1983 war es, als die bedeutende, inzwischen leider verstorbene Metal bzw. Hardrock-Legende Ronnie James Dio ihr erstes Solo-Album veröffentlichte. Man kann eigentlich nur wenig dazu sagen, Fakt ist jedoch, dass das Herz jedes Liebhabers der härteren Musik beim Hören dieser CD höher schlagen müsste. Eingängiger und druckvoller Classic-Rock wird hier gespielt. Musikalisch ist "Holy Diver" also aller erste Sahne! Eingespielt wurde es von Vivian Campbell, Jimmy Bain, Vinnie Appice und last but no least Ronnie James Dio. Besonders zu loben sei hier die Gitarrenarbeit seitens Vivian Campell. Er spielte auch bei Meisterbands wie Whitesnake und Def Leppard, hier haut er jedenfalls eine Vielzahl an genialen Riffs aus dem Kasten. Dio's unverwechselbare Stimme, die damals nach Ozzy's Ausstieg ebenfalls perfekt bei Black Sabbath integriert wurde, schließt den kreativen Kreis des Albums. Auch an Nachfolgerwerken der Band wie z.B "The last in Line", "Dream Evil" oder "Lock up the Wolves", bei dem die Musiker mit einer ungewohnten, experimentierfreudigen, aber dennoch absolut hochwertigen Phase begeisterten, gibt es auch überhaupt nichts auszusetzen, an den hiesigen Tonträger können sie sich jedoch allesamt nicht herantreten. So energiegeladen und vielseitig erlebte man die Band einfach nicht mehr. Auch Dio's darauffolgendes Musikprojekt "Heaven and Hell" konnte die Messlatte nicht erweitern. Hier stimmt einfach alles! "Antriebshit "Holy Diver, Halbballade "Don't talk to Strangers", Rockhymne "Rainbow in the Dark" - das sind mitunter nicht nur die besten Songs des Albums, sondern auch die bekanntesten. Sie sind facettenreiche Tempomacher, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit voll und ganz überzeugen. Die restlichen Titel des Debuts schlagen selbstverständlich in die gleichartige oder verwandte Kerbe.
Somit lässt sich sagen, dass "Holy Diver", abgesehen von den Black Sabbath-Zeiten, das mit Abstand beste Studioalbum des Meisters höchstpersönlich darstellt.
Die 5 Sterne, die ich hier vergebe sind demnach voll und ganz berechtigt.