"Action-Komödie" wäre für diesen Film die falsche Bezeichnung, denn es gibt vergleichsweise wenig Action, abgesehen von kleineren Verfolgungsjagden und Schiessereien. Ein "Lethal Weapon" ist dieser Film nicht.
Die Story ist nicht originell und es gibt keinerlei wirklich überraschende Wendungen.
Positiv ist aber der Humor, mit dem der ganze Film inszeniert wurde. Harrison Ford als griesgrämiger Cop, der sich erfolglos als Immoblienmakler versucht, um seine diversen Exfrauen bezahlen zu können, ist einfach herrlich und ihm zuzusehen, wie er einen Gangster auf einem rosa Kinderfahrrad verfolgt ist ein Brüller. :-)
Auch sein Partner ist gut besetzt worden und hat seine beste Szene in der Verfolgungs"jagd" durch die flachen Kanäle einer Siedlung.
Leider gibts manchmal etwas Leerlauf in der Handlung, aber was den Film besonders auszeichnet sind die grossartigen Ansichten der Stadt Los Angeles. Man könnte fast meinen, die Stadt ist der Hauptdarsteller und die Cop-Story liefert nur den Rahmen.
Es ist faszinierend, was für völlig verschiedene Gegenden es in LA gibt und dieser Film liefert einen herrlichen Einblick in das Gesicht dieser Stadt und auch deren Menschen. Natürlich nehmen das Filmgeschäft und Theater dabei einen besonderen Platz ein, z.B. in einer Szene als Robert Wagner (aus "Hart aber Herzlich" und die Nr. 2 aus den "Austin Powers"-Filmen) seine Abdrücke im frischen Beton auf dem Hollywood-Boulevard verewigen möchte, aber durch die chaotische Verfolgungsjagd der beiden Hauptdarsteller rüde unterbrochen wird.
Es sind solche Details, die diesen Film doch noch zu einem recht unterhaltsamen, wenn auch teils etwas lahmenden Film machen.
Es gibt sicher bessere Filme als diesen, aber wenn man schon viele Filme dieser Art kennt, ist man für jede neue Facette dankbar.