Hohner bekleckert sich mit diesen Instrument nicht gerade mit Ruhm. Es ist sicher nicht etwas für Anfänger, wenn man erstmal stundenlang an dieser Mundharmonika rumoperieren muss, bis sie das tut was sie soll: Schön klingen. Ich habe bisher sicher schon 8 Stunden darin investiert die Stimmzungen passend einzustellen und es ist noch nicht ganz zufriedenstellend. Folgende Kritikpunkte:
- Die Deckel werden nicht von einer Zentrierung gehalten, sodass man sie bequem anschrauben könnte; nein, es ist soviel Spielraum da, dass die Deckelkanten immer wieder von der Stimmplatte rutschen und man seine liebe Mühe hat, die Deckel zu montieren
- Die Schrauben des Mundstücks werden im Acrylkanzellenkörper mit einfachen Muttern gehalten o h n e Gummipuffer oder ähnliches. Da kann es passieren, wenn man zu fest anzieht, dass der Kanzellenkörper reißt. Sehr unangenehm
- Von Werkseite aus sind die Löseabstände unregelmäßig und meist viel zu weit eingestellt; bis heute konnte ich sie noch nicht alles zufriedenstellend einstellen
- Der Klang der Super64x wird in den oberen Lagen sehr charakterlos; Obertöne werden so sehr gedämpft, dass es anfängt nicht mehr nach Mundharmonika, sondern nach Sinuston zu klingen
- Wenn man den Schieber nochmal einbauen möchte (nach dem Reinigen), muss man schon viel Geschick besitzen um alles in der Richtigen Reihenfolge mit Federdruck festzuhalten und dann auch noch festzuschrauben. Ein Unding, geht fast nur mit einer zweiten Person
Übersieht man all diese Unannehmlichkeiten und hat man diese Mundharmonika einmal richtig eingestellt, kann man daraus auch professionelle Musik zaubern. Der Weg dorthin aber ist lang.