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Hofmannsthal, Hugo von: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten [Sondereinband]

Werner Volke
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Juli 1967
In der Wiener Himmelpfortgasse steht einer der großartigsten barokken Paläste der inneren Stadt, das Winterpalais Prinz Eugens. Nur wenige Schritte sind es bis zum "Ring", und überquert man diesen, ist man bald auch in der Salesianergasse, einer jener einst stillen Nebengassen, in denen bürgerliche Wohnstätten nachbarlich mit Adelspalästen abwechselten.

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Produktinformation

  • Sondereinband: 192 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 12 (1. Juli 1967)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499501279
  • ISBN-13: 978-3499501272
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 11,5 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 429.849 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

3.3 von 5 Sternen
3.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hoffnungslos veraltete Darstellung 17. April 2003
Es ist wirklich verwunderlich, dass es bis heute keine umfassende Biographie über Hofmannsthal gibt, der wohl zu den wichtigsten Dichtern der Jahrhundertwende gehört. So ist man leider fast gezwungen, auf das Buch von Werner Volke zurückzugreifen. Dabei gelingt es Volke leider nicht, ein übersichtliches und auch tiefer greifendes Portrait des Dichters und seines Werkes zu geben: Da wird wild zwischen den Zeiten hin und her gesprungen, so dass sich beim Leser kein eindeutiges Bild sowohl von der dichterischen als auch der menschlichen Entwicklung Hofmannsthals einstellen kann. Und auch wichtige Werkkomplexe innerhalb des Oeuvres von Hofmannsthal fallen so ziemlich unter den Tisch: Die Problematik der Sprachkrise ist einer dieser Aspekte: Der für die gesamte europäische Literatur so wichtige "Chandos-Brief" wird nur in einem Nebensatz erwähnt. Die für Hofmannsthal aus der Sprachkrise resultierende Betätigung im Bereich der Oper, des Balletts und der Pantomime wird nur äußerst marginal geschlossen, sowie das gesamte Opern-Werk nur stiefmütterliche Erwähnung findet.
Aber auch menschlich lässt einen die Biographie Volkes im Stich: Man erfährt nichts näheres über den Menschen Hofmannsthal, über seine Freunde, Familie, Kinder. Auch die Homosexualität des Dichters kommt in keinem Abschnitt der Biographie zur Sprache. Hätte der Autor nicht krampfhaft versucht, dieses ihm offensichlich unangenehme Thema zu umgehen, hätten sich dem Leser viele Ereignisse in Hofmannsthals Leben wesentlich schlüssiger erklären können, etwa der Bruch Hofmannsthals mit Stefan George und auch die vielen anderen "Männerfreundschaften" des Dichters.
Alles in allem ist diese Biographie ein Armutszeugnis : Sie zeigt, wie wenig der Autor auf den realen Hofmannsthal eingegangen ist, den er nur als empfindsamen Klassiker ohne jede Schattenseite dem reinen Geist verhaftet portraitiert. Das was wir so erhalten, ist ein plattes Abziehbildchen, aber nicht viel mehr...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Einsteig und Ueberblick! 3. April 2006
Von Dichtung&Kritik TOP 1000 REZENSENT
Die strenge Kritik anderer Rezensenten kann ich nicht nachvollziehen. Ich fand diese Biographie ueber Hofmannsthal sehr interessant - zunaechst ist sie ein Zeitportrait, denn Hofmannsthal lebte im Wien des 19. und 20. Jahrhunderts, das ihn sehr praegte: er erlebte die Zeit der Salons, der langen Kleider, der aufwendigen Moebel, der aufregenden Theaterinszenierungen, der immer neu erscheinenden Kunst-Zeitungen... da er schon frueh emotional sehr gereift war, bewunderte man Hofmannsthals junge Gedichte als sehr tiefgehend und von musikalischer Sprache. In diesen jungen Jahren lernte Hofmannsthal dann auch George kennen, ein Verhaeltnis, das zeitlebens gespannt sein wuerde.
Hofmannsthal entwickelte sich zu einem grossen Theaterliebhaber und -autor, dem, wie Stefan Zweig auch, der europaeische Gedanke wichtig war; der die deutsche und spaeter vor allem oesterreichische Kultur greifen und bewahren wollte. In interessanten Diskussionskreisen mit Zweig, Rilke u.v.a. erarbeitete er sich langsam eine Bruecke zwischen Dichtung und Leben und das, was er fuer sich als Anspruch an Literatur und Kuenstlertum in sein Leben stellen und erarbeiten wollte.
Die Biographie stellt neben vielen gut ausgewahlten Fotos die Zeit, die Menschen und Hofmannsthal in einem grossen Bild nebeneinander, beschreibt Hofmannsthals Werke, erlaeutert, um was Hofmannsthal am meisten gerungen hat.
Ich finde diese Biographie wieder eine sehr gelungene rororo-Monographie und kann sie als Einstieg oder Uebersicht und Zusammenfassung in das Leben und Werk Hugo von Hofmannsthals sehr empfehlen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewährte Einführung 22. März 2001
Von Ein Kunde
Eigenartig, dass noch heute, mehr als 70 Jahre nach seinem Tod, eine große Biographie Hugo von Hofmannsthals fehlt. Solange diese Situation sich nicht ändert, bleibt Werner Volkes Band aus der rororo-Reihe erste Wahl. Kenntnisreich macht er den Leser mit dem Leben des Dichters bekannt und informiert über dessen Werk. Ein Plus sind die sorgfältig ausgewählten Selbstzeugnisse und Bilddokumente, die eine Vertrautheit mit der Person Hofmannsthals schaffen und an die Gedankenwelt des Wieners heranführen. Wer sich über bestimmte Aspekte genauer informieren möchte, wird im gut gegliederten Literaturverzeichnis rasch fündig. Diesem schmalen Buch gelingt das Schönste, was man mit einer Biographie erreichen kann: Sie macht Lust, sich mit Hofmannsthals Werk intensiver zu beschäftigen.
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