Punk-Sound vom Feinsten, der mit seiner melodischen Eingängigkeit in manchen Titeln richtiggehend überrascht, damit entfernen sich die Jungs etwas von ihrem "Skater-Image".
Der Geradeaus-Opener "Man or mouse" stimmt mit temporeichem Spiel auf das von frohlockenden Hintergrundgesängen durchzogene, wüste Punkspiel von "Fingers crossed". Dagegen überrascht "Blackeye" mit einer melodischen Leadstimme, wenig später werden wir dann aber gewaltig von "Montego" in den Sessel gedrückt, welches mit enormen Tempo und Basseinsatz die Lautsprecher zum erbeben bringt. Das Ska-mässige "Punkrockrebel" gibt sich dem riffverliebten, temporeichen "Kemp" hin, welches wiederum in den extrem, eingängigen Refrain von "Botanic Mistress" übergeht, das ansonsten mit seinem schlichten Geradeaus Punk nicht so zu begeistern weis. "Happiness for dogs" und "Battery Check" versöhnen dann aber wieder mit melodiösen, Hardcore-Klängen denen man sich gerne auch öfters hingibt.
"Fuel to the Flame" lässt einen von Anfang bis Ende mit seinem eingängigen Tempo nicht mehr los, während "Afghan" eher ungestüm durchbricht. "Greener Grass" steht dem in nichts nach, mit seinem temporeichen Gitarrengezurre kann es sich aber trotz allem nicht an "Home from Home" messen, das so dermassen gitarrenverliebt daherkommt, das es eine wahre Freude ist, den unterschiedlichsten Riffs, melodischen Akkorden und Bassgewalten zuzuhören.
Für alle Freunde des Punksounds, welche auch nichts gegen etwas Melodiosität einzuwenden haben, genau das richtige.
Meiner Meinung nach eines der besten Millencolin-Alben bisher...