Als Andrej Delãny, ein Schwertkämpfer des 15. Jahrhunderts, sein Heimatdorf besucht, stellt er schockiert fest, dass es ausgelöscht wurde. Unter den Toten befindet sich auch Andrejs Sohn. Nur einer hat das Massaker überlebt. Frederic erzählt Andrej von Rittern, die im Namen der heiligen Inquisition dieses Leid über Ihr Heimatdorf gebracht haben.
Zusammen machen sich beide auf, Rache zu üben und die wenigen Überlebenden aus den Händen der Mörder zu befreien.
Dabei werden Andrej und sein junger Begleiter immer tiefer in einen Strudel aus Verzweiflung und Gewalt gerissen, in dem Andrej feststellt, das ihm kaum eine Verletzung etwas anhaben kann. Seine Suche wird immer mehr zu einer Suche nach sich selbst. Ist er wirklich ein Höllenwesen?
Mit diesem Buch habe ich mich das erste Mal an eines der Werke des populärsten deutschen Autors für Mystik und Fantasy gewagt. Und ich muss sagen, dass ich wirklich angenehm überrascht war. Hohlbein scheint mit seinen Büchern denen seiner britischen und amerikanischen Kollegen wirklich in nichts nachzustehen.
Seine Schreibweise ist flüssig und die Charaktere sind gut gezeichnet und überzeugen in ihren Handlungen.
Dieses Buch besticht vor allem durch seine packende Erzählweise, in der ein „Kliffhanger" den nächsten jagt. Außerdem Strotzt die Geschichte förmlich vor Kämpfen, so dass vor allem Liebhaben actionreicher Geschichten voll auf ihre kosten kommen dürften.
Dennoch hängt dem Ganzen ein Wehrmutstropfen an, der beim lesen einen leicht bitteren Beigeschmack hinterlässt. In weiten Teilen mutet dieses Werk wie eine Adaption von „Dracula" und „Highlander" an, auch wenn vom Autor weitestgehend versucht wurde, diesen Bezug zu verschleiern.
Fazit: Alles in allem eine gelungenes Werk, dass die Lust auf mehr weckt.