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Hochzeit des Lichts
 
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Hochzeit des Lichts [Gebundene Ausgabe]

Albert Camus , Peter Gan , Monique Lang
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 169 Seiten
  • Verlag: Arche Verlag; Auflage: Neuausgabe (14. Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3716026344
  • ISBN-13: 978-3716026342
  • Originaltitel: L'Eté
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 168.741 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Albert Camus
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die stark autobiographisch geprägten Texte spiegeln die Auseinandersetzung des Literaturnobelpreisträgers mit der Landschaft und den Städten seiner Jugend, Algier und Oran, wieder. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters und einer Spanierin geboren. 1932 begann er in Algier Philosophie zu studieren. Er erlitt wiederholt Tuberkuloseanfälle. Nach Theatertourneen mit der Truppe von Radio-Alger und dem Ausschluss vom Staatsexamen - aus gesundheitlichen Gründen - gründete er 1937 das "Théâtre de l'Equipe". Als Jornalist prangerte er die kolonialen Ungerechtigkeiten in Algerien an. 1939 meldete er sich als Freiwilliger für den Kriegsdienst, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. 1940 wurde er aus Algerien ausgewiesen und ging als Reporter der Zeitung "Paris-Soir" nach Paris. Noch im gleichen Jahr kehrte er nach Algerien zurück, zog aber 1942 wieder nach Frankreich, wo er der Widerstandsgruppe "Combat" beitrat. 1943 wurde er von "Combat" nach Paris geschickt, wo er als Lektor beim Verlag Gallimard arbeitete. Hier wurde er Mitbegründer der illegalen Zeitung "Combat". 1947 verließ er die inzwischen legale Zeitung, da das Blatt den Besitzer und die politische Linie wechselte. 1957 wurde er Direktor im Pariser Verlag Gallimard und erhielt den Nobelpreis für Literatur für seine "bedeutende literarische Schöpfung, die mit klarsichtigem Ernst die Probleme des menschlichen Gewisse

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Camus als poetischer Philosoph 10. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn man an Albert Camus denkt, hat man meistens seine großen Romane "Der Fremde" oder "Die Pest" im Sinn. Dabei wird oft vergessen, dass der Nobelpreisträger auch ein hervorragender Essayist war.
"Hochzeit des Lichts" stammt aus Camus' Frühwerk und ist für mich persönlich sicherlich sein schönstes, wenn nicht gar sein bestes Buch. Dieser lyrische Essay beschreibt Camus' Eindrücke von seinen Reisen durch Algerien und die Toskana, die ihn dazu inspirieren, über existenzielle Fragen unseres Lebens (Einheit von Mensch und Natur, Verhältnis zum Tod, Sinn des Lebens bzw. Wunsch nach einem erfüllten Leben) nachzudenken. Dies tut Camus nicht in der Art eines unantastbaren Philosophen, der vom Elfenbeinturm herab doziert, sondern eines wahrhaftigen Menschen - in seinem ihm eigenen klaren, scharfsinnigen und dennoch poetisch anmutendem Stil. Es ist immer wieder bewundernswert, wie dieser Autor trotz dem seiner Ansicht nach sinnlosem Leben zu einem lebensbejahenden Menschenbild gelangt, in dem Freiheit, Revolte und Leidenschaft eine zentrale Rolle spielen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass "Hochzeit des Lichts" besonders für Camus-Einsteiger gut geeignet ist, denn es ist erfrischend kurz und klar gehalten (ca. 70 Seiten) und liegt in der Mitte des eher theoretischen philosophischen Essays "Der Mythos des Sisyphos" und des ausgefeilten Romans "Die Pest". Wer ein bisschen Französisch beherrscht, dem kann ich auf jeden Fall die Lektüre in der Originalversion empfehlen (Camus' Gedanken kommen im Französischen viel klarer herüber, als dies vermutlich jemals ein Übersetzer schaffen wird).
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Poetische Einsichten 17. Februar 2010
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Albert Camus, 1913 in Algerien geboren und 1960 in Frankreich tödlich verunglückt, wurde bekannt als einer der Vordenker des Existenzialismus in Frankreich, der ihn für kurze Zeit mit J. P. Sartre zusammengeführt hat. Seine bekanntesten Werke "Die Pest" und "Der Fremde" zeigen ihn in seinem Denken von einer deutlich düsteren und nihilistischen Seite.
Der vorliegende Band mit essayistischen Studien bietet hingegen das Bild eines Mannes von Mitte zwanzig, der in Gefühl und Ausdruck tief durchdrungen ist vom Glück des Seins. Sprache und Empfinden bilden eine Einheit, die von reicher und überschäumender poetischer Kraft ist. Sinnlich tief durchdrungen von der Wärme, dem Licht, den Farben und den Düften seiner Heimat Algerien meint man, die Lebenskraft des jungen Mannes und sein Glück in der innigen Verbundenheit mit der Natur zu spüren. Aus dem Hymnus an Demeter zitiert er: "Glücklich der Sterbliche auf Erden, der diese Dinge sah". Und weiter " es ist keine Schande, glücklich zu sein".
In seiner philosophischen Gedankenwelt befasst sich der Autor mit der Eigenwahrnehmung, die ihm umgeben von Naturschönheiten am besten gelingt. Der erste Teil des Buches "Hochzeit des Lichts" ist von einzigartiger Schönheit in der Wiedergabe der ihn umspielenden Empfindungen und Glücksmomente.

Ein mit "Die Wüste" überschriebenes weiteres Kapitel befasst sich mit den Künstlern und der Landschaft in Italien. Sätze wie diese: "Lebenslust, Hass und Liebe kommen aus der Tiefe des Menschen und formen das Antlitz seines Schicksals" werden in Beziehung gesetzt zu einem Bild der Grablegung des Renaissancemalers Giottino und rühren in seiner Erkenntnis der urmenschlichen Bedürfnisse an unser Innerstes. Wer die Toskana kennt und ihre Künstler liebt, dem wird das Herz aufgehen bei der Beschreibung, mit der Camus Land und Leute in ihren Gleichnissen einfängt. Das Glück zu erkennen und sich dessen bewusst zu werden ist eine der Botschaften, die einen mit diesen Essays erreichen. Tief, scharf und empfindsam schreibt hier einer über Gott und die Welt, und er bietet Einblicke in sein philosophisches Denken!
Man möchte dieses kleine Werk jedem empfehlen, der Sinn und Verstand für den Klang von echter Poesie hat! Er wird ein Kleinod finden! 1936 und 1938 erstmals veröffentlich ist die Niederschrift nun in der ausgezeichneten Übersetzung von Peter Gran und Monique Lang im Arche Verlag wieder aufgelegt worden.

1957 erhielt Albert Camus für sein Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In Tipasa wohnen die Götter 30. Dezember 2009
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es sind zwei ganz frühe Texte - Albert Camus hat sie in den Jahren 1936 bis 1938 geschrieben: "Hochzeit des Lichts" und "Heimkehr nach Tipasa", die hier in einem schönen kleinen Band, hervorragend von Peter Gan und Monique Lang übersetzt, als Neuausgabe und rechtzeitig zur 50. Wiederkehr des großen französischen Autors und Philosophen im Januar 2010 erschienen sind.

Camus selbst über die beiden Texte: "Mein Herz und mein Gefühl haben diese Bücher geschrieben, nicht mein Verstand". Und so sollte man diese Bücher lesen - und genießen. Es sind Impressionen vom Rande der Wüste, es sind wunderschöne Bilder seiner algerischen Heimat, die der spätere Literatur-Nobelpreisträger gefunden hat. Und es sind Liebeserklärungen an das Land seiner Herkunft.

"In Tipasa wohnen die Götter. Sie reden durch die Sonne und durch den Duft der Wermutsträucher, durch den Silberküraß des Meeres, den grellblauen Himmel, die blumenübersäten Ruinen und die Lichtfülle des Steingetrümmers." So der Beginn der "Hochzeit in Tipasa". Hier ist Camus zuhause und "alles lässt mich hier gelten, wie ich bin; ich gebe nichts auf und brauche keine Maske".

In diesem Sinne ist auch "Heimkehr nach Tipasa" - beide Texte gehören übrigens sehr sinnfällig zusammen - eine Auseinandersetzung mit dieser Landschaft, aber auch mit der Jugend des Autors in Oran und Algier, mit den Gegenden am Mittelmeer und ihrem unerbittlichen Licht.
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