Was mir an Home Basics vom Südwest Verlag gefällt ist , dass das Buch wirklich auf junge Leute und ihren ersten Haushalt ausgerichtet ist.
Unter „Wie sieht das denn hier schon wieder aus?“ kommen die Kapitel, die helfen, „Den Haushalt in den Griff (zu) bekommen“ - nach der ermutigenden „Liste der wirklich notwendigen Tätigkeiten“ folgen die Kapitel „Aufräumen und Putzen“, „Küchenreinigung“ / „Badezimmer“ / „Fenster putzen“/ „Wäsche waschen“/ „Bügeln“ / „Fleckenapotheke“ / „Kleiderpflege“ (ganz ehrlich, ich wußte nicht, wie man einen Knopf annäht - und bei den Metallknöpfen, die jetzt dauernd bei meinem Mantel abgingen, war ich für die Anleitung wirklich dankbar ) - dazu Tricks beim Kofferpacken (die Tipps zur sinnvollen Beschränkung gebe ich gern an meine Freundin weiter - denn meistens muß ich ihr Koffermonster ins Gepäcknetz wuchten).
Da Studenten und Auszubildende nur ein bescheidenes Budget haben, gibt es auch den Teil„Vom Umgang mit dem Geld“: mit den Kapiteln „Haushaltsbuch“ (hielt ich zuerst für absolut überflüssig, aber jetzt schreibe ich doch auf - und komme viel besser mit meinem Geld hin!)/ „Budgetberechnung“ (Vorsparen, damit man bei der Nebenostenrechnung nicht vom Hocker fällt!), und „Wenn am 15. schon der Letzte ist“.
Da manch einer die Mensakost bald leid ist, geht die Autorin im 3. Teil auf die Miniküche ein: Kapitel zu „nötigen Küchengeräte“/ „Hygiene in der Küche“/ „Planung beim Kochen“ (damit man nicht mit knallrotem Gesicht und völlig abgehetzt unter lauter entspannten Freunden sitzt, für die man die Minestrone zubereitet hat) / „Einige nützliche Vorräte“/ „Das Kochen“ ( hier gibt es einige Super-Rezepte, die ich als absoluter Kochneuling ausprobiert habe und die wirklich einfach und lecker sind - und sparen kann man damit auch noch).
Dann gibt es noch was zum Thema Gesundheit, denn auch das ist für den in der Ferne Studierenden Neuland (ich wußte z.B. nicht, ab wann man eigentlich Fieber hat): auf die Kapitel „Erste Hilfe“/ „Die Hausapotheke“/ „Bewährte „Wundermittel“ folgt dann ein witziges Schlußwort.
Wie überhaupt das Buch sehr spritzig geschrieben ist - in der Einleitung sagt die Autorin über ihr Buch: „Nicht ganz so spannend wie „Der Herr der Ringe“, aber auch nicht ganz so dick (merke: Man kann nicht alles haben im Leben. You can‘t have the cake and eat it, wie der Engländer sagt - ihn essen und zugleich behalten wollen ist unmöglich. Krümeln allerdings können Sie - schauen Sie sich mal Ihren Küchenfußboden an. Wenn er überhaupt noch zu sehen ist...).“
Fazit: ein wirklich brauchbares Buch für den ersten Haushalt , das alle Bereiche abdeckt und dabei sehr originelle Anregungen gibt (meine Mutter hat es verschlungen und dabei fröhlich gekichert - und etliches war auch für sie neu) Geeignet für Männer und Frauen, ob einzeln oder in der WG lebend (in der WG ist vielleicht die „Liste der wirklich notwendigen Tätigkeiten“ besonders angebracht!), und auch ein prima Mitbringsel für die Einweihungsfeier der ersten Wohnung!