Wir haben 5 Rondostaten in unserer Wohnung verteilt installiert und bisher (ein Monat) tun sie ihren Dienst sehr zuverlässig (wie es über längeren Zeitraum ist, wird man erst noch sehen - aber wenn alles so weiter funktioniert, ist es toll).
Die Installation lief komplett problemlos ab. Einfach das alte Teil (Danfoss) zum Drehen entfernt, Adapter-Ring drauf und den Rondostaten drauf gedreht, fertig. Schnell eine angepasste Programmierung für die ganze Woche vorgenommen (5 Minuten) und schon konnte das Gerät angebracht werden und sein Werk beginnen. Sehr schön dabei: Man kann es einfach zum Programmieren entfernen und nachher wieder anbringen.
Aber hier kam dann der erste kleine Nachteil: Die Möglichkeit, nur eine Heiztemperatur und eine Absenktemperatur eingeben zu können, schränkt schon ein wenig ein - aber für unsere Verhältnisse nicht dramatisch. Der einzige Raum, den ich gerne mit multiplen Temperaturen geheizt hätte, wäre das Bad.
Anschließend kam die nächste Erkenntnis: Die eingestellte Temperatur entsprach in keinem der Räume den tatsächlich herrschenden Temperaturen. Sie waren immer zu hoch! Der Grund ist, dass sich bei uns sämtliche Heizungen an Wänden befinden, wo sich Haus-Aussenwände befinden. Die Temperatur ist dort immer ein wenig niedriger, als in der Mitte des Raumes. Ein wenig Recherche im Netz ergab, dass frühere Versionen des HR-20 die Möglichkeit besaßen, extra für diesen Fall einen Korrekturwert zu programmieren - die heute eingesetzte Firmware (2.04) hat diese Möglichkeit aber nicht mehr. Sehr schade. Aber mittels einer inoffiziellen Liste kann man zusätzliche Informationen des Rondostaten abrufen.
Drückt man die PROG-Taste 20 Sekunden lang, gelangt man in ein Menü, welches in der Anleitung nicht behandelt wird. Zuerst blinkt dort die Anzeige "1.00", die aber nur für die Sommer- und Winterzeitumstellung ist. Drückt man nochmals kurz die PROG-Taste, springt man zum nächsten Menüpunkt "2.00". Hier kann man mittels des Drehrades mit der Position "2.01" festlegen, dass das Display ständig anzeigt, wie weit ungefähr prozentual das Ventil geöffnet ist (ein grob geschätzter Wert, da jedes Heizungsventil hier anders empfindlich reagiert. Unsere Heizungen werden erst leicht warm, wenn die Anzeige anzeigt, dass das Ventil zu etwa 35% geöffnet ist). Sehr schön, um sehen zu können, wie das Gerät regelt.
Mit der Einstellung "2.02" zeigt das Display ständig die aktuell gemessene Temperatur an. Diese Einstellung habe ich dazu verwendet, um herauszufinden, inwieweit sich die von dem Rondostaten gemessene Temperatur von der tatsächlichen Raumtemperatur, gemessen ungefähr in Raummitte auf Brusthöhe, unterscheidet. Hieraus ergab sich, dass ich beispielsweise den Rondostaten im Wohnzimmer eher auf 18.5°C einstellen muss, um auf eine angenehme Temperatur von ungefähr 20°C zu kommen. Das gleiche Spiel habe ich mit jedem anderen Raum auch gemacht. Der Temperaturunterschied beträgt bei uns zwischen 1.0°C und 1.5°C. Um die Werte nicht immer im Kopf behalten zu müssen, habe ich mir einfach kleine Aufkleber an die Rondostaten geklebt, mit einer entsprechenden Zahl, die ich immer von der gewünschten Temperatur abziehe, wenn ich den Rondostaten einstelle.
Dere letzte Menüpunkt "3.00" ist für die Fenster-Offen-Erkennung. Wechselt man diese Einstellung auf "3.01", ist der Sensitiv-Modus aktiviert und das Gerät ist um einiges empfindlicher, was starke Temperaturabfälle in Folge von geöffneten Fenstern angeht. Bei uns musste ich diesen Modus aktivieren, damit der Rondostat zuverlässig erkennt, dass gelüftet wird.
Hat man den Rondostaten erstmal genau auf den Raum eingestellt, ist es wirklich super. Früher musste ich alle Nase lang durch die Wohnung rennen und die Heizungen justieren, um nicht zu viel oder zu wenig zu heizen (besonders im Kinderzimmer), da, je nachdem, wieviel die Heizung bei uns im Haus (ca. 15 Parteien) verwendet wird, sie mehr oder weniger warm wird, bei gleichen Ventilpositionen. Dieses kleine Gerät macht dies alles schön automatisch. Wundervoll!