Kurzbeschreibung
"Mein Vater, darauf bedacht, daß ich ein tüchtiger Mann würde, zwang mich, alle Gedichte Homers auswendig zu lernen: und jetzt könnte ich die ganze Ilias und die Odyssee aus dem Gedächtnis hersagen", und: "Ihr wißt ja sicher, daß der so überaus weise Homer beinahe über alle den Menschen betreffende Angelegenheiten gedichtet hat. Wer nun von euch ein guter Hausverwalter oder Volksredner oder Feldherr werden will oder ähnlich einem Achilleus oder Aias oder Nestor oder Odysseus, der halte sich an mich. Denn ich verstehe das alles." Diese Worte läßt Xenophon den Athener Nikeratos bei einem Gastmahl (Symposion) sprechen, in dessen Verlauf sich die Tischgespräche im Beisein des Sokrates auch mit Homer beschäftigen.
Über den Autor
Geb. 1950 in Wien, Studium der Klassischen Philologie, Alten Geschichte und Archäologie an der Universität Wien. Dr. phil. 1973, Habilitation 1983 mit einer Arbeit über das homerische Epos (Formen des Wiederholens bei Homer. Beispiele für eine Poetik des Epos, Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1988). Seit 1983 Univ.-Doz. und A. Prof. für Klassische Philologie an der Universität Wien.