In diesem Teil nun will die sympathische Protagonistin Rebecca Bloomwood ihren Luke heiraten. Soweit so gut. Nicht mehr ganz so entsetzlich kaufsüchtig wie noch im ersten Teil „Die Schnäppchenjägerin“, allerdings noch immer mit einem nicht wirklich vorhandenen Sinn fürs Geldausgeben. Ebenfalls hat sich ihr Hang zur sehr verdrehten Warheit nicht gebessert, im Gegenteil.
Diesesmal gerät Rebecca in die Mühlen ihrer Hochzeitsvorbereitungen. Sie schafft es nämlich nicht sich zu entscheiden. Und zwar nicht irgendeine Entscheidung, sondern die Kleinigkeit des Ortes ihrer Hochzeit. Rebeccas Mutter plant ganz selbstverständlich eine romantische Gartenhochzeit im heimischen England und die zickige Schwiegermutter in spe hat bereits mit den Vorbereitungen zu einer prunkvollen Riesenhochzeit in New York begonnen.
Und ganz so wie Rebecca nun einmal ist, verstrickt sie sich immer tiefer in die Angelegenheit, zeigt zwar ständig guten Willen alles gerade zu biegen, macht es aber nie. Und so rückt der Tag der Tage immer näher und beide Veranstaltungen sind so gut wie fertig.
Die Krux beim lesen ist, es wird immer unglaubwürdiger, immer unvorstellbarer und wahnwitziger, als das sich tatsächlich jemand so dusselig anstellen könnte, wie Rebecca es hier tut. Es ist total überzogen und wenig nachvollziehbar, wie Rebecca sich durch alles hindurch hangelt, mogelt, schwindelt oder aber eben gar nichts sagt. Und alles laufen läßt, wie es ist.
Das Buch ist witzig und lustig geschrieben, es hat Spaß gemacht zu lesen. Aber trotz allem war es mir doch ein bisschen zu konstruiert und die Lösung des Dilemmas viel zu weit her geholt. Mir hätte eine etwas weniger überzogene Rahmenhandlung besser gefallen.
Die Freude an der sympathischen Rebecca Bloomwood ist jedoch geblieben.