Musste ich die erste Mini-CD von Gin Wigmore noch als Gesangsversuch von Donald Duck aus Entenhausen abtun, gebe ich zu, daß sich bei "Holy Smoke" eine positive Wandlung ergeben hat.
Ich verstehe auch nicht ganz, daß die Platte erst jetzt in Deutschland veröffentlicht wird, schließlich gibt es das Teil ja schon einige Monate (soll heißen, ich hab' die Scheibe schon länger)!!
Zwar kommt das "quäkende" in der Stimme immer noch zum Vorschein, aber das Organ hat inzwischen an Volumen gewonnen, und eben eine ganz eigene Note!
Zudem ist die Musik an sich nicht schlecht, da sind viele gute Ansätze zu erkennen, z. B. ist "Oh My" ein solider Rocker, "Hey Ho" hat sogar das Zeug zum Klassiker (geniale Songstruktur, klasse Melodien, und die Stimme passt wirklich gut)!
"Der" Hit auf der Scheibe ist auf alle Fälle "New Revolution", ein Ur-Blues mit viel Gefühl und Klasse. Ja, und da ist die Stimme auch richtig genial. Das könnte eine Weltmacht werden!!
"Don't Stop" ist mit einer recht "lustigen" Melodie unterlegt, kann man anhören. "I Do" ist geprägt von der etwas "quietschigen" Stimme von Gin, hat aber durchaus Potential, und lebt von dem lässigen "Halb-Reggae-Rhythmus".
Die abgehackt wirkende Stimme von Gin Wigmore macht auch die Ballade "Too Late For Lovers" zu einem Hörerlebnis, wobei auch hier wieder zu erkennen ist, das die Frau an ihrem Gesang gearbeitet hat.
"One Last Look" verbreitet ein cooles Country-Rock Feeling und kann somit auch überzeugen.
"Golden Ship" ist ein weiterer Song mit Hitpotential - hmmh... Die Stimme.... wäre Steven Tyler von Aerosmith eine Frau, würde die Stimme so ähnlich klingen!
Bei "Dying Day", der abschließenden Ballade, kann der Gesang nicht so überzeugen. Aber egal, die Platte ist insgesamt sehr gut. Hätte ich nicht gedacht. Ich höre da auch teilweise die Genialität von den B'52s Anfang der 80er raus, obwohl das eine ganz andere Richtung ist.
4 Sterne