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Homo faber: Ein Bericht [Taschenbuch]

Max Frisch , Walter Schmitz
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (157 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. Juli 1998 3518188038 978-3518188033 18
Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 18 (27. Juli 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518188038
  • ISBN-13: 978-3518188033
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (157 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.390 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Max Frisch (1911-1991), einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, konnte nicht nur mit dem Wort etwas erschaffen: Er arbeitete auch erfolgreich als Architekt. Über journalistische Arbeiten und erste literarische Versuche fand er schließlich seinen eigenen Stil als Autor. In seinen Essays, Erzählungen, Hörspielen, Dramen und Romanen war er nicht nur ein großer Literat, sondern auch ein streitbarer Humanist. Sein kritischer Geist rieb sich an seiner Schweizer Heimat ebenso wie an Demagogen in aller Welt - um doch anlässlich seines 75. Geburtstags ernüchtert festzustellen: "Am Ende der Aufklärung steht das goldene Kalb." Bekannt wurde er u. a. mit den Romanen "Stiller", "Homo Faber" und "Sein Name sei Gantenbein" sowie Theaterstücken wie "Andorra" und "Triptychon".

Foto (c) Suhrkamp Verlag

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Manteuffels Lesung trifft den Ton des Technokraten. Frisch hätte seine Freude." (FULDAER ZEITUNG) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Rezension

Der Zusatztitel "Ein Bericht" des wohl bekanntesten, 1957 erschienenen Romans von Max Frisch ist symptomatisch: Er charakterisiert den Ich-Erzähler als rationalitätsgläubigen Menschen. Und er bezeichnet die Form seiner sachlichen Erinnerung. Walter Fabers Leben bestimmt ein technologisch-mathematisches Weltbild. Durch eine Reihe von 'Zufällen' wird die Identität des Ingenieurs erschüttert: Zuerst lernt er den Bruder seines Jugendfreundes kennen. Joachim hatte Hanna, damals Fabers Freundin, geheiratet. Dann trifft Faber auf einer Schiffspassage die junge Sabeth. Er begleitet sie auf ihrer Reise durch Südfrankreich und Italien bis nach Griechenland. Er will das junge Mädchen heiraten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, seinen Verdacht wegzuwischen. Doch Sabeth ist seine Tochter. Zum Inzest kommt am Ende auch noch, dass er den tödlichen Unfall Sabeths nicht verhindern konnte.

Max Frisch, 1911 bis 1991, wurde berühmt durch "Stiller, "Mein Name sei Gantenbein", "Montauk" und "Biedermann und die Brandstifter". Fabers Bericht wird von Felix von Manteuffel, einem der großen deutschen Schauspieler der Gegenwart, im kargen, trockenen Stil des Ingenieurs vorgetragen. Seine Stimme trifft die Sachlichkeit und Distanz zu allem, was den Helden selbst betrifft. Eine glaubwürdige Interpretation von unschuldiger Schuld und schicksalhaftem Verhängnis. Vollständige Lesung, Spieldauer: ca. 450 Minuten, 5 MC. Erhältlich auf 7 CD oder 5 MC. Mit Booklet.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Wolf
Format:Gebundene Ausgabe
Max Frischs Roman "Homo Faber", der Bericht eines Ingenieurs, zählt mit Recht zu den besten deutschsprachigen Romanen des 20. Jahrhunderts. Der Erzähler Walter Faber, ein UNESCO-Ingenieur, hat sich das rein rationale Weltbild eines puren Technikers zugelegt. Mit Kunst, die ja der Ratio zuwider läuft, kann er nichts anfangen und Gefühle sind für ihn die großen Schwächen des Menschen; folgerichtig sieht er in emotionslosen, aber perfekt funktionierenden Maschinen sein Daseinsideal verkörpert. Doch im Laufe seines Berichts zeigt sich, dass Faber mit diesem Ungenügen sich selbst verleugnet, denn zu zwischenmenschlichen Beziehungen ist er nicht in der Lage.

Erst die Beziehung zur jungen Sabeth reißt ihn wieder hinein ins Leben; er beginnt, Dinge wieder zu erleben, Spontaneität auszuleben und ist auch zur Liebe fähig. Doch diese Liaison birgt ein verhängnisvolles und folgenschweres Geheimnis in sich, das Fabers Versagen zum Ausdruck bringt.

Max Frischs Roman ist keine Geschichte über das Schicksal. Sie zeigt vielmehr in ihrer Verkettung unwahrscheinlichster Ereignisse die Realitätsferne des rein technischen Weltbildes. Faber durchläuft in seinem Bericht eine gewaltige Entwicklung, so dass er am Ende Erzähltes nivellieren muss: "Alle Zeugnisse von mir wie Berichte, Briefe, Ringheftchen, sollen vernichtet werden, es stimmt nichts. Auf der Welt sein: im Licht sein. Irgendwo (wie der Alte neulich in Korinth) Esel treiben, unser Beruf! - aber vor allem: standhalten dem Licht, der Freude (wie unser Kind, als es sang) im Wissen, dass ich erlösche im Licht über Ginster, Asphalt und Meer, standhalten der Zeit, beziehungsweise Ewigkeit im Augenblick. Ewig sein: gewesen sein.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie ich den Roman mit 18 erlebt habe 3. Oktober 2007
Von Hugo Humpelbein TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In der 12. Klasse musste ich "Homo Faber" in Deutsch lesen. Es war von Anfang an nicht langweilig, was nach mehreren ungenießbaren Lektüren des Leistungskurses schon erfreulich war. Was ich auch sofort gut fand: ich las nicht nur Literatur, sondern auch eine teilweise zynisch geschriebene Geschichte, bei der gelegentliche kleine, ungefährliche Lachanfälle nicht auszuschließen waren.
Ich las die meisten Seiten laut vor mich hin und versuchte, den Sprachstil passend dabei zu betonen. Dies war besonders leicht, da Max Frisch einen Ich-Erzähler gewählt hat. Es war, als schnüffelte ich im Tagebuch eines Fremden, der seine Erlebnisse nicht trocken genug schildert, um es wieder beiseite zu legen. Emotionen kommen interessanterweise nie richtig zum Vorschein - sie werden vom Erzähler einfach weggelassen. Noch besser hätte mir die Geschichte gefallen, wenn Walter Faber am Ende durch den entscheidenden Lebenseinschnitt (den ich hier nicht vorwegnehmen will) zum bemitleidenswerten Sympathieträger würde. Es kann aber sein, dass der Autor das gerade nicht wollte, um die Einstellung der Homo Fabers auf diesem Planeten zu kritisieren: solche Leute ändern sich eben nie.
Es gibt eine Verfilmung zum Roman, die ich aber weniger hoch einstufe, weil nur im Buch alle Ansichten,Gedanken und Defizite des Protagonisten deutlich werden.
Manche Bücher sind wirklich zum Lesen geschrieben, nicht nur dafür, dass der Schreiber Geld verdient. "Homo Faber" zählt dazu.
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über den entwurzelten Menschen 4. November 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Neben vielem anderem ist "Homo Faber" auch eine gelungene Studie über einen Mann, der sich ständig selbst belügt. Schon nach gut zwanzig Seiten erhalten wir einen Blick auf das Ende der Geschichte. Die Notlandung mit dem Flugzeug in der Wüste, die die weiteren Ereignisse auslöst, sei natürlich nicht Schicksal, nicht Fügung, erfahren wir vom Protagonisten. Sondern nur das Ergebnis von Unwahrscheinlichkeit, damit mit Hilfe von Mathematik erklärbar. Dabei haben seine eigenen Instinkte ihn zuvor bei der Zwischenlandung lange genug vom Schritt in das Flugzeug abgehalten. Kurz: Er weiß es besser. Aber er will nicht wahr haben, was nicht wahr sein darf.

Formal haben wir einen Reiseroman aus den 50er Jahren vor uns. Es geht von New York nach Mexiko und Südamerika, dann über den Ozean zurück nach Europa, wir sehen Italien und Griechenland, dann am Ende Kuba. Alle Orte entsprechen den Träumen von der Reise an die Sonne, die im Nachkriegseuropa die Menschen bewegt haben. Aber reist Walter Faber, der Held dieser Geschichte zum Spaß um die Welt? Es hat etwas von einer Flucht. Wir erfahren so wenig von seiner Heimat, dass man als Leser den Eindruck erhält, er habe keine solche. Und so erscheint mir eine der Pointen dieses Buches die zu sein, dass man erst Stück für Stück merkt, dass der so selbstbewusst auftretende Ingenieur schon von Anfang an ein gescheiterter Mensch ist. Er trägt den Krebs schon in seinem Bauch. Die Liebe seines Lebens hat er selbst ruiniert. Seine Tochter ist ohne ihn aufgewachsen. Beziehungen zu seiner Umwelt hat er keine. Andere Menschen mag er auch nicht besonders. Und vor allem: Er weigert sich standhaft, einmal selbst über sich und sein Leben ernsthaft nachzudenken.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Kein Kommentar
leider habe ich zwei Homo Faber Versionen entlehnt und nie zurück erhalten, sodass ich mir nun meine hoffentlich letzte Version für die Bibliothek bestellt habe. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von ingrid windisch veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen homo faber taschenbuch
bin sehr zufrieden, zusendung sehr schnell, würde es nochmal empfehlen. vielen dank für die schnelle zusendung. alles war ok danke
Vor 1 Monat von marie noelle adam veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen blabla
Nicht mein fall..
Soll mir mal einer erklären, was alle an dem so toll finden? Ist nichts besonderes an der Geschichte, die das rechtfertigen würde.
Vor 1 Monat von Walter veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen nochmal ausgegraben
Ich habe nach vielen Jahren diese ehemalige Schullektüre wieder zur Hand genommen und festgestellt: ein tolles Buch! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Buchfee veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Das muss man gelesen haben..
. behaupten die Lehrer.
ich empfinde da anders.
Musste das Buch für die Schule kaufen. Kann man lesen, gehört aber nicht zu meinen Lieblingsbüchern.
Vor 3 Monaten von Inge Menihart veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Kauf lohnt sich!
Ich mag die Unterrichtsmaterialien aus dem Oldenbourgverlag, weil sie alle wesentlichen Aspekte des jeweiligen Werkes aufgreifen, gutes Zusatzmaterial bieten, aber auch die... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Moustique veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bewertung
Alles bestens, schnell, gut und seriös - - - - - - - - - - - - - -
Vor 3 Monaten von bernd niewierra veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Zu viel Worte um etwas zu sagen.
Home faber. Dieses Buch habe ich gewählt, weil ich Max Frisch verstehen wollte. Mit diesem Buch habe ich das nicht abgeschafft. Einige Kapitel haben mich beeindruckt. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Jürg Widmer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Das Buch braucht Aufmerksamkeit
Walter Faber alias "Homo faber" ist ein rational denkender Mensch, der für alles eine weltliche Erklärung hat und den nichts aus der Ruhe bringt. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von KKBA veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen 1a
super nettes teil. kann man einfach nur weiter empehlen. über den preis kann man auch nicht meckern. kann man einfach nur gebrauchen
Vor 4 Monaten von hhk veröffentlicht
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