...wenn ich Rezensionen zu Alben von Bands lese, die noch vor dem großen Durchbruch stehen, muss ich immer an Eintopf denken. Dann heißt es nämlich wieder: "...klingen wie...", "...mit Anleihen von...", "...erinnern stark an..." oder es ist sogar von "pink-floydesken Momenten" die Rede. So oder so bekommt man den Eindruck, dass es sich bei der jeweiligen Band nur um ein Durcheinander aus den stilistischen Zutaten der bunten Musikwelt handelt.
Nun, vom ganz großen Durchbruch würde ich bei the intersphere bisher noch nicht sprechen...aber Eintopf? Nein, über das Eintopf-Stadium ist diese Band schon lange hinaus. Was wird also serviert? Haute Cuisine, das ist es! Diese CD ist wirklich ein 11-Gänge-Menü, ein auditives Festmahl, das ich schon jetzt zu einem der Highlights des Jahres zähle. Die Produktion stellt die perfekte Mischung aus einem ehrlichen Teller Bratkartoffeln mit Spiegeleiern und Kaviar auf Blattgold dar. Roh, direkt und gediegen zugleich. Es wird alles geboten: Eingängigkeit, Energie, Technik, Melancholie, große Gefühle. Christoph Hessler hat seinen Gesang nochmals verbessert, hat noch mehr Druck, die Gitarrenarbeit ist wie immer kreativ, sogar noch vielschichtiger und einmal mehr von exzellenten Sounds geprägt und das Schlagzeug...Moritz Müller, bäm! Inzwischen sollte mir die Frage erlaubt sein: Wie lange ist es möglich diese steigende Tendenz auf allen Gebieten von Album zu Album beizubehalten? Egal, denn sollte an dieser Stelle das Maximum erreicht sein, ist die Welt schön...
Es ist wirklich eine geschmackvolle Platte geworden, der man gerne 5 Michelin-Amazon-Sterne gibt. Neben dem Kaufbefehl bleibt also nur noch die Empfehlung einer realen Frischverkostung vor einer der Bühnen dieser Welt. Denn so viel in-your-face Live-Power wie the intersphere haben die allerwenigsten Bands. Wohl bekomm's!