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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Homers Welt,
Rezension bezieht sich auf: Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Roul Schrott ist schwierig zu lesen, es ist auch nicht wirklich gut struckturiert.Dennoch bin ich davon überzeugt das er mit seinen Thesen auf der richtigen Spur ist. Die Topografie bei Karatepe passt nun wirklich sehr gut zur Beschreibung Homers. Offenbar hat Homers eingene Welt einen wesentlich größeren Einfluss auf seine Erzählung gehabt als bisher angenommen. WIeviel griechische Bronzezeit bleibt da noch übrig? Wohl weniger als gedacht, viele Personen und Orte lassen sich nach Anatolien verorten. Man muss da wohl umdenken. Der Fehler ist ja, dass man das Werk Homers als geschichtliche Quelle ansah, was sie aber nicht ist. Korfmann hat doch Recht, er sagte ja über "Hissarlik": Troja war ein unbedeutendes Piratennest mit einigen Hundert Einwohnern". Und warum zogen die Mykener mit ihrer gesammten Macht gegen dieses Kaff? Das passt doch nicht. Schrott legt hier dar, dass Homer eigentlich den "heroischen Kampf" der Kilikier gegen die Assyrer schildert. Gab es "den" Trojanischen Krieg? Sicherlich nicht. Alle Ausgräber betonen ja das "Hissarlik" durch Erdbeben zerstört wurde. Kämpfe lassen sich nicht nachweisen. Und die Homerischen Helden?: Teilweise reine Fiktion, oder die Personen lassen sich auf Anatolische (Luwische)Vorbilder zurückverfolgen. Leid tun mir die vielen Wissenschaftler und Hobby-Archäologen die durch die griechische Landschaft stapfen und irgendwelche "homerischen Orte" suchen, wie den Palast des Odysseus, den Palast des Menelaos oder das windige Enispe. Das ist etwa so als wenn man in den Spessart-Wald läuft und das Lebkuchenhaus der bösen Hexe sucht die Hänsel und Gretel entführt hatte. Die Suche könnte auch hier etwas länger dauern. Man sollte auf der Suche nach Ortschaften wohl eher in die südliche und südöstliche Türkei reisen. Somit hat Schrott dazu beigetragen den wahren Kern der homerischen Epen zu entschlüsseln. Ein anatolischer Mythos, für anantolische Zuhörer bestimmt. Griechisch ist nur die Sprache! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Unwissenschaftlich,
Rezension bezieht sich auf: Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe (Gebundene Ausgabe)
Den bisherigen Ausführungen möchte ich noch ein paar Bemerkungen über die Arbeitsweise Schrotts hinzufügen. Er verschleiert. Dort, wo der Althistoriker Bücher mit Seitenangabe zitiert, nennt er die Titel umfassender Bücher, nennt die Seitenzahl aber nur dann, wenn es ihm notwendig erscheint -- und das ist bei max. 5 % der Fall. Möchte man seinen Fußnoten auf den Grund gehen, kann man sich die gleiche Arbeit machen, die er in sein Werk investiert hat. Das ist unzumutbar. Schrott spart zwar keineswegs an Fußnoten, doch ist ein Überprüfen oder sinnvolles Weiterlesen so unmöglich.Gerne verweist er auch auf Fremdzitate, macht sich also selten die Arbeit, die Erstpublikationen auszuwerten. Auf ein Register (welches bei dem komplexen Stoff eine wirkliche Hilfe wäre) wird verzichtet. Mit einer derartigen Arbeitsweise kann man etliche hundert Seiten füllen und dabei einen ordentlichen bibliographischen Anhang produzieren (leider sind etliche Siglen nicht aufgelöst), insgesamt erinnert diese Technik jedoch an studentische Hausarbeiten. Denn Fakt ist: Mit einem ausreichenden Apparat an Literatur lässt sich -- unter hinreichender Ignorierung der Zusammenhänge -- nahezu jede These belegen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ich bin erst mittendrin...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe (Gebundene Ausgabe)
aber ich kann schon jetzt sagen, dieses Buch tritt zwar ganz unspektakulär auf, wird aber doch über 2.500 Jahre Historie umkrempeln.jenen Rezensenten die hier nur ein oder zwei Sternchen vergeben haben sei nachgesehen, dass der Stoff in seiner Fülle an Details und Namen (und viele davon untereinander sehr ähnlich, weil sie u.a. in verschiedenen Sprachen, Kontexten und Zeitebenen referiert werden) für den - auch interessierten - Laien äußerst verwirrend ist. Bilder und Karten helfen da leider auch nicht viel. diese sachliche und nüchterne Fülle "erschlägt" nämlich die sonst sehr bildhafte und mit verständlichen Vergleichen gespikte Sprache, die wir andererseits aus Interviews mit dem Autor kennen. So unterscheidet Schrott zB. zwischen dem historischen Troia (das Schliemann "gefunden" hat) und jenem der Ilias, das eben in Kilikien, im Süden der heutigen Türkei, vis-à-vis von Zypern (ist diese Lokalisierung denn nicht eindeutig genug?) liegt. Es bedarf mitunter größter Aufmerksamkeit, solche essentiellen Unterscheidungen auch immer richtig zuzuordnen. Trotz ihrer tw. schweren Verständlichkeit ist die Faktenlage aber eindeutig für jene, die sie auch (heraus)lesen wollen und das Werk aus diesem Grund revolutionär! Beispiel: in der Ilias wird ein enormes Schlachtfeld vor Troja, als zwischen zwei größeren Flüssen liegend beschrieben. vor Schliemanns Troja gibt es zwei dünne Rinnsale, Sümpfe und kaum Platz für eine Schlacht. in Kilikien aber trifft dafür soweit alles 1:1 auf die dargestellte Topographie zu. und für kleinere Unstimmigkeiten (zB. die Flussnamen) hat der Autor i.d.R. einleuchtende Thesen parat. Raoul Schrott erhebt gar nicht den Anspruch, dass seine Arbeit der Weisheit letzter Schluss wäre; er will sie als Diskussionsbeitrag für die Fachwelt(!) verstanden wissen (was auch durch zahllose Quellenverweise untermauert wird) und wir dürfen als Zaungäste gerne daran teilhaben. aus diesem Grund ist auch die dargebrachte Fülle an Fakten schlicht umwerfend. es zeigt sich, dass über die Jahrhunderte Historiker offenbar Unpassendes "passend gemacht" haben, weil ihnen die These, Homers Troja läge an den Dardanellen, aus welchen Gründen auch immer so gut gefiel, und später keiner den "Frevel" wagte, diese These _konsequent_ in Frage zu stellen. diese unglückselige "Tradition" möge nun ihr Ende gefunden haben: das Buch ist definitiv nicht für Laien geschrieben und daher können sich solche einen Verriss auch gar nicht herausnehmen. mögen sie dies doch bitte den Spezialisten überlassen; zB. jenen, die die Ilias selbst im Original gelesen haben. definitiv keine leichte Urlaubslektüre! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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