Der Director`s Cut geht hier 119 Minuten und nach Pal-Umrechnung (ie damalige deutsche DVD 106min.) ist er ca: 9 Minuten länger, was verdammt viel ausmacht, denn endlich werden die Beweggründe der Hauptdarsteller klarer, die Übergänge glaubwürdiger - ob es nun Sebastians/Bacons langsamer Zerfall in den Wahnsinn ist (und damit seine Taten motivierter erscheinen läßt) oder wie zum Beispiel Linda/Shue langsam darauf kommt, daß er die Überwachungskamera manipuliert hat. Es sind manchmal nur kurze Verlängerungen (wie bei der Präsentation vor den Militärs), aber insgesamt wirkt der Film sehr geschlossen und damit auch dynamischer. Damals warfen Verhoeven einige vor das Geld verschwendet zu haben, da das Ersteinspiel an den Kinokassen zwar hoch gewesen ist, aber nicht die Erwartungen traf, doch heute zeigt sich die Qualität eines Verhoevens und seines Teams, denn viele Effekte (Verwandlungen) gehören immer noch zum Besten, was das SF/Horror-Genre zu bieten hat. Da durchschaut man die Tricks weniger, sie wirken plastischer und überzeugender gegenüber so manchen billiger gestalteten unscharfen CGI-Einschüben von heute. Wer bereits die hervorragend gemasterte DVD hat, wird sich ebenfalls überlegen, ob er nun die Blu Ray kaufen soll, mir ging es da nicht anders, aber Sony überrascht mit einem Bombenbild. Solch eine brillante Schärfe und Farbgebung habe ich selten auf der Leinwand erlebt. Die Mbps sinken nie unter 30 und tanzen so zwischen 38 und 47 im Normalbereich). Einzig etwas Grobkörnigkeit fällt manchmal auf, die jedoch am Alter des Films liegt, er benutzt zwar einige digitale Effekte ist aber selber natürlich nicht auf Digitalequipment gedreht. Selbst der Schwarzwert überzeugt auf ganzer Strecke und der True-HD-Ton setzt insbesondere bei der genialen Filmmusik von Jerry Goldsmith und im letzten Viertel Akzente. Die DVD gehört dennoch weiter in den Sammlerschrank, da etliche Extras fehlen (wie z.B. der Kommentar von Goldsmith oder der Kinotrailer). Hollow Man ist eine klare Referenz in Sachen Blu Ray und kann sowohl als Film als auch für das neue Medium nur angepriesen werden.