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Hofmann/Haydn/Mozart: Cellokonzerte (Digipack) (Limited Deluxe Edition)

Sol Gabetta Audio CD
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Sol Gabetta

Biografie

Die Cellistin Sol Gabetta wurde 1981 in Cordoba, Argentinien, als Tochter französisch-russischer Eltern geboren. Bereits als Zehnjährige gewann sie einen ersten Wettbewerb in Argentinien und erhielt seitdem diverse Auszeichnungen, unter anderem beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, den Natalia-Gutman-Preis und beim ARD-Wettbewerb in München. 2004 erregte sie internationales ... Lesen Sie mehr im Sol Gabetta-Shop

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Produktinformation

  • Orchester: Kammerorchester Basel
  • Dirigent: Sergio Ciomei
  • Komponist: Joseph Haydn, Leopold Hofmann, Wolfgang Amadeus Mozart
  • Audio CD (14. August 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: RCA Red Seal (Sony Music)
  • ASIN: B002E954VU
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.246 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. I. Allegro moderato
2. II. Adagio un poco Andante
3. III. Allegro molto
4. I. Moderato
5. II. Adagio
6. III. Allegro molto
7. I. Allegro aperto
8. II. Andante ma non troppo
9. III. Allegro

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein CD-Highlight im Haydn-Jahr!

Sie ist der Superstar des Cellos in Deutschland: gerade erhielt Sol Gabetta für ihre Schostakowitsch CD ihren zweiten Echo Klassik Preis. Auf ihrer lang erwarteten neuen CD bringt die Cellistin erstmals Werke von drei Meistern der Wiener Klassik zum Klingen: Joseph Haydns berühmtes Cellokonzert C-Dur wird reizvoll kombiniert mit dem bisher kaum bekannten und lange verschollen geglaubten Cellokonzert D-Dur vom Leopold Hofmann, einem Zeitgenossen Joseph Haydns. Ist im Eröffnungssatz noch der Geist des Spätbarocks spürbar, zeigt sich das Adagio höfisch elegant und klassisch-empfindsam. Das Finale besticht schließlich in seiner Rasanz und Virtuosität, die fast den Charakter eines Perpetuum Mobile besitzt. Eine Besonderheit und gleichzeitig doch ein musikalischer "Hit" ist das dritte Cello-Konzert: das berühmte Flötenkonzert D-Dur von Mozart KV 314 in einer selten eingespielten Bearbeitung für Cello und Orchester (von George Szell/Sol Gabetta). Bei dieser Aufnahme ist hautnah spürbar, dass das mit dem Echo Klassik 2008 als Ensemble des Jahres ausgezeichnete Kammerorchester Basel und Sol Gabetta langjährige Partner sind, die den Werken gemeinsam mit dem Dirigenten Ciomei neuen Glanz und Frische verleihen. Von Sol Gabettas Interpretation des Haydn-Konzertes waren sowohl Presse als auch Publikum schon bei ihren Live-Auftritten begeistert.

Limitierte Erstauflage: Deluxe-Digipack mit beigelegtem Haydn-Portrait

Stern des Monats in Fono Forum September 2009

„Manches Cellospiel erinnert an den Flug einer Superdrohne, Gabettas an das liebevolle Bearbeiten eines kostbaren schlanken Holzkorpus. Wer Hunderte von Maserungen im Ton hat, verzichtet auf blenderisches Vibrato. So klingt jede Note frisch artikuliert und lebendig.“
Klassik-CD des Monats
(Fono Forum, 09/09)

In dieser Auswahl überzeugt Sol Gabetta auf ganzer Linie. Mit Geschmack und Eleganz segelt sie durch die technisch nicht überanspruchsvollen Referenzstücke ihres Repertoires, liefert blitzsaubere Läufe, sichere Oktavgriffe, versucht sich aber auch in intensiven Momenten. […] Das von der Flöte transkribierte Mozart-Konzert entfaltet in der tieferen Gabetta-Cellolage ungeahnt seriöse Feinheit und samtige Tiefe. Filigran und intelligent den Strukturen nachspürend, entfaltet sich hier ein Klang, der nicht nur schmeicheln will.
(Welt, 5.01.2010, zur CD „Haydn/Hofmann/Mozart“)

„Vielleicht ist es das, was Sol Gabettas Aufnahmen im Vergleich so populär macht: Sie strahlen immer Lebensfreude aus, suggerieren dem Hörer, es gäbe nichts Schöneres, als Violoncello zu spielen. Und diese gleichsam erotische Komponente macht sie unwiderstehlich.“
(Rondo 05/09)

„Ein festlicher Gesang auf vier Saiten.“
(Für Sie, 27.10.09)

„Eine gelungene CD. […] Sie überzeugt mit schlüssigen Interpretationen und transparentem Zusammenspiel, vor allem aber durch hörbare Spielfreude.“
(RBB Kulturradio 21.08.09)

„Auf ihrer neuesten CD vermag die Cellistin mit traumwandlerischer Sicherheit und lockerem, völlig entspannt wirkendem Ton das harmonisch gestimmte Gemüt der Zuhörer zu entzücken.“
(Klassik.com 13.10.09)

kulturnews.de

Die 28-jährige argentinische Cellistin Sol Gabetta aus russisch-französischer Familie "singt" dem Publikum berühmte klassische Cellokonzerte vor - im Gegensatz zum vorwiegend romantischen Repertoire ihrer vorhergegangenen Aufnahmen. Berühmt ist das Cello-Konzert D-Dur des Wiener Domkapellmeisters Leopold Hofmann (1738-1793) allerdings nur bei Cellisten, die es seit der Auffindung einer alten Abschrift 1961 regelmäßig aufführen. Sol Gabetta reproduziert die freundliche klassisch-höfische musikalische Ideenwelt Hofmanns spielfreudig und tonschön und beweist, dass es neben Haydn im Rokoko-Wien auch noch andere hörenswerte Komponisten gab. Das folgende Haydn-Konzert ist allerdings von ganz anderem Kaliber, sowohl in der Komposition als auch in Gabettas Interpretation, die damit dem Komponisten in seinem zweihundertsten Todesjahr ein außerordentlich würdiges Denkmal setzt. Leider hat ein anderer Österreicher namens Mozart kein Cellokonzert hinterlassen - oder etwa doch? Der Dirigent George Szell und der Mozart-Forscher Alfred Einstein kamen auf die Idee, Mozarts Oboenkonzert, welches Mozart selbst mal für Flöte arrangiert hatte, fürs Cello zu bearbeiten. Ob die Idee von der Komposition her gut war, muss jeder Hörer selbst entscheiden. Als Gelegenheit, Sol Gabetta spitzenmäßig mit Mozart zu hören, kann man den Einfall nur begrüßen. (jn)

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Kundenrezensionen

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4.9 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungen! 14. August 2009
Von Tobias Fabian-Krause TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich kannte von Sol Gabetta bislang nur ihr Vivaldi-Album und war bei diesem immer so ein wenig hin- und hergerissen. Einerseits freute es mich, eine so ausgezeichnete junge Solistin meines Lieblingsinstrument aktiv und produktiv zu wissen. Andererseits schien mir die Spielweise teilweise etwas zu aufgewühlt und etwas showlastig. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, wie ich das Vivaldi-Album insgesamt sehen soll.

Heute lernte ich nun also ihr neuestes Album kennen und es war Liebe auf das erste Hören. Sol Gabetta beherrscht nicht nur ihr Instrument technisch vorzüglich, sondern sie hat auch in Punkto Ausdrucksstärke viel zu bieten. Das Hofmann-Konzert - der Komponist war mir bis heute kein Begriff, geschweige denn das D-Dur Cello-Konzert aus seiner Feder - ist sehr schön. Im 2. und 3. Satz fügt sich das Solo-Instrument eher unauffällig in das Orchesterspiel ein und tritt gar nicht größer in den Vordergrund. Für Hofmanns Zeit (das Konzert wurde 1766 geschrieben) kann allein das schon als Qualitätsmerkmal angesehen werden, da bis einschließlich Haydn die Concerto-Tradition eher darin bestand, dass dem Solo-Instrument eine bisweilen überprominente Stellung eingeräumt wurde und häufig nur die Virtuosität des Solisten herausgestellt werden sollte. In diesem Konzert ist das anders. Natürlich darf sich Sol Gabetta im ersten Satz als großartige Solistin beweisen, aber der Gesamteindruck des Konzerts ist eben der eines Zusammenspiels.

Als zweites hat sich Sol Gabetta mit dem Kammerorchester Basel an Haydn versucht - insbesondere sein D-Dur-Konzert ist ja der Klassiker der Cello-Literatur schlechthin. Aber auch sein C-Dur-Konzert (erst 1961 entdeckt) ist mittlerweile zum Klassiker aufgestiegen, an dem kein Cello-Solist, der etwas gelten will, vorbeikommt. Die Zahl der Aufnahmen ist groß, pars pro toto sei nur die großartige Aufnahme von Rostropovich mit der Academy of St. Martin-in-the-fields genannt. Wo reiht sich die hier besprochene Aufnahme ein? Nun, für meinen Geschmack weit vorne!
Dass sie Rostropovich überbieten kann, möchte ich nicht behaupten. Der russische Altmeister spielt noch eine Spur weicher und phrasiert noch eine Spur differenzierter. Aber Sol Gabetta biete ebenfalls eine vorzügliche Interpretation. Technisch sicher, fein artikuliert, gut phrasiert und keine Spur von der Effekthascherei, die mir bei Vivaldi bei ihr manchmal begegnete. Der zweite Satz ist wunderbar weich und rund, intelligent phrasiert mit schönen Dynamik-Wechseln und einem vorzüglichen Zusammenspiel zwischen Orchester und Solistin. Der dritte Satz ist temperamentvoll und dabei sehr schön fein und sensibel gespielt. Ganz vorzüglich! Mag sein (oder auch nicht), dass Rostropovich Gabetta noch ein wenig überflügelt. Fest steht aber für meinen Geschmack, dass das Kammerorchester Basel mit seinen historischen Instrumenten zu Haydn die bessere Begleitung und das bessere Zusammenspiel bietet als es die Academy of St. Martin-in-the-fields bei der Rostropovich-Aufnahme bietet. Also doch Referenz-Aufnahme? Schwer zu sagen. Aber jedenfalls äußerst gut!

Schließlich enthält die CD eine Transkription von Mozarts Flötenkonzert in D-Dur, das ja von Mozarts Seite schon eine Transkription seines Oboenkonzertes war. Braucht man das? Ist die verfügbare Originalliteratur für das Cello nicht umfangreich genug? Mag sein, dass sie umfangreich genug ist, aber die Transkription des Flötenkonzerts durch George Szell (1. und 3. Satz) und Sergio Ciomei (2. Satz) hat einfach ein wunderschönes Cello-Konzert als Resultat. Großartig dargeboten durch Sol Gabetta und das Kammerorchester Basel.

Überhaupt: das Kammerorchester Basel muss ich an dieser Stelle noch einmal extra hervorheben. Sie spielen wunderschön. Der Klang, den sie ihren historischen Instrumenten entlocken passt wunderbar zu Gabettas Cellospiel und die reinen Orchesterparts sind ebenfalls große Klasse!. Eine ausgezeichnete Leistung!

Dazu noch ein informatives mehrsprachiges Booklet, in dem man einiges über Hofmann, ein wenig über Haydn und ausreichend über die Entstehung der Transkription des Mozart-Konzerts erfährt. Natürlich werden Sol Gabetta und das Basler Kammerorchester ebenfalls vorgestellt. Dazu enthält das Booklet und die CD-Hülle auch einige sehr ästhetische Fotos der bildhübschen Solistin.

Was will man als Cello-Fan mehr? Vorzüglich! Dringende Kaufempfehlung für jeden Cello-Fan!
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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchst erfrischend! 14. August 2009
Von Tenor
Format:Audio CD
Wer sich heutzutage als Cellist/in auf Haydn einlässt, läuft natürlich Gefahr, eingereiht zu werden in die Riege zahlloser Interpreten, in den 'MainStream' zu geraten, damit verglichen zu werden - und dann gegen die (altehrwürdigen) 'Großen' der Szene und deren (etablierten) Einspielungen, die jeder im Ohr hat, evtl. zu unterliegen ...

Das ist hier nicht so, kein 'Standard', es ist viel mehr ganz anders, höchst erfrischend!!!

Denn Sol Gabetta und das Kammerorchester Basel haben wieder einmal mehr nicht nur gezeigt, dass sie den Mut haben 'ausgetretene Pfade' zu verlassen, nein sie haben mit dieser Produktion wieder mal bestätigt, dass das "Bessere der 'Feind' des Guten ist ...", diese neue Einspielung ist eigenständig, 'state of the art', grandios und anders!

Was ist hier anders? Nun, wenn man sich für so einen wunderbaren Aufführungs-/Aufnahmeort (Kirche Zürich-Altstetten) entscheidet, so hat das nicht nur akustische, sondern auch für alle Beteiligten spielerische Konsequenzen, hier wird mit großer Bedachtsamkeit im Raum Klang sehr gekonnt zum neuen, faszinierenden Hochgenuss geführt:

Schon die ersten Takte dieser Einspielung verführen den Hörer mit aufhorchen lassender Frische, dem subtil geführtem Orchester (Kammerorchester Basel, Leitung Sergio Ciomei, zugleich Solist am Hammerklavier; Konzertmeister: Andrés Gabetta, 1. Violine), prononcierten Soli (Sol Gabetta und Orchester-Solisten), lebendiger Struktur; die Künstler lassen mit bewußt gesetzten feinsten Pausen die Musik im Raum wirken, lassen sie 'atmen', klingen und verklingen, geben mit gegenseitigem Respekt und höchst kooperativem musikalischem Gemeinsinn Orchester wie Solisten den gewünschten Klang-Raum, um mit excellentem Spiel zu begeistern; Sol Gabetta wie gewohnt phantasiereich, farbig und mit dem ihr eigenen Temperament von schier endlosem technischen wie kreativen Potenzial! Eben erfrischend anders ...

Dies soll und kann kein Negativum hinsichtlich zahlreicher anderer Einspielungen (Haydn) großer Cellisten sein, jeder hat(te) zu seiner Zeit seine Auffassung, seinen individuellen Ausdruck, seien es die prägenden Interpretationen von Mstislav Rostropovich oder jene aufrüttelnden von Jacqueline du Pré. Oder die von Steven Isserlis, Yo-Yo Ma, Mischa Maisky, in jüngerer Zeit Jean-Guihen Queyras, Daniel Müller-Schott, Jan Vogler, Johannes Moser, Jens Peter Maintz u.v.a., jede Interpretation ist ein Genuß für sich.

Aber: Ja, es ist vielleicht wie im Sport, alles entwickelt sich weiter, zu neuer Qualität, zu neuen Höhen ... und hier ist - um im Bild zu bleiben - Sol Gabetta's neueste Einspielung ganz sicher auch ein neuer 'Rekord auf der Höhe der Zeit', ebenfalls beispielgebend, vermutlich sehr prägend für die jetzt nachwachsende Cellisten-Generation, das ist doch ganz wunderbar!

Mir jedenfalls macht es Sinn und große Freude, so vielgestaltig und beeindruckend genussvoll hören zu können, zu vergleichen, alte, ältere und jüngere Aufnahmen - und jetzt eben diese wunderbare neue, Ohren, Herz und Gemüt erfrischende Einspielung!

Sol Gabetta und das KO Basel sind nicht nur 'auf der Höhe der Zeit' (wie auch die Auszeichnung 'Echo Klassik 2008 - Ensemble des Jahres' zurecht unterstreicht!), es gelingt diesen Musikern einfach, ihre eigene temperamentvolle, erfrischende Spielfreude auf die Zuhörer zu übertragen, die 'Seele dieser Musik' in die Köpfe und Herzen zu transferieren, gute Laune und Lust auf mehr (sehr gekonnt, das Marketing darf sich freuen!) zu übertragen!

Bin sehr gespannt, wann es die nächsten Einspielungen dieser tollen Künstler geben wird; Stoff für Fortsetzungen gibt es ja wirklich genug, um diese musikalischen Temperamente und Lebensfreude zu verbreiten.

Leopold Hofmann (1738-1793):
Cello Concerto In D Major, Badley D3
Zu Unrecht viel zu selten gespielt, unpassenderweise wird Leopold Hofmann in der Literaturkritik oft als 'kleinmeisterlich' abgetan; dieses schöne Cello-Konzert beweist das Gegenteil, macht vielmehr ganz wunderbar deutlich, dass der 'Kapellmeister am Stephans-Dom' in Wahrheit ein großartiger Musiker und Komponist war. (1791 wurde W.A. Mozart ihm als 'Adjunkt' zur Seite gestellt.) Sein bekanntestes Werk ist eines seiner Flötenkonzerte in D-Dur, das irrtümlich Joseph Haydn zugeschrieben wurde. Daneben sind u.a. acht weitere Flöten-Konzerte, Konzerte für Oboe und Violine sowie vier Cello-Konzerte und fünf Symphonien erhalten. Das Cello-Konzert in D-Dur:
1. Satz 'Allegro moderato': Flüssig, flott, animierend.
2. Satz 'Adagio un poco Andante': Feinste Pausen, erfrischend ziselierter Klang.
3. Satz 'Allegro molto': Mitreissend, tänzerisch.

Joseph Haydn (1732-1809):
Cello Concerto No. 1 In C Major, H. 7b/1
Hier kommt das x-fach von allen 'Großen Cellisten' intonierte Werk mal endlich wieder zu neuem 'Glanz': Schwungvoll wie gewohnt, aber in gänzlich neuer Klang-Dimension, eben nicht wie so oft 'hölzern-trocken', lässt diese muntere Interpretation in der wunderbaren Akustik der Kirche die übliche Saal-Atmosphäre rasch vergessen, große Freude am neuen Klang!
1. Satz 'Moderato': Temperament im hohen Raum, wunderbar, Haydn erfrischt wieder!
2. Satz 'Adagio': Lauschen Sie mal den bedächtigen, prononcierten Phrasen nach; und hören Sie das eindringliche Cello, die fein 'ziselierten' Klänge der Streicher ...?!
3. Satz 'Allegro molto': Wie vor ... Und dann das Cello-Solo: Hier dürfen lange Noten noch lang sein, kurze unüberhörbar (verschwinden gelegentlich bei anderen nahezu), temperamentvoll, die Musik vollkommen ausgelebt ...

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):
Flute Concerto No. 2 In D Major, K. 314, Adapted For Cello And Orchestra
1. Satz 'Allegro aperto': Mitreissend, Musizierlust pur! Der lang im Raum '(k)lebende' Klang, perfekt!
2. Satz 'Andante ma non troppo': Das Werk an sich mag für manchen zuweilen 'süßlich' wirken, hier aber nicht, es ist vielmehr perfekt am Thema, ganz 'Mo-zart', und gerade hier kommt der hohe Raum der Klang-Vollendung zu Gute. Augen zu, tief reinhören, verinnerlichen!
3. Satz 'Allegro': Ansteckend fröhlich, tänzerisch!

Mein Fazit: Perfekt in diesem wunderbaren Klang-Raum gespielt, anders als üblich.
Erfrischung gefällig? Einfach d i e s e neue CD hören und genießen!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgewogenes Klangbild! 27. September 2009
Format:Audio CD
Mit ihrer 5. CD widmet sich die argentinische Starcellistin Sol Gabetta der Wiener Klassik: Auf dem Programm stehen Cellokonzerte von Joseph Haydn, Leopold Hofmann und das von Szell arrangierte Mozart-Konzert. Das Haydn-Konzert , welches längst zum Klassiker geworden ist, liegt hier in einer Aufnahme vor, die man berechtigterweise als einzigartig bezeichnen kann. Dies ist nicht nur dem wunderbaren Cello Sol Gabettas und ihren interpretatorischen und technischen Fähigkeiten zu verdanken, sondern auch dem hervorragend-musizierfreudigen Kammerorchester Basel, das zu den führenden Ensembles historischer Aufführungspraxis gehört. Hofmanns Werk, welches heutzutage kaum noch auf den Konzertprogrammen zu finden ist, verblüfft durch Melodienreichtum und Formvollendetheit. Das Mozart-Konzert, eine Bearbeitung des Flötenkonzerts KV 314, läßt die Frage aufkommen, warum sich der Salzburger nicht mehr bzw. überhaupt dem tiefen Streichinstrument gewidmet hat.
Der Kauf dieses Tonträgers lohnt sich allemal, denn Sol Gabetta, die einen Großteil ihrer Laufbahn zum Glück noch vor sich hat, kann man getrost als die größte weibliche Cellistin seit Jacqueline du Pre bezeichnen.
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