Mob Research muten fast schon wie eine "Allstar-Band" des Genres an. Kurz zusammengefasst klingt das Ergebnis auch ziemlich genauso wie eine böse Mischung aus Ministry, Killing Joke, The Mission und Warrior Soul mit einem gehörigen Schuss Rob Zombie. Dass es dieses Album überhaupt jemals in die Läden schaffte ist schon ein Wunder, ob des viel zu früh (2007) verstorbenen Bandgründers Paul Raven, und noch mehr fast schon, dass es eben nicht von einem fetten Majorlabel veröffentlicht wurde.
Auf dem Album befinden sich 9 "echte" Songs, ein Instrumental sowie ganze sieben Remixe, deren Umsetzung und Qualiltät glücklicherweise auch hier keine Langeweile aufkommen lässt. Einige der Remix knallen sogar noch deftiger, als die Albumversionen. "Holy City Zoo" ist zweifellos ein rohes Werk, welches in seinen besten Momenten an besagte Ministry oder Killing Joke erinnert, aber im Gegensatz zu deren letzten Werken doch sehr frisch und fast schon unbekümmert daherkommt, was aufgrund der zumeist ernsten Thematiken der Songs irgendwie ironisch erscheint.
Das Album klingt fett, aber nicht überproduziert, und ist weit von jenen seelenlosen glasklaren Hightech Rockproduktionen entfernt, die so manche Majorband heute auf den Markt wirft. "Holy City Zoo" ist ein Kind des 90er Industrial-Metal, und es ist schön, dass es sowas noch gibt.