ich bin riesieger adtr-fan der ersten stunde und ich muss vorab gestehen, als ich die platte zum ersten mal durchgehört habe, war auch ich etwas enttäuscht. das lag vor allem daran, dass das album tatsächlich einen seichteren und wesentlich poppigeren eindruck erweckt.
anfangs bleibt wirklich ausschliesslich 'i am made of wax larry...' äusserst positiv hängen und erfreut die audienz einen oldschool-adtr-song hören zu dürfen.
doch je öfter ich die scheibe durchgehört hatte, desto mehr fiel mir auf, dass 'homesick' den beiden vorgängern in nichts hinterher steht, ja teilweise vielleicht sogar besser ist. jeremys wundervolle growls sind nach wie vor ausgiebig vertreten, nur anders portioniert ... es sind tatsächlich mehr pop-songs, allerdings ebenfalls auch ordentliche kracher auf dem album, und an diese abwechslung kann man sich gewöhnen.
wie gewohnt sind musikalisch alle genres des modernen post-harcore/pop-punk vertreten, allerdings bleiben diesmal ein paar songs auf der strecke.
das album ist ohne frage melodiöser, was an sich ja nicht schlecht ist, aber gegen ende der platte monoton, vielleicht sogar einfallslos wirkt.
dem fan dürfte aufgefallen sein, dass sich die band in letzter zeit auch an covern von bekannten pop-songs versucht ... ist persönlich nicht mein geschmack, spiegelt aber die hauptintention der band wieder: mosh meets pop!
dafür gibt's es mittendrin einen haufen fetter überraschungen, wie z.b. 'mr. highway's thinking 'bout the end', der in guter alter adtr-manier richtig schön ballert, oder auch den darauf folgenden ohrwurm-garanten 'have faith in me'.
wie auch bereits erwähnt wurde, haben die 5 jungs aus florida diesmal eine richtige ballade im gepäck (if it means a lot to you), die mit weiblicher unterstützung einen krönenden abschluss für dieses meisterwerk bildet.
fazit: adtr haben sich zwar erstmalig einige koplettausfälle geleistet, dafür mit einigen absoluten hammer-songs nicht nur gerettet, sondern dieses album zu einem weiteren meilenstein gemacht. die scheibe gänzlich in die schublade 'pop-punk' zu stecken ist definitiv nicht gerechtfertigt, allerdings kann man 'homesick' auch nicht mehr, wie es bei 'and their name was treason' noch möglich war, in der metal-core-schiene lassen.