In dieser Fortsetzung wird ohne große Einführung sofort zum Kern gekommen - die Flucht vor dem Unsichtbaren. Erst im Laufe des Geschehens wird langsam klar, wie es dazu gekommen ist. Nicht unbedingt vorteilhaft, wie ich finde.
Hatte der erste Teil noch ein Megabudget, stand der Fortsetzung wesentlich weniger zur Verfügung. Und das merkt man auch. Von allem ein bisschen weniger. Um z.B. nicht erneut eine Transformationsszene auf die Beine stellen zu müssen, hat man einfach die Bilder aus dem ersten Film genommen, und sie ein bisschen verfremdet. Und da soll der Zuschauer dann drauf reinfallen. Überhaupt sind viele Szenen eine blanke Kopie von Szenen aus dem ersten Teil, wie die Szene, in der sich der Unsichtbare sein Gesicht wäscht.
Gab es in "Hollow Man" etliche Momente, in denen Gegenstände Computeranimiert durch die Gegend schwebten, werden sie diesmal mit Stricken gezogen. Nicht selten muss man dadurch unfreiwillig lachen. Zum Beispiel wenn eine Darstellerin deutlich sichtbar an einem Seil nach hinten geschleift wird. Selbst das "große" Finale mit dem Kampf zweier Unsichtbarer, in dem tatsächlich einmal gute Effekte zu sehen sind, ist nicht der große Knaller, wie man erwarten dürfte. Nach gerade einmal 82 Minuten (ohne Abspann) ist der Streifen zu ende und die meiste Zeit war sehr langatmig.
An Goreszenen gibt es im Gegensatz zum ersten Teil auch kaum etwas zu sehen: eine durchschnittene Kehle, Stift im Auge und ein Auto, dass jemanden überfährt; das wars auch schon. Aber darauf kommt es bei diesem Film ja auch nicht an.
Zum einmaligen Sehen ist der Film in ordnung, aber kaufen würde ich ihn auf keinen Fall.