Bei meiner Suche nach einem Turmventilator sind nach kurzer Recherche noch zwei Kandidaten übrig geblieben: Der
ROWENTA VU 6020 Ventilator und der hier gezeigte Honeywell-Turm. Ich habe dann beide Geräte live ausprobiert. Um eines gleich vorwegzunehmen: Der Honeywell hat mich mehr überzeugt, doch vor Ort hatte er sich auch noch höflich benommen und keine Zicken gemacht (siehe unten). Nun jedoch zuerst zu den Gemeinsamkeiten.
Der Funktionsumfang ist bei beiden Ventilatoren im wesentlichen gleich:
- 3-STUFEN-GEBLÄSE (40 Watt), wobei die höchste Stufe auch noch für eine Brise in rund 5m Entfernung reicht. Ich sitze an meinem Schreibtisch ca. 3m vom Ventilator weg und bin mit Stufe 1 beim Honeywell zufrieden.
- ROTATION, wobei der Winkel des Honeywell sehr ordentliche 110° beträgt. Es dreht sich übrigens nicht etwa das Gehäuse, sondern die Säule im Turm.
- NATÜRLICHE BRISE, d.h. der Ventilator verändert automatisch seine Windintensität. Beim Rowenta offenbar alle 80 Sekunden, beim Honeywell hingegen stetig zwischen Stillstand und der maximal eingestellten Stufe.
- SCHLAFMODUS, d.h. der Wind wird zunehmend schwächer bis zum Stillstand.
- TIMER, mit dem man die Laufzeit begrenzen kann (Honeywell: 0,5-4 Std. / Rowenta: 1-8 Std.).
Nun im einzelnen die Vorteile des Honeywell:
- FUNKTIONALITÄT: Er ist noch mal gut 10cm höher als der Rowenta, insgesamt einen runden Meter. Das war mir wichtig, weil ich beim Sitzen am Schreibtisch auf jeden Fall über den ganzen Oberkörper ausreichend mit Luft angeströmt werden möchte. Das klappt mit dem Honeywell ganz wunderbar.
- AUSSEHEN: Er ist mindestens eine Klasse schicker und edler als der Rowenta, dessen silberner Kunststoff in meinen Augen doch etwas arg kostenbewußt daherkommt. Ganz anders der Honeywell: Hochwertig wirkende dunkle Kunststoffe und tolle Seitenleisten aus mattgrauem Aluminium.
- BEQUEMLICHKEIT: Der Honeywell kommt im Gegensatz zum Rowenta mit einer kleinen Fernbedienung für alle Funktionen (inkl. Batterien), die sich bei Bedarf im Turm selbst in einem kleinen Fach auf der Rückseite verstecken läßt.
Warum dann nur drei Sterne? Hier das dicke Minus:
- GERÄUSCHE: Mein erster Honeywell hat nach wenigen Stunden begonnen, beim Rotieren der Säule und auch noch beim Anspringen des Lüfters Geräusche zu machen, die in einem Büro nicht akzeptabel sind und die ich in dieser Form noch bei keinem Ventilator erlebt habe. Die Geräusche konnte man übrigens dadurch zum Verstummen bringen, dass man seitlich an der Verkleidung drückte. Da ständiges Umarmen trotz seines attraktiven Äußeren für mich keine realistische Option war, habe ich ihn nach wenigen Tagen umgetauscht.
Nun kam also Exemplar Nummer 2. Tja, was soll ich sagen...auch dieses Exemplar hat ein Geräuschproblem, aber längst nicht so gravierend wie mein erstes. Dennoch erwarte ich bei einem Windwedler dieser Preisklasse, daß die basalen Funktionen Wind machen und Drehen wenigstens so geräuschlos abgehen wie bei jedem Billigventilator.
Ich habe dann an den Hersteller geschrieben mit der Bitte um Stellungnahme, aber selbst nach über einer Woche keine Antwort erhalten.
Fazit:
Für die schwache Verarbeitung der Mechanik und den maulfaulen Hersteller gibt es bei mir zwei Sterne Abzug. Sofern Sie also mit einem eventuell unangenehmen Geräusch leben können und mit dem Hersteller nicht kommunizieren wollen, erhalten Sie mit dem Honeywell einen wunderschönen Turmventilator mit tollen Funktionen.