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Überraschend für ein Buch, mit dem sich ein Politiker für höhere Aufgaben empfehlen will, ist die selbstkritische Aufmerksamkeit, mit der Obama sich selbst und seine eigene, ihm in manchen Fragen zu dogmatische Partei in den Blick nimmt. Noch überraschter aber ist man bei der Lektüre, dass man ihm diese Selbstkritik abnimmt, statt in ihr bloß eine der üblichen Finten zu erkennen, mit denen man bei genau den Wählern Punkte sammeln möchte, die einen nicht sowieso schon wählen. Der Autor scheut sich auch nicht, offen diejenigen politischen Überzeugungen vor seinen Lesern auszubreiten, von denen er weiß, dass die Mehrheit der Amerikaner sie nicht teilt. Aber wie er dies tut, erscheint glaubwürdig und gibt eine Ahnung davon, weshalb Viele in dem Afroamerikaner einen echten Hoffnungsträger sehen und glauben, er könne dem Land den American Dream wiedergeben, der es einst groß gemacht hat.
Innenpolitisch würde man dem Autor nach der Lektüre zutrauen, die tiefen Gräben, die die Präsidentschaft von George W. Bush in der amerikanischen Gesellschaft aufgerissen hat, zu überwinden. Außenpolitisch ist das Profil, das in diesem überaus lesenswerten Buch gezeichnet wird, noch recht unscharf. Immerhin, so viel kann man mit einiger Sicherheit schließen, würde ein Präsident Obama einen weniger texanischen Stil pflegen als der scheidende Präsident. Aber dies gilt nicht nur, völlig unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit, für alle übrigen möglichen Mitbewerber auch, es ist auch wirklich keine Überraschung. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oberflächlichkeit war gestern - der neue Präsident wirkt überzeugend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung wagen: Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream (Broschiert)
Mein Bild über die US-Politik hat nach sich nach der Lektüre dieses Buches deutlich geändert. Hier stellt sich ein Mann vor, der mehrfach auf historische und aktuelle Entwicklungen hinweist und dennoch nicht als klassischer Linker im US-demokratischen Sinne gelten will und darf, wobei Linker nicht nur aus republikanischer Sicht in den U.S.A gerne eher als Schimpfwort benutzt wird. Die gute Kenntnis der Standpunkte der U.S.-Senatoren in Washington beider politischer Lager und "seines" Bundesstaates hat seine Sicht der Dinge für eine realistische aber auch pragmatische Sicht der Dinge geschärft. Sei es in der Tatsache, dass er ausdrücklich gegen den Irak-Krieg war, aber auch den Irak selbst besucht hat und teilweise erlebt hat, wie es dort zugeht. Er kritisiert natürlich seinen politischen Gegner, die Republikaner, aber auch die Schwäche seiner Partei und anerkennt aber auch politische Erfolge z. B. während der Regierungszeit von Reagan und Bush. Als wollte er für eine Art Große Koalition werben, beschwört er förmlich den Geist der Gründungsväter und des Systems. Nicht immer kann man nur nach dem Willen der Wähler entscheiden, d.h. pragmatische Entscheidungen sind öfter nötig, auch wenn man z.B. Gesetze der Republikaner ermöglicht, die man gar nicht will.Viele erleben die U.S.A. zumeist im Fernsehen aus außenpolitischer Sicht, wenn der U.S.-Präsident oder die Außenministerin Reisen tätigt und Reden hält. Ein wesentlicher Punkt ist aber auch die Innenpolitik und hier gibt es wie bei uns große Probleme z. B. im Schulwesen, der Sozialpolitik etc. Natürlich sind die Probleme anders strukturiert, aber im Rahmen einer globalisierten Welt kommt einem vieles bekannt vor. Die Darstellungen von Barack Obama klingen nicht wirklich naiv; sie zeugen von einem Menschen, der grds. weiß was er will, aber auch nicht für alles eine Lösung hat. Das macht ihn sympathisch, ohne ihn als Zauderer oder gar als Versager zu sehen. Denn "in God we trust" bedeutet keine Unfehlbarkeit des Präsidenten, aber hoffentlich eine Weitsicht mit (göttlicher ?) Unterstützung. Auch das Thema Religion wird nicht ausgespart. Jedem das Seine, aber nicht übertreiben, extreme konservative Tendenzen werden kritisch beäugt. Kurzum: das Buch ist sehr interessant und kurzweilig, es verwundert aus heutiger Sicht nicht, dass Barack Obama Präsident geworden ist. Es bleibt zu hoffen, dass seine Erfolge dauerhafter Natur sein werden und er wichtige Problem wie den Irak-Krieg lösen kann.Wenn es ihm gelingen sollte, den Gordischen Knoten im Nahost-Konflikt nicht mit dem Schwert zu durchschlagen, sondern öffnen zu können, ist ihm nicht nur als erster schwarzer Präsident ein Platz in der Weltgeschichte sicher. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Obama - Neuerer oder Medienexperte ?,
Von Comte de Jouvancourt (Starnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung wagen: Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream (Broschiert)
Dieser aufstrebende Präsidentschaftskandidat wird jeden Tag für das weltweite Publikum interessanter. Noch vor einem guten halben Jahr, im Herbst 2007, äußerten sich die großen deutschen Nachrichtenmagazine eher abfällig über Obama. Sie unterstellten ihm mangelnde Rednerfähigkeiten und ein wirres Wahlprogramm, ja schlimmer: gezielten Minderheitenstimmenfang!Heute, Monate später, sieht man Obama in einem anderen Licht, dem des erfolgreichen Politikers, der es versteht, Millionen von amerikanischen Wählern auf seine Seite zu ziehen! Sein Sieg über die mächtige Clique der Clintons, sein genialer Werbeauftritt im Internet, seine "Geheimwaffe" Familie und immer wieder die faszinierende Verkörperung eines neuen Amerikas! Das Buch ist sehr spannend zu lesen, die Erzählung über diesen aufstrebenden Amerikaner schwarzer Hautfarbe, dem der Ruf eines Ausnahmepolitikers vorauseilt. Spannend, energiegeladen und in fesselnder Weise mitreißend, erfährt man dann den ungewöhnlichen Werdegang dieses beeindruckenden Menschen: seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen in Hawaii, seine große Familie, die heute noch größtenteils in Entwicklungsländern lebt. Schon nach den ersten Seiten wird dem Leser klar, daß dieser Barack Obama das Zeug zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Welt hat und wenn dem so sein sollte, kann man große Veränderungen in der Weltpolitik erwarten. Er strahlt auf jeder Seite des Buches das "neue Amerika" aus, das gerechte, optimistische Amerika, das sich von den kriegerisch-kapitalistischen Politikern wohltuend distanziert. Hier geht es wieder um menschliche Werte, um Frieden und Harmonie. Ich finde es persönlich extrem befriedigend, daß eines der rassistischten Länder der Erde, wo es noch vor 30, 40 Jahren unmöglich gewesen wäre, einen Farbigen in leitender Position zu sehen, es heute als normal empfindet, daß ein Farbiger die Geschicke der Nation leiten könnte! Welch eine Niederlage für die ewig Rechten, für die KKKler und auch, in entgegengesetzter Weise, für die zahllosen afrikanischen Staaten, die nach einem halben Jahrhundert der Unabhängigkeit, diese Toleranz und diese erstaunliche geistige Beweglichkeit der Amerikaner nicht nachvollziehen können! Barack Obama ist tatsächlich die Personifizierung des amerikanischen Traumes und bis zum Schluß des Buches ist man von seinem Leben und seinem Schicksal gebannt! Er erinnert mich in seinem Wesen an einen anderen Helden unserer Zeitgeschichte, dem Pater Pedro Opeka in Madagaskar: genau wie er hat er die Leitmaxime, daß der Willen eines Menschen Berge versetzen kann und es uns auch allen vormacht! Ob Präsident oder nicht, der Politiker Obama ist heute schon der Stellvertreter des neuen Amerikas und Hoffnungsträger für die ganze Welt! Wir alle werden von der Politik dieses Mannes beeinflußt werden, ob wir es wollen oder nicht. Schon deshalb ist dieses ungemein spannende, politische Buch eigentlich schon eine Pflichtlektüre, denn so könnte das Amerika von morgen aussehen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aufschlussreich und verständlich geschrieben,
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung wagen: Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream (Broschiert)
Also, ich muss sagen, ich bin absolut positiv überrascht. Dieses Buch gibt nicht nur einen tiefen Einblick in die Machenschaften der amerikanischen Politik und Wirtschaft sondern bringt einen den neuen US- Präsidenten ein ganzes Stück näher. Gespiekt mit vielen persönlichen Erfahrungen aus seinem Leben, mit persönlichen Visionen aber auch mit seiner Vorstellung einer Politik, die Amerika verändern soll ist dieses Werk ein Rundumpaket das absolut perfekt ist und wie ich finde für jedermann. Für Politiker unseres Landes die wirklich was daraus lernen könnten, für politisch Interessierte aber auch für Manager eines Wirtschaftsunternehmens. Darüber hinaus kann man schon einige Dinge erkennen, die Obama derzeit versucht in die tat umzusetzen. Ein Politiker der sich, bisher mal, treu bleibt. Was will man mehr?Es regte mich zum Denken an, bewirkte einige Aha- Effekte und es macht Spaß weiter zu lesen. Eine klare Struktur rundete dieses Buch ab. Ich kann nur meine höchste Empfehlung aussprechen und da ich weiß, dass Obama noch einige Bücher heraus brachte, wird dieses sicher nicht das letzte sein, das in meinem Bücherregal seinen Platz finden wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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