Da ich sehr gute Erfahrungen mit dem Buch über Homöopathie für Menschen von Sven Sommer
Homöopathie. Großer GU Kompass gemacht hatte, beschloss ich, mir auch das Buch über Homöopathie für Katzen von Elke Fischer anzuschaffen
Homöopathie für Katzen: Die erfolgreiche Heilmethode jetzt auch für Ihr Tier. Extra: Bach-Blüten. Doch dieses Buch erfüllte in vieler Hinsicht nicht meine Erwartungen.
Das einleitende Kapitel über die Homöopathie ist gut, wer sich bisher mit diesem Thema noch nicht befasst hat, findet hier alle wichtigen Informationen. Sehr vielversprechend war auch, dass die Autorin dort schreibt, dass es spezielle Katzenkrankheiten gibt, auf die sie im Hauptteil besonders eingehen wird.
Der alphabetisch nach Krankheiten geordnete Hauptteil des Buches bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Bei den allgemeinen Erkrankungen findet man weitgehend die gleichen Mittel wie die, die für Menschen eingesetzt werden. Bei vielen typischen Katzenerkrankungen wird jedoch auf den Tierarzt bzw. den Tierhomöopathen verwiesen, ohne dass auch nur ein einziges Mittel dort vorgeschlagen wird!
Insgesamt gewinnt man den Eindruck, dass die Autorin eigentlich gar keinen Ratgeber zur Selbsthilfe schreiben wollte. Es wird sehr oft auf den Tierarzt verwiesen. Prinzipiell ist es ja auch richtig, dass Krankheiten gut medizinisch abgeklärt werden müssen. Doch als Käufer eines solchen Buches erwartet man nun einmal Hilfe zur Selbsthilfe und nicht den Ratschlag, dass man zum Tierarzt gehen soll, denn dort war man meist schon. Bei dem Sven Sommer-Ratgeber für Menschen ist viel klarer abgegrenzt, wann man sich selbst behandeln kann und wann man zum Arzt muss, und innerhalb dieses Rahmens stehen einem umfangreiche Möglichkeiten zur Selbsthilfe zur Verfügung.
Einerseits gibt es viele Katzenkrankheiten, die der Tierarzt nur diagnostizieren, aber bei denen er kaum helfen kann. Andererseits gibt es viele leichte Erkrankungen, die man mit Homöopathie gut behandeln kann, was einen Tierarztbesuch dann überflüssig macht. An diesen beiden Stellen sollte ein homöopathischer Ratgeber gezielt einsetzen. Dies geschieht hier zu wenig.
Gut bei Elke Fischer ist allerdings der Schlussteil über die Bachblüten. Wer eine verhaltensauffällige Katze hat, wird hier viele gute Behandlungsmöglichkeiten und Tipps finden.
Fazit: Das Buch ist empfehlenswert für Katzen mit psychischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten. Bei körperlichen Erkrankungen kann es in vielen Fällen nur als Ergänzung zu den Büchern über Homöopathie für Menschen herangezogen werden. Wenn meine Katze krank ist, mache ich es so, dass ich das passende homöopathische Mittel im Menschenbuch heraussuche und dann bei Elke Fischer nachsehe, ob es für Katzen tauglich ist und wenn ja, in welcher Dosierung und Potenz es bei Katzen angewendet wird.