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Holographic Universe
 
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Holographic Universe

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Produktinformation

  • Audio CD (20. Juni 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Nucl.Blast (Warner)
  • ASIN: B00190KZBO
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Anhören  2. Timewave Zero 5:13EUR 0,91
Anhören  3. Quantumleaper 4:09EUR 0,91
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Erwartungen haushoch übertroffen!, 3. Juni 2008
Scar Symmetrys 2006er Album "Pitch Black Progress" war für mich ein unglaublicher Lichtblick im Genre Melodic Death Metal. In Zeiten, wo die 'führenden' Bands dieses Genres (wie In Flames und Children Of Bodom) immer mehr an Melodik verlieren und stattdessen auf Härte setzen, die oft ideenlos und langweilig wirkt, tun Scar Symmetry genau das, was man sich als Melodic Death Metal Fan sehnlichst wünscht: sie kombinieren harte, aber stets groovige und aufregende Death Metal Parts mit genialen Ohrwurm-Melodien und fügen das ganze in ideenreiche progressive Songstrukturen ein - soviel zum "Rezept Melodic Death".

Was aber kann man vom neuen Album "Holographic Universe" erwarten? Ich selbst hatte befürchtet, Scar Symmetry könnten den hohen Standard, den sie sich selbst mit "Pitch Black Progress" gesetzt haben, nicht halten (das Album hatte nicht EINEN schwachen Track!) und würden entweder härter, ideenloser und unmelodischer werden - wie es soviele Bands inzwischen tun (und sowas nennt sich dann "Fortschritt") - oder aber eine Art Selbstkopie von "Pitch Black Progress" raushauen.

Weit... nein, MEILENweit gefehlt!

Was die Schweden mit "Holographic Universe" abliefern ist so perfekter und aufregender Melodic Death Metal, dass man bereits nach dem ersten Hördurchlauf gefesselt ist und - trotz der wahren Flut an guten neuen Releases zur Zeit - garnichts anderes mehr hören will! Und wieder schafft es die Band, ein Album zu kreieren, welches nicht einen einzigen Ausfall zu verbuchen hat und durch viele frische, einzigartige Ideen zu überzeugen weiß!

Immer wieder hab ich mir beim Anfang eines Tracks gedacht "Na gut, das klingt jetzt wie der typische Auf-die-Fresse-Song, der weniger Substanz hat, aber zumindest Death-Puristen gefallen dürfte", woraufhin dann aber jedes(!) Mal eine SO melodische Bridge, ein SO aufregender Break oder Refrain folgte, dass ich breit grinsen musste und mich über einen weiteren Ohrwurm-Track freuen durfte. Die Tracks wirken zu keinem Zeitpunkt überladen, sperrig, ZU melodisch (sprich: kitschig) oder ZU stumpf-geknüppelt. Scar Symmetry bringen tatsächlich die perfekte Mischung aus ideenreicher Härte und Melodie - dargeboten vom vielleicht besten Vocalisten des Genres (neben Mikael Åkerfeldt von Opeth).

12 Tracks - 12 Ohrwürmer. Mal ehrlich, welche Band schafft sowas heutzutage noch? Nach "Pitch Black Progress" hätte man noch von einem Glücksgriff sprechen können - nach "Holographic Universe" steht aber fest: Scar Symmetry sind ohne jeglichen Zweifel die neue Melodic Death Metal Referenz.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kaufen und LIEBEN!, 8. Juni 2008
Von Melanie Riedl (Esslingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Scar Symmetry - Holographic Universe

Nach dem letzten Album Pitch Black Progress" dachte ich eigentlich, dass nichts besseres mehr kommen kann. Doch Scar Symmetry haben mich eines besseren belehrt.
Holographic Universe ist noch besser als Pitch Black Progress.

Morphogenesis: Um an den Vorgänger anzuknüpfen hauen Scar Symmetry gleich mal den ersten Ohrwurm raus. Der Refrain geht ins Ohr - und bleibt dort auch.

Timewave Zero: Christian Älvestam zeigt einmal mehr, was für eine tolle Stimme er hat, dass er die hohen und die tiefen Töne singen kann und sich alles einfach super anhört. Doch nach Strophe und Refrain folgen - erwartungsgemäß - schnellere Drums und Älvestams Gegrunze. Genauso toll.

Quantumleaper: Gegrunze und melodischer Gesang - wie immer. Was nicht wie immer ist: Ein vom Keyboard eingespielter Chor. Ebenfalls ein klasse Song.

Artificial Sun Projection: Es folgt einer der besten Songs des Albums (meiner Meinung nach). Der Refrain wechselt zwischen tollem Gesang und den üblichen Grunzstellen. Ein Gitarrensolo, eine tolle Bridge ... Einfach geil.

The Missing Coordination: Fängt schnell an, bleibt es auch. Etwas schräge Töne um 0:30 - außergewöhnlich, aber irgendwie gut.

Ghost Prototype I (Measurement Of Thought): Der beste Song. Christian strengt seine Stimmbänder nochmal an und erreicht hohe Töne - was sich sehr geil anhört. Die Melodie ist einfach der Hammer; ein Ohrwurm der Morphogenesis ablöst.

Fear Catalyst: Grunzen - Gesang - Grunzen. Mehr braucht man nicht sagen. Gut.

Trapezoid: Der Anfang erinnert mich etwas an Dominion vom Debütalbum Symmetric in Design. Auch ein toller Song, aber leider nicht ganz so gut wie Dominion.

Prism and Gate: Kaum endet Trapezoid wird man durch die Shouts wieder aus den Träumen erweckt. Der Refrain ist hoch und etwas schräg. Muss man ein paar mal anhören, bevor es richtig knallt. Aber dann knallt's richtig! :)

Holographic Universe: Der Titeltrack. Stolze 8:40 Länge. Dementsprechend dauert es auch eine Weile bist die ersten Gesangs"-parts anfangen. Das warten lohnt sich. Der Refrain ist wieder mal einzigartig. Muss man gehört haben, Beschreibungen dazu sind schwer.

The Three-Dimensional Shadow: Der Anfang ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es folgt aber wiiieder einmal ein starker Refrain.

Ghost Prototype II (Deus Ex Machina): Ein versöhnliches Ende. Fängt sehr melodisch an - nur Gitarren und Älvestam's Gesang. Einen besseren Abschluss kann man sich nicht wünschen. Die Gitarren hören sich extrem geil an beim Refrain. Das fast 6-minütige Lied ist das beste was Scar Symmetry bisher von sich gegeben hat.

Fazit: Kaufen und verlieben!
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hoch hinaus, 3. Juni 2008
Von gen239 (Bad Sassendorf, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
Fällt der Bandname "Scar Symmetry" denkt die eine der Hälfte der Hörer vermutlich "Wer?" und die andere "Soilwork". So wäre es doch im nunmehr dritten Album der Schweden, welches den klangvollen Titel "Holographic Universe" trägt, eigentlich mal Zeit, aus dem Schatten ihrer Landsleute Soilwork und In Flames zu treten und dem Götheborg Melodic Death zu zeigen, was eine Harke ist.
Und, kurz gesagt, genau das machen sie auch.

Bereits das Cover und der Titel könnten die Marschrichtung kaum klarer vorgeben. Hier wird nicht im altirdischen Suppentopf gekocht, ab zu den Sternen geht es. Kühles futuristisches Ambiente mit Hang zum Monumentalen ist angesagt im Lager Scar Symmetry.
Als festes Fundament dient natürlich nach wie vor der moderne Melodic Deathmetal. Das dynamische Schlagzeug peitscht mit Double Bass und eingängigen Rhythmen unterstützt vom brav folgenden Bass durch schweres, rockiges Riffing. Immer wieder wird eine schöne Leadmelodie ausgepackt und hin und wieder ein technisch sauberes Solo hingelegt.
So weit so normal. Und so birgt der erste Track "Morphogenesis" auch erstmal eher keine Überraschungen. Demjenigen, der diese Band zum ersten Mal hört dürfte lediglich der Sänger auffallen, der neben den obligatorischen, aber angenehm markanten, Cleanvocals auf extrem tiefe Deathgrowls setzt. Der Kontrast seiner beiden Gesangsstile könnte kaum größer sein. Doch schon an dieser Stelle fällt bereits im ersten Lied auf: Scar Symmetry bauen ihre Stärken aus. Der Sänger singt viel öfter clean und präsentiert einen ungeahnten Stimmumfang. Ab und an wirken seine süßlichen Gesangslinien fast schon etwas Over the Top. Aber wenn er wie in "Ghost Protoype II" die erste Strophe in Kopfstimme abschließt und anschließend den nächsten Part mit einem abgrundtiefen Grunzen einleitet, macht das all die cheesy Parts vergessen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Refrains, wie in "Timewave Zero" oder "Holographic Universe" einfach nur geniale Ohrwürmer sind.
Ebenso wie der Sänger zeigen auch die anderen Segmente der Band deutlich mehr Range und Experimentierbereitschaft. Das Keyboard wirkt bei weitem nicht mehr so penetrant, wie früher noch oft, sondern unterstützt nun subtil die Gitarren. Ab und an werden auch Samples verwendet, wie die kurzen Choreinsätze in "Quantum Leaper", die fast schon etwas witzig wirken. Aber im Vergleich zu manch anderer Band wirkt der leichte Pathos- Overflow bei Scar Symmetry einfach gewollt und passend.
Nicht umsonst fällt auf, dass die Keyboardmelodien vom Fröhlichkeitsgrad her teilweise fast schon an "Raunchy" erinnern, was durch die klanglich durchweg positiven Gesangslinien nur noch bekräftigt wird. Besonders fallen hier Lieder wie "Trapezoid" auf, dessen Melodie schon fast Werbe-Jingle-fähig ist, oder die Xylophonklänge in "The Three Dimensional Shadow". Dies ist klar ein weiterer Punkt, in dem man den Schweden zugestehen muss, dass sie einfach ihre Nische gefunden haben.
Möglich macht diese Flexibilität auch der Songaufbau, der einfach viel variabler und progressiver daherkommt, als auf den beiden Vorgängeralben. Refrain und Bridge sind nicht immer klar differenziert, nehmen auch mal unübliche Positionen im Lied ein, immer wieder wird auch mal im Mittelteil mit songfremden Elementen gespielt und hier und da wird ein Song ganz Townsend-esk aus zig verschiedenen Parts konstruiert. Diese Flexibilität ist es eben, die der Band erlaubt, mit verschiedensten Stilmitteln zu spielen und sogar einige überraschende Zitate einzubauen. Da blitzt hier und da im Mittelteil mal ein wenig "Meshuggah" durch die Riffs. Das Intro von "Artificial Sun Projection" schreit laut "Emperor", das Intro von "Fear Catalyst" ruft einem "Sybreed" entgegen und wer beim Mainriff von "Holographic Universe" nicht sofort an "Strapping Young Lad" denkt, hat besagte Band noch nie gehört. Diese Zitate bleiben jedoch immer Zitate und kopieren nie dreist. Ein paar Takte später verwandeln die Trademarks von Scar Symmetry das Lied stets in ein eigenes. Auf diese gschickte Art machen sie meisterlich klar, was anno 2008 ihre Vorbilder sind. "Modern Metal" steht da ebenso fett in der Fußnote, wie "klassischer Extreme Metal".
Aber auch abseits von Zitaten zeigen Scar Symmetry viel musikalische Offenheit. Wo "Timewave Zero" schon fast eine Ballade ist, steht mit "Prism And Gate" ein astreiner Thrasher an. Immer wieder finden sich klassische aber auch moderne Riffs, die zuweilen sogar ein wenig an "Fear Factory" erinnern.
Jeder Song hat so einen eigenen Charakter, keiner ist zu lang oder zu kurz und allesamt sind sie detailliert genug ausgearbeitet, um auch nach dem xten Durchlauf noch übersehene Einzelheiten zu offenbaren.
Eine erdig klare, bassstarke Produktion sorgt dabei dafür, dass auch alle Instrumente ihren berechtigten Platz haben.

Was bleibt als Fazit? Positive Grundstimmung, markanter Gesang, zielgenau überschäumendes Pathos, stets präsente Elektronik-Einflüsse; Scar Symmetry haben ihre Trademarks weiter ausgebaut, schaffen es gleichzeitig, sich modernen Stilen gegenüber offen zu halten und experimentieren in angenehmen Maß, ohne auch nur einmal den roten Faden oder den Fokus zu verlieren.
Nur an ein paar wenigen Stellen übernehmen sie sich dann doch mit dem Pathos, was den Gesamteindruck mancher Songs minimal drückt.
Eines ist mit "Holographic Universe" aber ohne Frage klar: nach den guten aber eher enttäuschenden Veröffentlichungen von "In Flames" und "Soilwork" schaffen es Scar Symmetry, genau die Kreativität und Frische auf ihr Album zu bannen, die der Konkurrenz in den letzten Werken einfach abging.
Für mein Dafürhalten haben sie sich mit ihrem dritten Album mit deutlichem Vorsprung auf den Thron des Modernen Melodic Deathmetal gesetzt.
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