| |||||||||||||||
Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Wirklichkeit in den Netzen der Wissenschaften,
Rezension bezieht sich auf: Die Hoffnung der Pandora: Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
"Die Hoffnung der Pandora" ist ein höchst lesenswertes Buch für alle, die mehr über Latours Theorien zu wissen wünschen, die detailliert über naturwissenschaftliche Forschungspraktiken lesen möchten und die eine vielschichtige Stellungnahme zu dem, was in den so genannten 'science wars' zur Debatte steht, kennen lernen wollen; kurz also: für alle.Dabei bemüht sich Latour, vielen der 'Scheingefechte' der 'science wars' ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen (so ähnlich wie in "Wir sind nie modern gewesen" den Streitigkeiten zwischen Modernen und Postmodernen), indem er seine eigene Position klar stellt, z.B. unterstreicht er, nicht zu denen zu gehören, die ausschließlich die soziale Konstruktion der Realität und von Wissenschaft betonen. In den ersten sechs der neun Kapitel des Buches untersucht er verschiedene Aspekte der Entstehung wissenschaftlicher Kenntnisse - seinem Netzmodell entsprechend, mit dem er verschiedene sonst meist getrennt betrachtete Bereiche verbinden will- und bleibt dabei auch relativ nahe an den jeweils thematisierten Gegenständen; besonders interessant ist beispielsweise das zweite Kapitel, in dem er anhand vieler Fotos äußerst detailliert und erfreulich konkret den Weg von einem Stück Urwaldboden im brasilianischen Dschungel hin zu einem wissenschaftlichen Artikel darüber untersucht, womit er beabsichtigt, die Korrespondenzmodelle zwischen Wirklichkeit und Wissen durch sein Netzmodell vielfältiger Übersetzungen und Vermittlungen zu ersetzen. In den folgenden Kapiteln stehen v.a. Joliots Forschungen mit Atomreaktoren sowie verschiedene Forschungen Pasteurs im Vordergrund, mit Hilfe derer weitere Aspekte der "Wirklichkeit der Wissenschaft" (so der Untertitel des Buches) beleuchtet werden, so z.B. die Geschichtlichkeit der Dinge in dem Kapitel "Wo waren die Mikroben vor Pasteur?". In den letzten Kapiteln entfernt sich Latour allerdings in zunehmendem Maße von der wissenschaftlichen Praxis, um allgemein über Geschichte, Politik und Wissenschaft zu schreiben; wenngleich diese Kapitel durchaus interessant und auf anregende Art und Weise spekulativ sind, scheinen mir die ersten zwei Drittel des Buches, die die alltägliche Praxis der Wissenschaft behandeln, gehaltvoller zu sein, zumal diese allgemeinen Themen bereits in "Wir sind nie modern gewesen" -meiner Meinung nach- gewinnbringender verarbeitet sind. "Die Hoffnung der Pandora" schließt mit einem Glossar, in dem Latour die von ihm verwendeten Termini erläutert und sie den traditionell verwendeten gegenüberstellt, d.h., wie im gesamten Buch 'spielt er mit offenen Karten', weshalb "Die Hoffnung der Pandora" für mich ein sehr wichtiges Buch ist, das mindestens vier von fünf Punkten verdient. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
|