Sarah ist unglücklich zum zweiten Mal in Indien gelandet zu sein. Um sich die Zeit zu vertreiben, begibt sie sich auf eine Art Hopping durch die verschiedensten Glaubensrichtungen und spirituellen Strömungen - von Amma bis zu den Sikhs. Leider schafft es die Autorin in keiner Weise der Realität Indiens gerecht zu werden. Oberflächlich blickt sie auf Kultur und Menschen und bedient dabei nur die typisch westlichen Indienklischees.
Ich habe mehr Zeit in Indien verbracht als die Autorin und konnte das Buch nur noch völlig entnervt zur Seite legen. Miss Mac Donald interessiert sich nicht für Indien, weder für die Menschen, noch für die Kultur und auch nicht besonders tiefgründig für die religiösen Strömungen, die von ihr besucht wurden. Sie möchte lediglich unterhalten (was ihr nicht sonderlich gut gelingt) und begreift das Fremde, das ihr begegnet nicht als Chance etwas Neues zu lernen, sondern beurteilt es mit arrogant westlichem Blick. Besonders entnervend ist das Fazit, das die Autorin am Ende jedes Kapitels über ihr Erlebtes zieht. Jedem, der sich wirklich mit Indien, der Kultur und den Religionen des Landes auseinandersetzen möchte und nicht einen pseudospirituellen "Fast Food Reisebericht" lesen möchte, kann ich nur raten: Finger weg!