas seichtere Gangart vorlegt. Mal abgesehen von Complexitiy, was wirklich ein schöner Opener ist und ordentlich Tempo vorlegt, geht es dann während den restlichen Songs eher gemächlich zu. Alles in allem hat das Album sicher seine Höhen (Complexity, Dreams Tonight, Oh Girl) und seine Tiefen (Was bitte war im Spiel als Trippy Blob entsand???) grundsätzlich sind es aber durchaus solide Songs.
Ob es nun die eingefleischten EoDM-Fans vorbehaltslos anspricht, wage ich zu bezweifeln. Ich als solcher, welche die Eagles auch schon diverse Male Live gesehen hat, finde diesen Ausflug aber eigentlich ganz lustig und ziemlich gelungen. Wie bereits erwähnt finden sich viele EoDM-Elemente in den Songs und daher überbrückt das die Zeit bis zum nächsten EoDM-Album für mich ganz gut.
Von einem grossen Wurf kann sicher nicht gesprochen werden, aber die Platte weiss durchaus zu unterhalten. Probehören schadet sicher nicht.