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Der Hodscha und die Piepenkötter
 
 
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Der Hodscha und die Piepenkötter [Gebundene Ausgabe]

Birand Bingül
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

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  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Polaris (2. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862520153
  • ISBN-13: 978-3862520152
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.127 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Treffen sich zwei Kulturen...

In ihrer Stadt ist Ursel Piepenkötter ist die unangefochtene Nummer eins. Als amtierende Oberbürgermeisterin liebt sie das Bad in der Menge, sie ist resolut und kämpferisch. Ihre Spezialdisziplinen: Tricksen, tarnen, täuschen. Ihr oberstes Ziel: die Wiederwahl. Doch die gerät in Gefahr, als Nuri Hodscha, der neue Geistliche der türkischen Gemeinde, zum Einstand ankündigt, eine prächtige Moschee bauen zu wollen. Vielen Bürgern der Stadt ist der Islam nicht geheuer - muss eine Bürgermeisterin da nicht eingreifen und Profil zeigen? Ursel Piepenkötter wittert die Chance, durch eine wohldosierte Portion Populismus die Wahl für sich zu entscheiden. Doch als sie Nuri Hodscha den Marsch blasen will, ist sie an den Falschen geraten: Der Mann Allahs ist ein Schlitzohr ohnegleichen. Ob Kuhhandel oder Erpressung - auch ihm sind alle Mittel recht. Noch 42 Tage bis zur Wahl. Zwei Gegner, die sich nichts geben. Der Kampf ist eröffnet ...

Über den Autor

Birand Bingül, geb. 1974, ist Journalist und Autor. Der WDR-Redakteur hat sich viele Jahre intensiv mit den Themen Integration und Migration beschäftigt und war u.a. Kommentator der ARD Tagesthemen. «Nuri Hodscha und die Piepenkötter» ist sein zweiter Roman.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Jugendbuch oder kritischer Roman??, 26. April 2011
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hodscha und die Piepenkötter (Gebundene Ausgabe)
Keine Frage, Birand Bingül liefert hier sicherlich ein humorvolles aktuelles Buch ab. Das eine brisante Thematik mit Witz und Leichtigkeit anzugehen versucht und dieser Versuch gelingt auch auf weiten Strecken, allerdings fühlte ich als erwachsener halbwegsintelligenter Leser mich an manchen Stellen des Buches ein wenig unterschätzt. Hier und da entwickelt der Autor eine gewisse Erklärbärmentalität und nutzt eine so simple Sprache, daß ich mich eher auf den Seiten eines Jugendbuches wähnte als auf denen eines kritischen Romans für Erwachsene, der sich mit einer zeitgemäßen Problematik auseinandersetzt. Da es Birand Bingül jedoch trotzdem gelingt den Leser zu fesseln, Berührungspunkte und Denkansätze aufzuzeigen und auch Unterschiede und Möglichkeiten des Miteinander zu erläutern, ist das Buch dennoch sicherlich ein empfehlenswertes und eigentlich sagt ja auch bereits der Titel, daß es sich selbst nicht so ganz ernst nimmt.

Ich hab Nuri Hodscha und Frau Piepenkötter gerne bei ihren kleinen Scharmützeln begleitet und fand auch die hier und dort eingesprenkselten Türkischen Sätze nicht so schwer, allerdings bin ich des Türkischen auch ein wenig mächtig, ich könnte mir vorstellen, daß der ein oder andere ohne Erläuterung im Buch stehende Satz einen Leser ohne rudimentäre Kenntnisse der Sprache ein wenig verärgern oder gar irritieren könnte.

Trotzdem gute und interessante Unterhaltung.

Allerdings würde ich gerne noch den etwas popeligbilligen Einband bemängeln, diese Soft-Hardcover gehen wirklich gar nicht, die sehen trotz vorsichtiger Behandlung so schnell, so zerlesen aus... sehr ärgerlich!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Schlagabtausch, 24. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Hodscha und die Piepenkötter (Gebundene Ausgabe)
Eine Stadt irgendwo in Deutschland ' es stehen in 42 Tagen Bürgermeisterwahlen an. Frau Piepenkötter, die jetzige Oberbürgermeisterin, hofft auf ihre Wiederwahl. Nichts scheint dem entgegenzustehen. Da erscheint im Ort ein neuer Geistlicher für die türkische Gemeinde. Nuri Hodscha kündigt an, eine prächtige Moschee bauen zu wollen. Ursel Piepenkötter, CDU-Mitglied, sieht sich herausgefordert'
Die beiden Protagonisten haben eine Menge gemeinsam. Sie sind alleinerziehend. Ursel Piepenkötter hat einen Sohn namens Patrick, Nuri Hodscha bringt seine Tochter Hülya mit nach Deutschland. Die beiden 16.jährigen gehen in die gleiche Klasse.
Im Hintergrund agiert für den Hodscha Osman, für die Bürgermeisterin Florian Meier.
Die Protagonisten und in ihre Kinder sind sehr gut dargestellt. Ich als Leser lerne ihre Stärken und Schwächen, aber auch die dunklen Punkte ihrer Vergangenheit kennen.
Trotz der teilweise heftigen Auseinandersetzung zeichnet sich der Roman durch einen subtilen Humor aus. Eingeschlossen sind satirische Überhöhungen. Manch Klischee wird bedient und aufs Korn genommen. So spricht Hodscha am Anfang in der Öffentlichkeit gebrochen Deutsch, obwohl er die Sprache beherrscht. Deutlich wird herausgearbeitet, dass es im Islam unterschiedliche Strömungen gibt. Auf der deutschen Seite steht die Frage im Mittelpunkt: Wie gewinnt man Wahlen? Für beide Partner gilt: Der Zweck heiligt die Mittel.
Der Roman ist in Art eines Tagebuches strukturiert. Es werden die Tage bis zur Wahl zurückgezählt. Dadurch entstehen kurze Kapitel, die zum Weiterlesen animieren.
Besonders gefallen hat mir, dass das Geschehen aus zwei Perspektiven erzählt wird, einmal aus der Sicht der Erwachsenen, zum anderen aus dem Blickwinkel der beiden Jugendlichen.
Zwischen Patrick und Hülya entwickelt sich eine zarte Liebesbeziehung, von der sehr behutsam erzählt wird. Beeindruckt hat mich, welche Überwindung es Hülya kostet, ihr Kopftuch abzulegen. Dabei verstehe ich eigentlich nicht, warum sie es trägt, denn in der Türkei hat sie keins getragen.
Das Buch stellt Fragen des Miteinanders, der Toleranz und der Achtung voreinander in den Mittelpunkt. Hodschas Gespräche mit Allah ließen mich schmunzeln.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es zeigt auf humorvolle Art, wie Widerstände überwunden werden können und eine Zusammenarbeit möglich ist.
Das Cover passt zum Thema. Vor dem Hintergrund der Stadt stehen Mann und Frau Rücken an Rücken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen wenn zuviel Ehrgeiz merkwürdige Blüten treibt, 26. September 2011
Von 
Gabriele B. (Mülheim an der Ruhr) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hodscha und die Piepenkötter (Gebundene Ausgabe)
Als ich Birand Bingül in einer seiner Lesungen dabei zuhören durfte, wie er so gekonnt das gebrochene Deutsch des Nuri Hodscha sprach bzw. las, musste ich wirklich lachen, denn genauso stellt man sich gemeinhin das von Türken gesprochene Deutsch vor, bzw. hört es ja auch oft. Doch genauso, wie Birand Bingül von "wirklisch" zu "wirklich" wechselt, spricht auch der Hodscha exzellentes Deutsch, was er meistens versteckt und nur Eingeweihte hören lässt. Und schon zeigt sich der Eigensinn des Hodschas, der ihn in der vorliegenden Geschichte fast Kopf und Kragen kostet.

Ursel Piepenkötter, deutscher könnte der Name kaum sein, ist Oberbürgermeisterin und will es nach den anstehenden Wahlen auch bleiben. Dafür tut sie alles. Spioniert, intrigiert, verdreht die Wahrheit, spielt die Menschen gegeneinander aus und bleibt dem Leser doch irgendwie symphatisch, spätestens, wenn sie ein Glas Rotwein nach dem anderen leert und am nächsten Morgen mit verquollenen Augen Wahrkampf bestreitet.

Das Interesse des Hodschas, nämlich endlich eine Moschee zu bauen, und die ehrgeizigen politischen Pläne der Piepenkötter treffen nun aufeinander. Sie beiden reiben sich, treffen sich heimlich nachts, terrorisieren sich und müssen trotz allem einen Weg zu einem Miteinander finden. Eine unterhaltsame Bestandsaufnahme des deutschen Alltags.
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