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Homunculus: Der dritte Fall für Kommissar Rünz
 
 
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Homunculus: Der dritte Fall für Kommissar Rünz [Broschiert]

Christian Gude
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 327 Seiten
  • Verlag: Gmeiner; Auflage: 1., 2., Aufl. (7. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839210135
  • ISBN-13: 978-3839210130
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 131.245 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Gude
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Rünz-Krimis sind anders. Ironisch, zynisch, politisch unkorrekt. Sie vereinen präzise wissenschaftliche Recherche mit Sprachwitz. „Homunculus“ ist eine faszinierende Reise durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Mit einem Reiseleiter, den man nur lieben oder hassen kann.

Kurzbeschreibung

Rünz-Krimis sind anders. Ironisch, zynisch, politisch unkorrekt. Sie vereinen präzise wissenschaftliche Recherche mit Sprachwitz. 'Homunculus' ist eine faszinierende Reise durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Mit einem Reiseleiter, den man nur lieben oder hassen kann.Technische Universität Darmstadt. Ein Team hochspezialisierter Informatiker und Ingenieure arbeitet an einem geheimen Projekt: der Entwicklung des weltweit leistungsfähigsten und intelligentesten humanoiden Roboters.
Bei der feierlichen Verabschiedung des Landespolizeipräsidenten im neuen Darmstädter Kongresszentrum wird der Android erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Doch die Veranstaltung endet im Fiasko - und Kommissar Rünz hat einen neuen Fall.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anders als erwartet 19. Januar 2010
Format:Broschiert
Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und ebenso die Rezensionen meiner drei Vorgänger. Am ehesten gehe ich noch mit callisto konform, der von Slapstick berichtet, aber auch die eher ernsten Themen erwähnt, die der Autor anspricht. Die um sich greifende Abhängigkeit der universitären Forschung von der Industrie und die Evaluierungs- und Normungswut in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wird im Buch zwar auch der witzigen Effekte wegen überzeichnet, ist aber von der Tendenz her durchaus in der heutigen Gesellschaft vorhanden und diskussionswürdig.

Dass jemand den Helden sympathisch finden kann, erheitert mich ein weiteres Mal nach der Originallektüre der vielen witzigen Dialoge und der Schilderung von Situationskomik. Daran muss wohl der einführende Text auf dem Einband Schuld sein, der offensichtlich in der Hoffnung formuliert wurde, verkaufsfördernd zu wirken. Dort steht, man könne den Reiseleiter (Kommissar) nur 'lieben oder hassen'. Beides ist eigentlich unmöglich, man kann ihn nur witzig finden, oder nicht. Wer diesen persiflierten Chauvi und Waffennarr mit Reinlichkeitstick ernst nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen. Oder würden Sie bei Loriots Blühmel ('Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann') die Frage nach Liebe oder Hass stellen?

Genauso groß ist das Missverständnis, wenn man diesen Roman als Lokalkrimi einordnet. Wenn man nach Spannung giert, wird man sie nicht finden, denn die eigentliche Handlung wird von vielen Einlagen unterbrochen, die dem Fortgang der Geschichte in keiner Weise dienlich sind und mit ihrem Ausgang nichts zu tun haben. Trotzdem sind Sie wegen der Phantasie, die der Autor beim Beschreiben der Szenen entwickelt, durchaus lesenswert. Der Darmstadtbezug ist eher dürftig. Die Architektur des Darmstadtiums hätte sich auch in jeder anderen Stadt materialisieren können, nur den virtuell umgeleiteten Darmbach macht den Darmstädtern so schnell keiner nach. So muss der lokal orientierte Leser mit der Nennung einiger Straßennamen zufrieden sein.

Zuletzt versucht der Autor noch einen mehr oder weniger ernst gemeinten Exkurs in die Rechtsphilosophie für Roboter. Das würde gut in einen Science Fiction Roman passen, der im Jahr 2500 spielt. Bis dahin wird sich der Darmbach aber schon lange einen neuen Weg gesucht haben. In einem Werk wie diesem erscheinen die Probleme seelenbehafteter Roboter eher deplatziert und relativieren die durchaus realitätsnäheren Beschreibungen der Situation in unseren Universitäten. Der unbedarfte Leser wird verunsichert, weil er mit der richtigen Einordnung der geschilderten, reichlich utopischen technischen Entwicklung und deren Folgen überfordert ist.

Insgesamt ein zur witzigen Unterhaltung empfehlenswertes Buch, das aber in mancherlei Hinsicht den Erwartungen der erhofften Leserschaft nicht entsprechen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Wer einen Krimi im klassischen Sinn erwartet, der den Leser in Spannung versetzen soll, ist beim Kauf dieses Buches m.E. nicht gut beraten; denn einen Spannungsbogen kann ich bei diesem Buch leider nicht feststellen. Das eigentliche Thema "künstliche Intelligenz", "Androide" ist - da gehe ich mit "Henriette" konform, derart technisiert, dass ich da auch nicht folgen konnte, weil auch mir dafür das technische Know-How fehlte.
Drei Sterne kann ich dennoch noch vergeben, weil das Buch an sich sehr witzig und frech geschrieben ist; die Charaktere sehr fein herausgearbeitet sind(Hoven, der Parvenue; Schwager Brecker, ein schlichter Geist; und nicht zuletzt die Hauptfigur Rünz selbst, die den Möchtegern-Intellektuellen und Aufschneidern Paroli bietet).
Würde ich noch einen weiteren Gude-Krimi lesen? Nein.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von callisto TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Kommissar Rünz vorgesetztem Hoven ist ein großer Coup gelungen. Er hat es geschafft die die Verabschiedung des Landespolizeipräsidenten Paul Weller nach Darmstadt ins Darmstadium zu holen. Zunächst verläuft die Veranstaltung genau so wie Kommissar Rünz es sich vorgestellt hat: langweilige PR unter dem Motto "We create confidence" mit ein bisschen Verabschiedung. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Kastor, ein hochentwickelter humanoider Roboter der TU Darmstadt seinen Schöpfer Professor Rühmann tötet.
Verdächtigt werden natürlich die beiden Gruppenleiter von Professor Rühmann. Annette Wyss, eine Karrierefrau wie sie im Buche steht und Wogner, der klassischer verrückte Wissenschaftler, der noch immer den 68er Idealen der freien Forschung verhaftet ist und gegen die Evaluierungswut, Verbandelung von Forschung und Wirtschaft und überhaupt gegen das ganze moderne Unisystem wettert.
Währenddessen treibt Rünz Chef Hoven Rünz mit der neuen ISO Zertifizierung in den Wahnsinn. Diesmal ist ISO 9001.

Rünz ist ein südhessischer Polizeihauptkommissar, der bei Human Recources Management an Organhandel denkt (S. 110), ein übellauniger Misanthrop. Er hasst Umweltschutz, so ist er z. Bsp. der Meinung, dass Klimaschützer Walkiller sind. Wer gegen den Kolendioxidausstoß kämpft, verhindert die Befreiung der in ihren Ozean-Pfützen eingesperrten Meeresbewohner. Rünz behandelt seine Frau schlecht und macht sich über die regelmäßige Paartherapie nur lustig. Er ist insgesamt ein ziemlich unangenehmer Zeitgenosse und es wundert mich, dass seine Frau in nicht schon längst verlassen hat.
Insgesamt ist dieses Buch weniger ein Krimi als eine ungeheuer unterhaltsame Persiflage dieses Genres. Rünz ist ein übellauniger Darmstädter Pink Panter. Er ist liefert so einige Slapstickeinlagen, die einem die Tränen in die Augen treiben. Dies gemischt mit einem gerüttelt Maß an Kritik über die neuzeitliche Zertifizierungswut in allen Bereichen und einer wirklich erstaunlich genauen und aktuellen Kritik was derzeitig in Sachen Drittmittel, Evaluationen und Forschungsfreiheit an den Unis schiefläuft, machen das Buch gerade für Akademiker, die noch immer an der Uni unterwegs sind zu einer extrem witzigen Lektüre.
In Wyss und Wogner werden zwei entgegengesetzte Forschungsphilosophien portraitiert, wie sie einem täglich in den Gängen der Universitäten begegnen.
Des weiteren zieht der Autor die Medien durch den Kakao (inclusive Nemansnennungen) und macht sich sogar über sich selbst lustig, indem er Rünz und seine Frau zu einer Lesung eines Lokalen Autors gehen lässt, der genau wie Christian Cude selbst seinen Lebensunterhalt als Marketinexperte in einem internationalenConsultingunternehmen verdient (s. 126).
Die nächsten, die ihr Fett weg bekommen sind hippe Polizeiserien wie 24, C.S.I und Co und natürlich kommt die obligatorische schwedische Praktikantin, die dem ganzen Revier den Kopf verdreht, auch nicht zu kurz. Und da währe auch noch Keith Jarrett, dessen Konzert Rünz ein wenig sprengt.

Der Kriminalfall ist in diesem Buch nur nebensächlich und wer einen richtigen Krimi lesen will, sollte die Finger von diesen Buch lassen, denn dieses Buch ist alles, nur kein Klassischer Krimi. Nein dieses Buch ist eine bissige, schwarzhumorige Satire, bitterböse und teils sehr direkt. Wer an der Uni arbeitet und täglich mit diesem Evalutationswahn kämpfen muss, weiß was ein impact factor ist und es satt hat von einer Kommission zu nächsten zu hechten und so gar nicht mehr zum forschen kommt, der wird dieses Buch lieben. Es ist voller Insiderinformationen über die aktuelle Situation an den Unis, die jemand, der nie auf der Uni war möglichweise nicht wirklich erstehen oder nachvollziehen kann, für Unimitarbeiter sind diese Passage jedoch extrem unterhaltsam. Ich habe mich das ganze Buch über gefragt, welcher Professor der TU dem Autor wohl sein Leid geklagt hat.
Obwohl dieses Buch Band 3 in einer Serie ist, braucht man die ersten beiden Bände nicht gelesen zu haben, um sofort mitten in der Geschichte drinnen zu sein, dennoch werde ich Band 1 und 2 sicherlich noch lesen.
Abschließend sei noch gesagt, dass ich das Titelbild äußerst gelungen und sehr ästhetisch finde. Einfach, wenig Schnickschnack, nahezu monochrom grau, und dennoch sehr ansprechend.
(www.literaturreport.com)
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