Wozu lässt sich Holunder verwenden? Da der Busch recht verbreitet ist, gehen einem leichter die Rezepte als die Beeren aus. Das vorliegende Kochbuch beweist, dass man aus Blüten und Früchten des Holunders eine beträchtliche Zahl von Köstlichkeiten zaubern kann.
Die Rezepte decken, mit Ausnahme von Vorspeisen, jeden Gang eines Menüs ab. Unter den Hauptgerichten findet man vor allem Wildvariationen, denn zum Wild passt eine Sauce oder Kruste mit herbsüßem Holunder besonders gut. Wer kein Wild mag, versucht sich vielleicht gern an "Poulet Kiew" mit Parmesan-Kartoffeln, ergänzt von selbst gemachtem Holunderbeeren-Chutney.
Das Holunderbeer-Rotkraut (ganz klassisch enthält es auch Äpfel) ist eine feine Beilage zu allerlei Fleischgerichten. Vegetarier kommen zum Beispiel mit der Gebackenen Rotkraut-Holunder-Rolle auf ihre Kosten.
Sehr vielseitig präsentiert sich das Spektrum der Desserts mit Holunder. Holunder-Panna-Cotta mit Birnenkompott sieht toll aus und schmeckt auch so, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch allerlei Gebäck lässt sich aus Holunder herstellen.
Für leckere Getränke mit und ohne Alkohol gibt es ebenfalls etliche Rezepte, darunter rasch umsetzbare wie den Würzigen Holunderpunsch oder Erdbeer-Holunderblüten-Kir, aber auch den aufwändigen Holunderblütensekt.
Ist die Holunderernte reichlich ausgefallen, so wird man den Segen mittels der Rezepte für Konfitüren, Kompott, Gelee und Chutneys rasch bewältigen.
Als wahrer Verwandlungskünstler, wie er sich im Verlauf des Buchs präsentiert, lässt sich der Holunder mit deftiger Hausmannskost und eleganten Kreationen gleichermaßen kombinieren, verleiht Süßspeisen, Gebäck und Getränken seinen eigenen aromatischen Charakter oder auch nur eine besondere Note und versüßt den Winter in Form von Konfitüre. Die Auswahl der Rezepte lässt wirklich nichts zu wünschen übrig.
Wie man es von Hädecke-Kochbüchern gewohnt ist, sind die Rezepte sehr übersichtlich gestaltet, alle einzelnen Schritte werden beschrieben, sodass auch weniger Geübte alle Gerichte nachkochen können. Die meisten erfordern zudem keinen sonderlich hohen Zeitaufwand, und die Zutaten finden sich in jedem Supermarkt beziehungsweise beim Fleischer, den Holunder natürlich ausgenommen.