Zwei Jahre nach seinem - in meinen Augen - besten Release "O.G." veröffentlicht Ice T mit "Home Invasion" seine bereits fünfte Platte. Wie bei Ice T typisch erwarten einen gängige Gangsta Rap Lyriks, wobei sich Tracy Marrow hier qualitativ deutlich von den meisten - zu dieser Zeit vermehrt "aus ihren Löchern gekrochenen" - möchte gern Gangstern abhebt. Sozialkritisch, keinesfalls glorifizierend, setzt sich Ice T mit den Problemen im Ghetto auseinander und verarbeitet hier, mit seinem unverkennbaren Flow, klar seine ganz persönliche Sichtweise des Großraums Los Angeles. Obwohl er selbst South Central L.A. schon lange den Rücken gekehrt hat, spiegeln seine Texte dabei einen Realismus und ein Verständnis für das Leben im Ghetto wieder, die vielen seiner Rap-Kollegen total abgehen. Musikalisch kommt "Home Invasion" für mich nicht mehr ganz an die Qualität und Vielschichtigkeit von "O.G." herran, dennoch schafft es Ice T erneut ein durchweg ordentliches Album abzuliefern, welches die Qualität eines durchschnittlichen - zu dieser Zeit den Markt geradezu überschwemmenden - Gangsta Rap Album deutlich überschreitet. Zusammen mit Ice Cube erweist sich Ice T einmal mehr als letzte Bastion des "Real Gangsta Raps", mit Alben die musikalisch, vor allem aber von den Lyriks (wenn wir von dem inflationären Gebrauch von Mother**** mal absehen) her überzeugen und sich nicht nur um Glorifizierung von Sex, sinnloser Gewalt und Drogenkonsum im Dollarrausch drehen. Textlich möchte ich an dieser Stelle vor allem auf "Thats how im livin" hinweisen, klasse Lyriks einfach mal reinhören!
Mein Fazit: Lyriks = Real Shit, musikalisch nicht ganz auf dem Top Level und scheitert damit kanpp an der 4 Punkte Marke. Für mich 3 Sterne +