Hier geht es um die Entstehung von Literatur unter den Bedingungen des modernen Warenwahnsinns. Und alle bekommen ihr Fett weg: Autoren, Verlage, die Werbebranche und die Leser.
Turbulent geht es dabei zu, sowohl inhaltlich als auch formal. Zeitebenen, Personen, logische Abläufe, alles gerät durch einander. Da treffen Adorno auf Perry Rhodan, Gegenwart auf Zukunft, Fantasie auf Realität und man weiß nie so recht, wo man sich gerade im Plot befindet und ob es überhaupt einen geben kann.
Das Ergebnis ist ein bitter-ironischer, wahnwitziger, kurz ein fast naturalistischer Roman, in dem die Normalen genauso verrückt sind, wie die Verrückten. Keiner bekommt mehr ein Bein auf den Boden.
Die Hohlkörper sind ein absolut mutiges und lesenswertes Buch auf der Höhe der Zeit, bzw. auf jener Höhe, auf der sich Literatur heute befinden könnte, würden nicht alle immer nur das Gleiche lesen wollen.