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Kundenrezensionen

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am 14. Mai 2013
Das John Grisham ein wunderbarer Erzähler ist mit einem sehr guten Gespür für Timing, die Gestaltung von Protagonisten und die Zusammenführung von Beziehungen untereinander und einzelnen Erzählfäden, ist breit bekannt.

Eigenschaften, die durchaus auch in diesem Roman zum Tragen kommen und dennoch, dieses Mal, trotz der klaren Erzähllinie, den Leser nicht so zu fesseln vermögen, wie gewohnt.

Dies ist sicherlich dem „ur-amerikanischen“ Thema des Baseball geschuldet, bei dem Grisham sich in Teilen des Buches im Detail des Inneren des Spieles stark befindet, mitsamt der, erst einmal nur dem Kenner, vertrauten Codes, Strategien und Abläufe.

Ein Spiel, das Grisham anhand der Geschichte dreier Personen in den Raum stellt. Paul Tracey war 1973 14 Jahre alt und Sohn eines, wenn auch nicht ganz berühmten oder auch nur sehr, sehr guten Baseballspielers der New York Mets. Warren Tracey. Ein harter Mann, mit seinem Leben unzufrieden, dem Alkohol und den Frauen zugeneigt und „immer waren die anderen Schuld“. Einer, der meint, er wäre noch „von der alten Schule des Baseball“, damit aber nur von den eigenen Unzulänglichkeiten ablenkt. Einer, der den Triumph anderer nicht erträgt, einer, der seinen Sohn mit harter Hand zu formen gedenkt, seine Frau beständig hintergeht und keiner ist, mit dem man auf Dauer in Verbindung sein möchte.

Ebenfalls 1973 geht ein neuer Stern am Himmel des Baseball auf. Joe Castle knackt einen Rookie-Rekord nach dem anderen und reißt sein ganzes Team mit. Und blad wird es geschehen, dass sich der Pitcher (Werfer) Warren Tracey mit dem „Batter“ (Schläger) Castle duellieren wird. Auf dem Feld. Mit ungeahnten Folgen.

Folgen, unter denen Paul Tracey sein Leben lang leidet, Folgen, in deren Verlauf seine Eltern sich trennen und er selbst Jahrzehnte lang keinen Bedarf auf Kontakt mit seinem Vater hat. Bis auch bei diesem sich etwas, zunächst rein körperliches, ändern wird.

Gerade und schnörkellos erzählt, zwischen den Zeiten der Gegenwart und 1973 hin- und her gleitend, mit klar strukturierten Personen, mit einem durchaus vorauszuahnenden (amerikanischem) Ende und einer intensiven Beschreibung „des Spiels“, so legt Grisham „Homerun“ vor. Unterhaltsam, flüssig erzählt, durchaus gut zu lesen, aber nicht wirklich packend. Zumindest nicht für Leser, denen Baseball kaum etwas bedeutet. Denn auch der zwischenmenschliche Konflikt gibt nicht genügend an Spannungskurve her, um emotional vollends beteiligt der Geschichte zu folgen.

So verbleibt eine solide Unterhaltung und ein informatives Buch über die Abläufe, Ziele und Strategien des Baseball. Ein Buch, das bei vielen europäischen Lesern sicherlich nur mäßiges Interesse hervorrufen wird.
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TOP 500 REZENSENTam 1. April 2013
Der Autor ist bekennender Baseball-Fan, hat selbst auf den unterschiedlichsten Positionen gespielt, die Mannschaft seines Sohnes trainiert, fördert junge Talente und hat deshalb sechs Spielfelder auf seinem Privatbesitz in Virginia errichten lassen. Fast schon ein Wunder, dass er erst jetzt einen Roman geschrieben hat, der sich um dieses Spiel dreht.

Die Story ist eigentlich schnell erzählt: Der junge Joe Castle spielt bei einem unterklassigen Verein, ist aber ein Ausnahmetalent und fällt einem Scout auf, der ihn zu den Chicago Cubs, einem Major League Baseball Team holt. Nacheinander bricht er alle Rekorde und avanciert zum Publikumsliebling. Dem gegenüber steht Warren Tracey, der Pitcher der New York Mets, ein übler Zeitgenosse, mit allen negativen Eigenschaften behaftet, die man sich nur vorstellen kann. Er betrügt seine Frau, ist aggressiv und gewalttätig gegen Frau und Kind. Er gönnt dem jungen Nachwuchsspieler seine Erfolge nicht, und als die beiden Clubs bei einem Ligaspiel aufeinandertreffen, platziert Tracey einen Wurf so, dass dieser Joe Castle mit voller Wucht am Kopf trifft und ihn lebensgefährlich verletzt. Das ist dessen Karriereende, denn er überlebt zwar, ist aber seither teilweise gelähmt. Drei Jahrzehnte späterliegt Warren Tracey im Sterben und sein Sohn Paul begibt sich auf die Reise zu Joe Castle.

Grisham erzählt, verpackt in diesen wunderbaren Baseball-Roman, eine Geschichte von Schuld und Vergebung, aber auch die Geschichte eines Sohnes, dessen schwieriges Verhältnis zu seinem Vater durch ein Ereignis geprägt ist, das dreißig Jahre zurück liegt. Und Paul weiß, dass er nur dann Frieden und Aussöhnung finden kann, wenn Joe Castle seinem Vater die schwere Schuld vergibt.

Als American-Football-Fan bin ich durchaus mit einem komplizierten Regelwerk vertraut, aber Baseball-Regeln hatte ich bisher nur in den Grundzügen parat. Deshalb war mir das Nachwort des Autors eine große Hilfe, in dem er auf fünfundzwanzig Seiten die verschiedenen Spielerpositionen, die Wurftechniken und die Taktik dieses faszinierenden, uramerikanischen Spiels umfassend erläutert.

Allerdings würde ich Lesern, die mit diesem Sport nicht vertraut sind, empfehlen, das Nachwort bereits zu Beginn zu lesen, denn dann erklärt sich doch Vieles, was im Laufe der Geschichte erwähnt wird und von Bedeutung ist - und man begreift das Einzigartige dieser Sportart.
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am 28. April 2013
John Grishams neues Buch widmet sich dem Baseball. Eine Sportart, bei der wir Europäer uns fragen, warum die Amis das so sehr lieben. Was soll man sagen: Andere Länder, andere Kulturen. Doch GrishamŽs "Home Run" erzählt eigentlich zwei Geschichten, die sich größtenteils auf zwei Zeitebenen abspielen. Der Wechsel zwischen diesen beiden Zeiten ist Grisham auserordentlich gut gelungen, da die eine in der Mitvergangenheit und die andere in der Gegenwart erzählt wird.

Da wäre erstens die Erzählung von Aufstieg und Ende der Karriere von Calico Joe Castle. Ein Baseball-Spieler der wie eine Bombe einschlägt und nach nur wenigen Wochen auf Grund einer absichtlich durch den Vater des Kindes (einem sogenannten Pitcher) herbeigeführte Verletzung die Karriere beenden muß. Solche Fälle gibt es unzählige - praktisch in jeder Sportart. Beim Lesen des Buches fielen mir z.B. Toni Schumacher gegen Battiston ein, als Schumacher die Karriere des Franzosen auf brutalste weise beendete und das einzige das Schumacher machte, war daß er sich den Ball für den Abstoß zurecht legte, während Ärzte am Spielfeld um das Leben des Franzosen kämpften. Oder Joey Didulica gegen Axel Lawaree, in dem Ersterer ein Tormann mit einem Kung-Fu Sprung dem Zweiten ins Gesicht sprang. Lawaree konnte zum Glück seine Karriere weiterführen (schoß später auch ein Tor gegen Didulica). Das schlimme daran war, daß Didulica sich kurz danach mit einem Fan-Schal fotografieren ließ, auf dem das Brutalo-Foul Bild für Bild zu sehen war. Und so gibt es viele Beispiele dafür, daß Sport in diesem Fall Mord fast gleichkommt.
Auf jeden Fall möchte der Sohn des Brutalo-Pitchers, daß sein Vater sich kurz bevor er stirbt sich bei Calico Joe entschuldigt. Er fährt nach Calico Rock und trifft dort ein netten Zeitungsredakteur, die Brüder von Joe Castle und Joe Castle selbst....

Und da wäre die Geschichte der schlimmen Kindheit des Erzählers, der von eben jenen Vater beschimpft und geschlagen wird, der nie Zeit hatte für seine Kinder und seine Frau schlecht behandelt. Ja sogar seine Enkel sind ihm egal. Er hat seine eigenen Ansichten über das was im Baseball wichtig ist und belügt sein Leben lang alle Menschen über den "Unfall", der Calico Joe seine Karriere kostete.

So wird Grishams Buch zu einer umfassenden Chronik über den Vater, der praktisch alles in seinem Leben falsch gemacht hat und der kurz vor seinem Tod alles bereut, mit dem Wissen, daß es für ihn und seine Taten keine Vergebung geben dürfte und teilweise auch nicht gibt.

Am Ende des Buches gibt es noch eine liebevolle Anfänger-Anleitung für Baseball durch Grisham. Es wäre vielleicht zu empfehlen zuerst diese Anleitung zu lesen, denn im Buch selbst kommen sehr viele Fachbegriffe aus der Welt des Baseballs vor, sodaß es für den durchschnittlichen Europäer sehr schwer ist dem zu folgen. Unbedingt notwendig ist es nicht, aber vielleicht eine gute Idee, falls Sie noch nicht mit dem Buch begonnen haben.

Auf dem Umschlag des Buches steht "Grisham ist ein Meistererzähler" oder so ähnlich. Normalerweise halte ich solche Sprüche für übertrieben und manchmal glaube ich sogar, daß die genannte Zeitung oder der genannte Kritiker sogar dafür bezahlt wird. In diesem Fall muß ich diesem Spruch auf jeden Fall recht geben. Er ist ein Meistererzähler und das schon seit gut 20 Jahren.
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am 9. März 2014
John Grisham ist einfach ein Markenzeichen. Man kann das Buch einfach nicht weglegen, wenn man es angefangen hat. Die Figuren sind plastisch. Aber man muss sich erst sachkundig machen, wie das Spiel eigentlich geht. Baseball ist ja in Deutschland nicht so verbreitet.
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am 17. März 2013
Wer den Namen "John Grisham" hört, will automatisch "Anwälte" sagen. Ab und an schreibt Mr. Grisham auch andere Romane, die ganz ohne Anwälte auskommen. "Home Run", der im Original "Calico Joe" heißt, ist so einer! Aus der Ich-Perspektive, eines erwachsenen Sohnes, erfahren wir alles über einen Profibasespieler. Der Kern der Geschichte ist eigentlich das soziale Verhalten des Vaters und welche Fehler er in seiner Vergangenheit gemacht hat. Die Baseballspiele werden geschickt hineingearbeitet. Die Mischung aus "Familiendrama" und "Sport" ist gut gelungen. Es kommt keine Langeweile auf. Von Baseball muß der geneigte Hörer nichts wissen. Es wird sehr gut erklärt, um was es bei dem Spiel geht. Im Booklet gibt es zustäzlich ein kleines Wörterbuch, das die Fachbegriffe zum nachlesen bereithält.

Gelesen wird dieses Hörbuch von Charles Brauer. Lesen trifft es dabei jedoch nicht, da Herr Brauer immer schön aus sich heraus kommt und die Dialoge im Buch richtig nachspielt. Jede Figur bekommt eine eigene Stimmenfärbung und so entsteht schnell ein Hörspiel, auch wenn es keinerlei Geräusche oder Musik gibt. Erzähltexte werden besonnen und ruhig erzählt. Das Tempo stimmt zu jeder Zeit. Es macht wirklich Spaß zuzuhören. Wer die anderen Grisham-Hörbücher kennt, darf sich auf eine erneut gute Leistung freuen!

Der Autor kommt aber nicht ganz ohne Klischees aus, daher ziehe ich ein Punkt ab. Schön ist, dass aber durchaus nichts vorhersehbares passiert. Ein Hörbuch das durchaus auch beim zweiten Hören immer noch den gleichen Hörspaß bringt!
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am 20. September 2014
Als Grisham-Fan hab ich mir das Buch natürlich besorgt und gelesen. Es ist wieder eins seiner Bücher, die nichts mit Juristerei zu tun haben. An sich gut geschrieben und hätte ich nicht alle seine Bücher gelesen, würde mich das hier nicht interessieren. Ich habs aber gelesen :-) Es war okay. Wie gesagt, nicht unbedingt ein Muss!
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am 16. Mai 2015
Also wenn man so wie ich von diesem Sport nicht wirklich Ahnung hat, dann sollte man dieses Buch lieber nicht kaufen. Es ist voll mit Ausdrücken aus diesem Sport (sicher geht es ohne die nicht), und damit zumindest für mich fast unverständlich.

Schade. Mein erster Grisham den ich sicher nicht zu Ende lese.
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am 13. Dezember 2014
Der erste Roman aus der Feder Grishams, den ich nicht zu Ende gelesen habe. Ich dachte beim Kauf, dass es sich um ein typisches Werk des Autors handle, in dem er akribisch mit sich langsam aufbauendem Spannungsbogen eine spannende und fesselnde Geschichte geschrieben hätte. Aber im Gegensatz zu seinen anderen Werken besteht das Buch (ich habe es bis Seite 60 ausgehalten) aus der Macherzählung diverser Baseballspiele. Wer sich nicht für diesen Sport interessiert versteht daher auch teilweise überhaupt nicht, was da gerade passiert, da der Übersetzer alle Fachbegriffe einfach hat stehen lassen. Das ist wohl ok so, aber bei "smoked pork" wird es dann lächerlich denn warum sollte man das nicht einfach ins Deutsche übersetzen.

Die Baseballanthologie wird durchsetzt mit einer etwas platitüdenreichen Geschichte des unsympathischen, prügelnden und trinkenden Vaters des Ich-Erzählers. Der Erzähler macht sich auf den Weg zum Vater, der dem Tode nah ist. Vorher muss er aber noch was erledigen....

Ich gehöre nicht zu diesem Amazon Rezensenten, die fanatisch alles gut finden, was ihre Helden so absondern und unkritisch aus Prinzip mit 5 Sternen bewerten. Daher gebe ich auch wenig auf die Rezensionen hier da sie meistens für mein Empfinden zu positiv sind. In diesem Fall hätte ich mir die anderen Rezensionen aber besser mal genauer durchgelesen denn viele Einschätzungen decken sich mit meiner.

Was die Story erzählen will wird nach 50 Seiten klar und ab da ist die Luft aus dem Ballon raus. Die Geschichte ist dann einfach zu abseh- und vorhersehbar; das ausgelutschte Thema des abweisenden Vaters ist auch auf althergebrachte Weise inszeniert. Die ganzen Fachbegriffe aus dem Baseballbereich sind so zahlreich dass Laien wie ich auch mal drei Seiten lang den Inhalt der Sätze nicht verstehen.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch nur was für eingefleischte Baseballfans und Amerikaliebhaber, denen es egal ist ob der Rest der Story aus abgegriffenen Ideen besteht. Für meinen Geschmack war das Grishams erster Versenker.
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am 22. Mai 2013
Man weiß, wozu John Grisham fähig ist und im Footballroman Touchdown hat er bewiesen, dass er auch spannende Bücher außerhalb des Gerichtssaales verfassen kann. Homerun hingegen ist tatsächlich etwas langweilig. Nicht dass die beschriebenen einzelnen Szenen durchaus packend sind (Grisham versteht es, gerade bei den Kapiteln, in welchen es um Baseballspiele geht die gewohnte Aufregung zu erzeugen), aber die Story insgesamt ist vorhersehbar und wird zu langatmig aufgebaut. Was am Ende dabei rauskommt ist sehr unspektakulär und meines erachtens nicht ausreichend hinsichtlich der Erwartungen, die der Autor sonst überaus zufriedenstellend zu bedienen weiß. Mit anderen Worten: Für das, was darin passiert, hätte es nicht extra einen Roman gebraucht. Weil wir hier aber vom großen Meister JG persönlich sprechen, dennoch 3 Punkte.
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am 25. Mai 2013
Endlich mal was anderes! Home run von John Grisham, da besagt schon der Titel, das es sic um ein Baseball-Roman und nicht um den üblichen Gerichtsroman andelt. Darauf hab ich mich richtig gefreut wurde aber doch ziemlich enttäuscht. Einfach viel zu viel Baseball und so gut wie keine Handlung!Dieses Buch ist auf keinen Fall mit früheren Werken dieser Art wie "Playing for Pizza" zu vergleichen.
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