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am 3. November 2012
Als amerikanische Serie könnte "Homeland" nicht untypischer sein. Schon der Vorspann mit seiner eigenwillig schrägen Jazzmontage und seinen verstörenden Bilderpuzzles verrät, dass es sich hierbei nicht um eine 08/15 USA-Krimiserie handelt, sondern um den Versuch, eine in Israel entwickelte und dort sehr erfolgreich im TV Programm gelaufene Dramenhandlung ins Amerika anno 2012 zu verpflanzen. Soviel sei verraten: das Experiment ist gelungen. "Homeland" setzt dabei erfrischenderweise nicht auf Spannung sondern auf gute Schauspieler und ein ausgeknobelt-intelligentes Skript.

Sgt. Nicholas Brodie ist seit dem Irak-Feldzug 2003 verschollen und hinterlässt Frau und Kinder, die im aufgekratzten Amerika nach 09/11 allein klarkommen müssen. Carrie Mathison (grandios: Claire Danes) ist eine CIA Agentin, die in Irak einen Tip bekommen hat, dass ein US-Marine von alQuaida "umgedreht" worden, d.h. zum Islam bekehrt und als "Schläfer" in die USA entsandt werden soll. Wenig später wird Brodie vom US-Militär aus seiner Gefangenschaft befreit und kehrt als Kriegsheld nach 8 Jahren Verschollensein in die Heimat und zu seiner Familie zurück. Carrie hält Brodie für den "Schläfer" und so beginnt ein Verwirrspiel um Gut und Böse, Macht und Einfluss, Realität und Wahn, welches, angereichert durch die Darstellung der typischen sozialen und psychologischen Probleme eines Kriegsheimkehrers, einen (für US-Verhältnisse) unerwarteten Tiefgang bereithält.

Die Serie erlaubt Einblicke in ein traumatisiertes, hypersensibles und zuweilen paranoides Amerika. Gekonnt wird mit den Stereotypen des wachsamen und starken Staates (verkörpert durch polizeiliche, nachrichtendienstliche und militärische Institutionen: FBI, CIA, Secret Service und Homeland Security) gespielt. Ist stete Wachsamkeit und Misstrauen nun richtig und erforderlich oder doch nur eine latent psychotische Überreaktion? Reflektiert wird dieses widersprüchliche Geschwisterpaar von Freiheit und Sicherheit in dem Innenleben der beiden Hauptfiguren Brodie und Carrie, die, selbst psycho-soziale Wracks, im Laufe der Serie auch persönlich zusammenfinden und doch, das wird sich zeigen, höchst unterschiedliche Interessen verfolgen.

Bis zum Schluss bleibt "Homeland" sehenswert, wenn auch erst ganz am Ende klassische Spannung aufkommt. Auch wenn es das Verdienst der Macher von "Homeland" ist, Inhalt und Anspruch vor Spannung zu setzen und auf jeglichen Cliffhanger zu verzichten, hätte ich mir im Ergebnis doch an der ein oder anderen Stelle etwas mehr emotionalen Tiefgang gewünscht. Und so manches Handlungselement erweist sich als stark konstruiert, etwa den kometenhaften politischen Aufstieg des Kriegsheimkehrers Brodie zum Parteikandidaten der Republikaner für den Kongress.

Alles in allem ist "Homeland" jedoch eine erfrischend tiefgängige und intellektuell fordernde Serie, die auf seichten Kitsch und übertriebene Spannungsbögen verzichtet. Das ist in jedem Fall sehenswert und sei dem Freund anspruchsvoller US-Serien á la "The Wire" wärmstens ans Herz gelegt.

Update zu Homeland -Staffel 2:

Nachdem nun auch die zweite Staffel im US-Fernsehen gelaufen ist, erlaube ich mir ein kleines (spoilerfreies) update:

- Homeland 2 wird spannender als Staffel 1, büßt dafür jedoch eine gehörige Portion Realismus ein.
- Das Ende der 2. Staffel enthält einen geradezu grandiosen Cliffhanger, der einen förmlich zwingt, Staffel 3 auch noch zu sehen.
- Der Kauf von Staffel 1 lohnt sich, da sich auch das Anschauen von Staffel 2 wieder lohnt. Man macht daher mit dem "Einstieg" in die Serie im Ergebnis nichts falsch.

Update zum Spiegel-Artikel vom 28.1.2013:

Die Spiegel-Redakteure Georg Diez und Thomas Hüetlin haben sich im Heft vom 28.1.2013 sehr treffend zur deutschen "Staatsfunkerlandschaft" anno 2012 geäußert und insbesondere "Homeland" als Gegenbeispiel angeführt, wie man richtig gutes Fernsehen macht.

Zitat: "Bis sich also ARD und ZDF aus den fünfziger Jahren in die Gegenwart vorgearbeitet haben, schauen wir weiter Homeland, auf DVD, gern zwei, drei, vier Folgen hintereinander, weil wir danach süchtig sind - und nicht um 23:15 Uhr, wie es uns die Programmmacher von Sat 1 vorschlagen, die auch noch tief im 20. Jahrhundert stecken. Wir werden staunen, weil wir nicht glauben können, was wir sehen. Und wir werden uns fragen, in was für einem Land wir eigentlich leben."

Update zum Spiegel-Artikel vom 4.11.2013:

Dirk Kurbjuweit vergleicht "Homeland" mit dem NSA-Skandal. Für ihn könnte "Homeland" nicht aktueller sein.

Zitat: "Die Gestalt unserer Zeit ist die Agentin Carrie Mathison, die Hauptfigur der amerikanischen Serie Homeland, gespielt von der wundervollen Claire Danes. Die Szenen unserer Zeit finden sich in den ersten Folgen von Homeland, wenn Mathison nervös zu Hause sitzt und das Leben eines Terrorverdächtigen beobachtet und abhört [...] Die Lieblingsserie von Barack Obama ist Homeland. Es ist eine befremdliche Vorstellung, dass er im Sessel sitzt, sich von Carrie Mathison unterhalten lässt und dabei für einen Staat verantwortlich ist, der so paranoid handelt wie diese Frau."
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am 20. Januar 2015
Was macht die erste Staffel von „Homeland“ so gut? Ich persönlich fand es einfach fantastisch, wie die Serie mit den Erwartungen des Zuschauers spielt und diese dann immer wieder täuscht. Und das so einfach und nicht einmal versteckt. Das ist echt klasse. Immer wenn ich denke, jetzt hab ich raus, wie es eigentlich ist, dann gibt‘s eine Wendung, mit der ich nie gerechnet hätte und, schwupps, seh‘ ich den oder einen anderen Charakter in einem ganz anderen Licht. Dadurch wird dann ein unheimlicher Spannungssog entfacht, der einen immer neugieriger macht, wie es denn weitergeht. Man kann einfach nicht mehr aufhören. Und genau das ist es doch, was eine Serie erreichen muss. Man muss als Zuschauer unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht und das über eine lange, lange Zeit
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am 24. Juni 2016
Das Radler wurde so erfunden. Ein Gastwirt erkannte dass die Gäste großen Durst hatten, er aber zu wenig Bier also streckte er das Bier um den Menschen länger etwas verkaufen zu können.

So ist Homeland. Generell eine tolle Serie mit einer guten wenn auch unangenehmen Story. Man freut sich auch dass diese nicht nur Spielfilmlänge hat aber mal ehrlich, 5 Staffeln??? Spätestens nach Staffel 1 wird einem bewusst wie zäh alles wird, wie oft man eigentlich hätte weiterspulen können weil uninteressante Füllsel kommen, langes Gelabere, soziale Verstrickungen bis hin zu Missetaten der Kids. Yessas wie langweilig das dann ist und alles andere als subtil die Handlung und Serie so bis zum Exitus zu quälen.

Tolle Darsteller, gutes Setting wenngleich neue Serien ja immer herrlich billig gedreht werden (ein wenig Landschaft, ein Büro, mit der HD Kamera draufhalten, fertig). Aber dann immer wieder diese Ödheit die dem Ganzen nicht gerecht wird, fast so als wäre man 24 Stunden live dabei und müsste daher leider auch den ganzen Nebenmist ertragen (nein, die Serie hat keinen 24 Sutherland Charakter).

Das wird der Sache nicht gerecht. Ab Staffel 2 hab eich etwas gemacht was ich eigentlich hasse. Ich habe die fast forward Taste genötigt un dimmer wieder über sinnlose lange Szenen zu springen. Das klappte extrem gut. Kind jammert bei Freund der Mutter - fas forward - Frau hat was mit Freund des Mannes - fast forward (die Sexszenen sind unnötig auch wenn die Darstellerin sicher hübsch ist) etc...

So kam ich da ich die wichtigen Figuren ja schon kannte angenehm weiter. In etwa sparte ich mir pro Folge 20% und nun hatte die Serie wieder drive. Glücklich macht eine das aber auch nicht. Ob ich wirklich bis Staffel 5 komme? Der Fluch von Prime ist Segen zugleich. Ich schaue weil es kostenlos ist, jedenfalls manchmal und weil es kostenlos ist, schaue ich...

Zeitgeht aber dennoch drauf. Insofern mal sehen...24 war in jeder Staffel viel besser (wird ja immer verglichen) und Homeland ist leider ein Schwein das zu sehr geschlachtet wurde, die Filetstücke wurden so zerkleinert dass man sich leider durch alles durchfuttern muss um die kleinen Leckereien zu bekommen, das übersättigt und macht träg...

3 Sterne
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TOP 500 REZENSENTam 4. März 2016
Selten kann sich ein Titel damit schmücken, dass es die Lieblingsserie des amtierenden US-amerikanischen Präsidenten ist. So ist es allerdings bei „Homeland“ der Fall, wie Barack Obama in einem Interview bekannt gegeben hat. Kein Wunder, behandelt diese Serie schließlich ein Thema, das bei ihm die höchste Priorität besitzt: Weitere Terroranschläge im eigenen Land verhindern.
Seit dem 11. September 2001 hat sich einiges in den Vereinigten Staaten von Amerika geändert. Das merkt man unter anderem auch in der Film- und TV-Welt. Im Kino erfreuen sich Filme wie „World Trade Center“ oder „Zero Dark Thirty“ großer Beliebtheit, während zuhause Serien wie „24“, „Sleeper Cell“ oder eben „Homeland“ über die Bildschirme flimmern.
Der gemeinsame Nenner ist bei allen der seither stärker hervortretende amerikanische Patriotismus. Aus europäischer, kritischer Sicht ist dies mitunter grundsätzlich ein wenig zu dick aufgetragen. Hin und wieder vermisst man da die neutrale Betrachtungsweise. Denn nur zu häufig neigen die Produzenten und Regisseure dazu mit Klischees und stereotypen Figuren zu arbeiten, was demzufolge an Authentizität missen lässt, aber dafür auf reißerische Art den Zuschauer unterhält. Bei „Homeland“ ist das erfreulicherweise nicht so sehr der Fall. Auch wenn man sich manchem Vorurteil nicht erwehren kann, bleiben die 12 Folgen der ersten Staffel im Großen und Ganzen sehr natürlich.
In der Serie geht es um den vermissten Marine Nicholas Brody (Damian Lewis), der nach langjähriger Gefangenschaft im Irak von einer Spezialeinheit befreit wird. Zuhause angekommen wird er von allen als Held gefeiert. Nur die CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) zweifelt an ihm, da ihr vor einigen Monaten von einem Informanten mitgeteilt wurde, dass ein US-Soldat von den Terroristen „umgedreht“ wurde und dieser als Schläfer in die Vereinigten Staaten zurückkehren soll. Da ihr keiner ihre Vermutung glaubt, muss sie nun auf eigene Faust ermitteln und ist deswegen Brody ständig auf den Fersen.
Die oben erwähnten Makel sind lediglich Jammern auf hohem Niveau, denn im Mittelpunkt steht zweifelsohne die großartige Handlung. Diese wird durch das herausragende Schauspiel ausgezeichnet unterstützt. Vor allem bei den Darbietungen der beiden Hauptdarsteller Claire Danes („Der Sternwanderer“, „Der Regenmacher“) und Damian Lewis („Life“, „Ein ungezähmtes Leben“) gibt es absolut nichts zu beanstanden. Doch auch die Schauspieler der Nebenbesetzung wie Morena Baccarin („Firefly – Der Aufbruch der Serenity“), Mandy Patinkin („Chicago Hope – Endstation Hoffnung“) und David Harewood („Blood Diamond“) liefern ausschließlich eine Golden Globe-reife Leistung ab.
Der Aufbau der einzelnen Folgen ist sehr spannend gegliedert. Die Macher von „Homeland“ nehmen sich für die Charakterzeichnung der einzelnen Figuren eine Menge Zeit. Dadurch bekommt der Zuschauer ausreichend Möglichkeit geboten, eine emotionale Bindung aufzubauen. Ausufernde spektakuläre Action gibt es nur selten. Die ist aber nicht unbedingt notwendig um das Publikum bei Laune zu halten. Dafür genügt alleine neben der oben erwähnten herausragenden Schauspielern die hoch spannende Handlung. Das Suchtpotential dieses Formats ist sehr groß, so dass ich mich kaum von der Serie losreißen konnte. Kein Wunder, denn die Cliffhanger am Ende jeder Episode haben mich beinahe schon dazu gedrängt die erste Staffel am Stück durchzuschauen.
„Homeland“ ist gewiss keine Serie für nebenbei, sondern verlangt volle Aufmerksamkeit. Dafür gibt es als Gegenleistung hervorragende Spannung sowie ausgezeichnete Unterhaltung. Für Nachfolge ist bereits gesorgt, da die zweite Staffel bereits fertig produziert ist. Nach der finalen Folge „Marine One“ der ersten Staffel sind die Erwartungen schon jetzt sehr groß. Bis es soweit ist, müssen die deutsch-sprachigen Fans erst einmal mit der Blu-ray Homeland – Die komplette Staffel 1 vorlieb nehmen.

Bild: Gedreht wurde mit digitalen Arri Alexa Kameras. Dementsprechend ist mit einem sehr sauberen und vor allem sehr scharfen Bild zu rechnen. Der Detailgrad ist konsequent sehr hoch und gibt viele Feinheiten wieder. Filmkorn ist logischerweise nicht vorhanden. Dafür aber in manchen dunklen Szenen das bei digitalen Aufnahmen nicht unübliche Rauschen. Das kommt allerdings erfreulicherweise nur selten vor. Die Farben sind recht natürlich und klar ausgefallen. Als Stilmittel ist die Darstellung leicht unterkühlt, aber keineswegs monochrom. Dies unterstützt ausgezeichnet die bedrohliche Atmosphäre der Handlung. Der Kontrast ist sehr gut eingestellt. Der Schwarzwert ist kräftig und satt. Die Durchzeichnung leistet sich nur selten Patzer, wie z.B. minimaler Detailverlust in arg dunklen Szenen. Abgesehen davon ist das Bild tadellos. Die Kompression arbeitet auf hohem Niveau und lässt keine Spuren durchblitzen.

Codec: MPEG-4/AVC, Auflösung 1920x1080p, Ansichtsverhältnis 1,78:1

Ton: Der deutsche Ton liegt komprimiert in DTS 5.1 vor. Im Vergleich zu manch anderen Action-reicheren Serien ist der Ton bei „Homeland“ eher unauffällig. Der Grund hierfür ist die zum Großteil dialog-lastige Handlung. Zahlreiche krachende spektakuläre Action Szenen sucht man da vergeblich. Dennoch sorgen in belebteren Abschnitten wie etwa Menschenmassen in der Innenstadt, im CIA Büro oder auf der Militärbasis die Hintergrundgeräusche noch oft genug für eine solide räumliche Klangkulisse. Wenn gefordert liefert der Subwoofer einige kräftige und prägnante Bässe, was aber verhältnismäßig selten vorkommt. Die Abmischung selbst klingt recht ausgewogen, natürlich und klar. Die Dynamik ist sehr gut. Die Stimmen sind jederzeit deutlich zu verstehen. Im Direktvergleich klingt die englische verlustfreie DTS HD Master Audio 5.1 noch ein wenig ausgewogener und vor allem lebendiger.

Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1

Ausstattung:
• Audiokommentar mit den Schauspielern Claire Danes und Damian Lewis sowie den Showrunnern Howard Gordon und Alex Gansa
• Entfallene Szenen (HD; 12:41 Minuten)
• Hinter den Kulissen von Homeland (HD; 33:46 Minuten)
• Vorschau auf Season 2 (HD; 3:53 Minuten)
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am 22. Juli 2016
Die Serie ist einfach ein Meisterwerk. Die Themen, die hier behandelt werden: Terror, Gefahren von innen, Gehirnwäsche, Folter und Internethacks, sowie die der andere Seite, z.B. das Versagen der Geheimdienste, internationale Kommunikationslücken und grenzenloser Machtkampf oder Medien-missbrauch (um nur ein paar zu nennen ;-) ) erschaffen eine sehr realitätsnahe und moderne Welt, in der es gilt, eben diese aufzudecken. Diese Probleme werden knallhart dargestellt, ohne sich überbrutaler Bilder bedienen zu müssen. Von Amerika, über Berlin (DE) bis zu Ländern in dem nahen Osten wurden in den bisherigen Staffeln (5) sehr vielschichtige Problemstellungen und interessante Konstellationen dargestellt, die immer genug Stoff für spannende Handlung und soziale/politische Überlegungen boten.
Schauspielerisch sind alle ziemlich gut, obwohl man Claire Danes (Carrie) besonders hervorheben muss.
"Dank" der mentalen Störung Carries bekommt die Serie auch eine gewisse psychologische Tiefe. Die Gesichtsausdrücke und Gefühlsausbrüche der Schauspielerin sind einfach phänomenal.
Natürlich, entspringt die Geschichte nicht wahren Gegebenheiten, aber sie hat realitätsnahe Umstände als Fundament.
Ich habe einige Serien gesehen, aber keine würde ich anderen so sehr empfehlen, wie diese. Auch Tage nachdem ich eine Folge gesehen hatte, regte sie mich zum Nachdenken an. Jede Staffel ist hochspannend und glänzt mit klaren Dialogen, wozu man sagen muss, dass keine Folge unnötig in die Länge gezogen wurde. Es gibt auch genug unerwartete Wendungen und Gewissensentscheidungen, wo man als Zuschauer selbst noch einmal überlegen muss, wie man vielleicht selbst reagiert hätte.
Von mir also eine uneingeschränkte Empfehlung!
Viel Spaß!
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TOP 500 REZENSENTam 1. März 2013
Ja, das Sternenbanner weht noch über den USA, aber weht es auch über dem Land der Freien und der Heimat der Tapferen? Die letzte Zeile der ersten Strophe der Nationalhymne ist für mich wie ein Untertitel dieser sehr guten US-Serie.

Kurz zum Inhalt: Die sehr engagierte CIA-Agentin Carrie Mathison bekommt aus durchaus zweifelhafter Quelle einen nicht verifizierbaren Hinweis darauf, dass ein US-Soldat in Gefangenschaft "umgedreht" wurde und ist davon überzeugt, dass der kurze Zeit später nach acht Jahren Geiselhaft befreite US-Marine Nicholas Brody diese Person ist und wittert in ihm einen "Schläfer", der nun die Interessen der al-qaidaTerroristen in den USA verfolgen könnte.

Es gibt Indizien für diese Annahme, aber was davon ist nur das (unbewußte) Verhalten eines über Jahre Gefangenen und Gefolterten? Spätestens als Brody sich heimlich regelmäßig zurückzieht, den Gebetsteppich ausrollt und zu Allah betet, wird auch dem letzten Zuschauer klar, dass er nicht mit offenen Karten spielt und wirklich etwas verheimlicht. Aber was?

Mit fortlaufenden Folgen nimmt Brody immer mehr die Möglichkeiten an, die ihm sein Heldenstatus bietet und Mathison erscheint immer klarer als einsame und tablettenabhängige Frau mit psychischen Auffälligkeiten, die geradezu versessen an ihre "Entdeckung" glaubt und sich zum Beweis ihrer "Wahrheit" sehr fragwürdiger und illegaler Methoden bedient. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten - aber es beginnt und bleibt spannend; auch in der 2.Staffel, die bereits 2012 ausgestrahlt wurde.

Nun zur eigentlichen Rezension des Inhalts: Diese Serie "Homeland" ist für mich ganz eindeutig dokumentierte Geschichte im Sinne von Historie. Ich weiß natürlich nicht, welche Intentionen die Macher und Entwickler antreiben und angetrieben haben. Auf jeden Fall dokumentieren sie einen Zustand, der am vorläufigen Ende einer Entwicklung steht und bieten dem nicht nur konsumierenden Zuschauer eine Vielzahl von Denkanstößen, sich mit seiner Zeit zu beschäftigen.

Wie frei ist die amerikanische Gesellschaft (noch)? Wie haben sich die Lebensverhältnisse seit 9/11 verändert? Homeland Security ist erforderlich, um auf die geänderten Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus (re)agieren zu können; aber wie weit darf man dabei gehen? Ganz aktuell zum Beginn von Obamas zweiter Amtszeit wurde erörtert, welche "Beweise" vorliegen müssen, um einen US-Bürger ohne Gerichtsverfahren durch Drohneneinsatz zu töten.

Hat die psychisch gestörte Carrie Mathison den "Helden" nur deshalb auf dem Kieker, weil sie gestört ist oder bietet ihr diese Störung eine bessere Möglichkeit, die Indizien zu sehen und zu erkennen, was die Anderen nicht erkennen?

Haben die Verantwortlichen von FBI, CIA usw. wirklich das Wohl des amerikanischen Volkes im Auge oder nur ihre eigene Karriere? Scheuen sie vor Erforderlichem zurück, weil es die Karriere gefährden könnte oder machen sie aus einer Mücke einen Elefanten, falls es ihrer Karriere zuträglich sein könnte? Kommt ihnen der Terrorismus etwa gerade recht, um die Gesellschaft in ihrem höchst eigenen Interesse umzuwandeln?

Wie sehr hat 9/11 das amerikanische Volk (Regierende und Regierte) verändert und in welchem Umfang ist ihnen das bewußt?

In welchem Maße würde ein gleichartiges Geschehen eine andere (westliche) Gesellschaft verändern? So hat ja auch der mit 9/11 nicht vergleichbare RAF-Terror der 1970er Jahre die Bundesrepublik und ihre Gesetzgebung beeinflußt.

Diese Auflistung von Fragen und aktuellen Themen ließe sich noch über Seiten so fortsetzen. Die Serie schafft es, all diese Fragen dem Zuschauer präsent zu machen, wobei die Darsteller dies außerordentlich gut unterstützen.

Damian Lewis (Band of Brothers, Life) ist kein Robert de Niro, der eine schier unerschöpfliche Bandbreite von Charakteren darzustellen vermag. Aber hier ist er für mich eine Idealbesetzung: die wenig veränderliche Physiognomie macht es dem Zuschauer besonders schwer, ihn unabhängig vom Handeln bei den "Bösen" oder bei den "Guten" einzusortieren.

Claire Danes ist einfach eine schauspielerische Offenbarung als gnadenlos einsame und durchaus verstörte Agentin, die den Fall Nicholas Brody zu ihrem Lebensinhalt macht und als einer der wenigen Mitarbeiter beim CIA erscheint, dem es wirklich "um die Sache" geht. Spätestens in "Homeland" wird klar, warum sie bereits mehrere Golden Globes, Emmys usw. bekommen hat.

Auch die Darstellung der anderen Charaktere ist durchweg überdurchschnittlich. Es gelingt der Serie sehr gut, ein großes Netz von Treibenden und Getriebenen, Idealisten und Karrieristen, Tätern und Opfern usw. zu spinnen, in dem aber auch die Täter Opfer und die Treibenden getrieben sind. Man erkennt, dass es in einem solchen Kampf keine Sieger gibt und geben kann. Selbst falls die Gesellschaft den Kampf in dieser Art und Weise "gewinnen" würde, hätte sie viel an Freiheit, Vertrauen und Lebensgefühl verloren und trotz eines Sieges wäre nichts mehr so wie früher.

Gerade zu amerikanischen Traumata wie Vietnam, Geiselnahme Botschaft Teheran, 9/11 usw. wurde eine Vielzahl patriotischer, unkritischer Filme produziert. Diese Serie ist ein für mich erstaunlicher Ansatz, einen anderen, kritischen Blick auf das Jetzt zu richten und das Handeln der eigenen Führung in Frage zu stellen.

Die Serie ist ein absolutes "MUSS" für Jeden, der mit dem Betrachten eines Films nicht nur die Zeit totschlagen will. Man sollte meines Erachtens jedoch die einzelnen Staffeln kaufen, um nach eigener Entscheidung mehrere Folgen hintereinander sehen zu können. Bei einer Folge (mit mehrminütigen Werbeunterbrechungen) pro Woche überträgt sich nicht die Spannung, welche die Serie aufbaut; verbunden mit durchaus wechselnder Parteinahme für insbesondere die beiden Hauptfiguren.
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am 26. April 2016
Homeland ist eine Serie, die man sich wirklich anschauen kann!
Gerade die Storyline der ersten Staffel ist sehr spannend gehalten, (ich bin mittlerweile mit Staffel 3 fertig und muss sagen, dass sie dieses Niveau leider nicht hält). Einziger Knackpunkt für mich ist die sog. "Hauptdarstellerin" Claire Danes. Ich verstehe nicht wie manche sie hier so in den Himmel loben können.
Meine Theorie: Die Produzenten haben die Krankheit der Figur Carrie (Bi-Polare Störung) erst in die Serie eingebaut, als sie bemerkt haben wie übertrieben Claire Danes "overacting" betreibt um so eine plausible Entschuldigung dafür zu haben!
Es war teilweise grausam wie sehr mir die Figur Carrie auf die Nerven geht, spätestens am Ende der 2ten Staffel war es beinahe untragbar, sodass ich mir die 3te Staffel schon nicht mehr am Stück ansehen konnte, weil es mich einfach zu sehr genervt hat.
Und es tut mir leid! Aber wer Claire Danes mit Bryan Cranston vergleicht, der hat für mich kein Plan
Schade! denn wie gesagt die Serie ist eigentlich sehr gut!
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am 3. Mai 2016
Homeland wurde mir wärmstens empfohlen, da ich sehr auf "politisches Zeugs" (Zitat des Empfehlers) stehe. Mittlerweile bin ich in der Mitte der 3. Staffel angelangt und getraue mich, meinen Senf dazu abzugeben. Generell zusammengefasst finde ich, dass Homeland ein Mittelding zwischen spannend-interessant-sehenswert vs. unglaubwürdig-unrealistisch-unplausibel ist. Spannend und interessant im Hinblick auf das Zusammenspiel Geheimdienst<>Politik als auch der damit einhergehenden Lügen, Intrigen, Komplotte, abgekarteten Spielchen. Unrealistisch im Hinblick darauf, da vieles absolut konstruiert wirkt, teilweise äußerst eigenwillige und völlig unglaubwürdige Szenen und obendrein eine in dieser Serie völlig deplatzierte, peinlich anmutende und obendrein hahnebüchene Liebesgeschichte eingebaut wurde. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, ich persönlich halte die Protagonistin Carrie mit ihrem ständig hysterischen Getue, ihrer schwachsinnigen Aktionen und himmelhochschreiender Kopflosigkeit allerdings kaum aus und finde, dass diese zentrale Rolle durch dieses permanent unlogische, sinnfreie, hysterisch-absurde Verhalten Homeland als Serie an sich abwertet.
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am 13. November 2015
Nachdem viele "Homeland" bereits im Fernsehen gesehen und darüber geredet habe, konnte ich die Serie dank Amazon Prime jetzt auch endlich sehen ... Puh ... starker Tobak fürwahr ..

Amerika ist gebeutelt und man keinem mehr trauen nach dem 11. September. Die Menschen sind misstrauisch. Die Menschen sind ängstlich. Und immer stellt sich die Frage: Wem kann ich nun trauen? Am Ende möchten die Menschen einfach nur ihr normales Leben weiter führen, in Ruhe und Frieden leben, aber das geht nicht ...

Herausragend in "Homeland" ist natürlich Carrie, die CIA-Analystin. Sie ist nicht nur die Erste, die im Kriegsheimkehrer Brody einen "Umgedrehten" vermutet, sie hat auch eine bipolare Störung. Und das wird ihr natürlich oft zum Hindernis. Denn sie weiß selbst oft nicht, was sie sich "einbildet" und was Wirklichkeit ist. Im Prinzip weiß das keiner.

Saul, der väterliche Freund, steht ihr eigentlich -meistens- zur Seite. Aber selbst er ist nicht immer sicher, was er von Carries Anschuldigungen Brody gegenüber halten soll. Sie ist fest davon überzeugt, dass Brody "umgedreht" wurde, ein Terrorist ist. Brody seinerseits versucht einfach nur nach jahrelanger Gefangenschaft und traumatischer Kriegserlebnisse in sein Leben zurück zu kehren. Seine Frau vergnügte sich während seiner Abwesenheit mit seinem Kameraden und die Kinder sind auch groß geworden. Und Carrie, besessen von dem Gedanken, dass Brody ein Überläufer und Terrorist ist, spioniert ihn aus, wo sie nur kann ... Und schließlich begegnen sie sich. Und Carrie ist - wie immer - hin- und hergerissen ...

Eine brandaktuelle und dennoch nicht unbedingt ganz typische US-Serie. Denn es geht nicht nur um Terrorismus und darum, dass einige US-Kriegsgefangene vielleicht übergelaufen sein könnten, es geht um viel mehr. Es geht um Familie, um Ehre, um Treue, um Untreue, um Vater-Kind-Beziehungen, um Krieg, Erfahrungen, Werte, Religion, Fanatismus, Freundschaft, Vertrauen, Lügen, Erkenntnisse, um psychische Störungen in jedweder Hinsicht. Eine beeindruckende, spannende Serie, die nie durchblicken lässt, wer denn nun der Täter und wer das Opfer ist ... Alles bleibt stets offen und doch verdächtig. Und wir sind als Zuseher arg gefragt, fleißig mitzudenken, um dann doch wieder alles zu verwerfen... Klasse Serie, ansehenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Oktober 2012
Jeder potenzielle Käufer dieser Serie sollte vielleicht vorab gewarnt sein: Sie funktioniert als Thriller eher mäßig, gewährt aber authentische Einblicke in den Behördenapparat und die amerikanische Gesellschaft. Während in Breaking Bad beide Seiten - die spannende Unterhaltung und der entlarvende Blick hinter die Kulissen - gleichermaßen gut funktionieren, treten hier die klassischen Spannungselemente außer in der ersten und letzten Episode deutlich zurück. Dafür aber wird dem Zuschauer ein sehr ehrlicher Blick in das Funktionieren der Homeland Security Agency (HSA, in den USA gelegentlich auch mit "Hundreds stand around" übersetzt) und die amerikanische Gesellschaft. Da gibt es einerseits die Mitarbeiter auf den unteren Hierarchieebenen, die mit selbstzerstörerischer Leidenschaft für die Sache kämpfen. Die Protagonistin Carrie (Claire Danes) gehört dazu und dann den Vizepräsident und den Behördenleiter, die stets und vor allem ans eigene Fortkommen denken und denen die Aufgaben der HSA im Grunde eher gleichgültig sind. Man muss den Mut der Produzenten bewundern, wenn sie beim Zuschauer nach und nach Sympahtie für die Gegner aus den Reihen von al-Qaeda wecken und die hässlichen Züge auf der eigenen, US-amerikanischen Seite zeigen. Ein Blick in die Fratze des Vizepräsidenten genügt bereits. Dabei geben die Schauspieler wirklich alles, was diese Serie ebenfalls aus dem Gros des Belanglosen heraushebt. Vor allem Claire Danes scheut keinen Einsatz, um ein medikamentensüchtiges, vereinsamtes Wrack zu geben. Schon in der ersten Episode (ich sage nur "Badezimmmerszene") räumt sie mit dem Klischee des adretten Businessgirls gewaltig auf. In den letzten Episoden zeigt sie einen seltenen Mut zur Hässlichkeit. Man erkennt, was die vielen völlig vereinsamten Singles in der HSA wie in einer Pseudo-Familie antreibt und wie sie dabei sind, ihr Leben zu zerstören. Dies mag ein Teil der Zuschauer vielleicht als nervtötend und wenig spannend empfinden, der andere, an etwas Authentizität interessierte Teil folgt der Serie dabei umso gebannter. Fazit: Die Serie ist nicht für jeden etwas! Wer gelegentlich etwas schwerere Kost vertragen kann, wird hier allerdings hervorragend bedient.
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